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Music, Performing Arts, Cinema
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Aretuseo, Norico. L'Obbedienza di Gionata. Oratorio a cinque voci [...] da cantarsi nell' oratorio dei RR. padri della Congregazione dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1756. 16 SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Spuren alter Heftung. 12mo.
€ 150
Singspiel-Libretto zur Musik von Ferdinando Bertoni (1725-1813). - OCLC 25294952. {BN#24492} (more)
(Bergamo, Antonio). Salomone Re d'Israele. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. padri della Congregazione dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. J. XXIII, (1) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Spuren alter Heftung. 12mo.
€ 150
Singspiel-Libretto zur Musik von Antonio Bergamo. {BN#24491} (more)
Bie, Oscar. Der Tanz. (Berlin, Bard, Marquard & Co., 1905). 370, (2) SS. Mit zahlreichen Bildbeilagen und Buchschmuck von Karl Walser. Originalpergamentband mit goldgeprägten Deckelillustrationen und Rückentitel. Kopfgoldschnitt. 4to.
€ 250
Erste Ausgabe, Handexemplar des Verfassers, Exlibris mit eh. Namenszug Oscar Bies im vorderen Innendeckel. - Tadellos. - Derra de Moroda 357. {BN#12009} (more)
Blanchini, Francesco. De tribus generibus instrumentorum musicae veterum organicae dissertatio. Rom, Giambattista Bernabò & Giuseppe Lazzarini für Fausto Amidei, 1742. XI, (1), 58 SS. Mit gest. Titelvignette, 5 gest. Initialen, 5 gest. Kopf- bzw. Schlußstücken und 8 in der Platte numerierten gest. Tafeln. Spätere Broschur. 4to.
€ 1,000
| Einzige, posthum erschienene Ausgabe. - Francesco Bianchini (1662-1729) "studierte zu Bologna Theologie [...], liess sich später in Rom nieder und erhielt um 1688 vom Papste mehrere Pfründen, wurde Kanonikus, unter Clemens XI. Kämmerer und rückte unter Innocenz XIII. in höhere Ämter" (Eitner). Am Titel des vorliegenden Werks nennt er sich "utriusque signaturae referendarius, & praelati domesticus". "In der Nationalbibliothek zu Paris befindet sich im Ms. lat. 13021 (18. Jh.) ein Tractatus de musicis veterum instrumentis. Ob dies derselbe Tractat wie der [vorliegende] ist bedarf der Untersuchung" (Eitner). - Mit zahlreichen griechischen und hebräischen Passagen sowie "hübschen Vignetten und Initialen im Text" (Wolffheim). Die Kupfer mit antiken Musikinstrumenten. - Bindung stellenweise leicht gelockert; der Titel etwas angestaubt. Die letzte Tafel mit kl. Randausriß (ohne Bildberührung). - Eitner II, 32. Fétis I, 407. Slg. Wolffheim I, 1126. Slg. Hirsch I, 71. ICCU UBOE 27408. {BN#19902} (more) |
Brabandt, C. H. Acht zwei- und dreistimmige Kinder-Lieder, die meine Schüler gerne sangen. [Erstes bis viertes Heft]. Stade, J. C. Hergeröder, 1836-1838. 4 Hefte in einem Band. 16 SS. 16 SS. 16 SS. 16 SS. Text und mehrstimmiger Notensatz durchgehend in Typendruck. Nachgebunden ein weiteres Kinderlied in etwas späterer Handschrift auf 4 Bll. Neuerer Pappband. Qu.-8vo.
€ 500
| Bibliographisch und über Bibliothekskataloge nicht nachweisbare Sammlung von 51 Kinderliedern; über zwei Jahre in insgesamt 4 Heften im Eigenverlag des Rothenburger Pädagogen erschienen. Die Band- bzw. Heftbezeichnung auf den jeweiligen Titeln ist erst ab dem zweiten Heft hinzugefügt, an die drei vorliegenden Forsetzungen der Liedsammlung war offenbar bei Erscheinen des ersten Hefts noch nicht gedacht. - Durchgehend fleckig und mit einigen Randläsuren bzw. -hinterlegungen. - Nicht bei Wegehaupt, Seebaß etc. Nicht in der DNB Musik. {BN#19321} (more) |
Braun, Felix. Tantalos. Tragödie. Fünf Erscheinungen. Leipzig, Insel, 1917. 143, (1) SS. Originaler Pappband mit Buntpapierbezug. 8vo.
€ 50
Erste Ausgabe des ersten Dramas von Felix Braun mit eigenh. Widmung an den Schauspieler und Regisseur Wilhelm Klitsch (1882-1941) am fliegenden Vorsatz. - Schönes Exemplar. - KLL XII, 10979. KNLL III, 58. Sarkowski 212. WG² 11. {BN#15358} (more)
Büssel, A[lois] J[oseph]. Dramatische Blüthen. Enthalten: 1) Graf Albrecht von Altenburg. 2) Zapolyas der Strenge. 3) Kephalos und Prokris. Bamberg u. Würzburg, Goebhardtische Buchhandlung, 1823. 3 Teile in 1 Band. (4), 115, (1) SS. 68 SS. 54, (2) SS. Mit gest. Frontispiz (C. Schleich sculp. nach C. Heideloff). Halbleinenband der Zeit mit hs. Rückenschildchen. Kl.-8vo.
€ 70
Einzige Ausgabe. - Der Salzburgische Jurist und Postsekretär A. J. Büssel (1789-1842) betätigte sich auch als Dramatiker und gab "Antiope. Eine Zeitschrift für gebildete Leser" heraus. - Papierbedingt leicht braunfleckig. Am Titel zeitgenöss. Stempel der Leihbibliotheken Vinzenz Fink in Linz sowie des J. C. Jaspers; am vorderen Innendeckel montiertes Bibliotheksiegel der Landesirrenanstalt Niedernhardt bei Linz. - Kosch II, 314. {BN#16015} (more)
Calderon de la Barca, Pedro. Das Fegefeuer des heiligen Patricius. (Schauspiele von Don Pedro Calderon de la Barca. Uebersetzt von Al. Jeitteles. Erstes Bändchen.) Brünn, Joseph Georg Traßler, 1824. (8), 140 SS. Marmorierter Halblederband der Zeit mit goldger. Rückentitel. 8vo.
€ 70
Erste und letzte Bll. minimal leimschattig, Kapitale schwach berieben, sonst schön erhaltener Band. Titel mit gestemp. Besitzvermerk "Dr. Streiter". {BN#15044} (more)
Calegari, Antonio / Balbi, Melchiorre. Trattato del sistema armonico di Antonio Calegari. Proposto e dimostrato da Melchiorre Balbi. Padova, Valentino Crescini, 1829. Large 8vo. 143, (1) pp. With an engr. portrait frontispiece and 9 engr. plates of musical notes. Contemp. marbled half calf with gold-stamped title to gilt spine.
€ 250
First edition. - The Padova composer and theoretician A. Ca(l)legari (1757-1828) counted among his students, besides Melchiorre Balbi (1796-1879), his nephew Luigi Antonio Calegari, Pietro Bresciani, and G. B. Foresta. ?He taught the theoretical system associated with his predecessors at the basilica, F. A. Calegari, Vallotti and L. A. Sabbatini, and presented it in his ?Trattato del sistema armonico?, published posthumously by Balbi? (New Grove). Rare. - New Grove III, 618f. {BN#6451} (more)
[Callenbach, Franz, SJ.]. [Die Dramen]. [Nürnberg, Georg Christoph Lochner?, alle nach 1715]. Sammelband der acht Dramen. Pergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel im Stil eines gedr. Rückenschildchens. 8vo.
€ 750
Sammelband aller acht Schuldramen des Jesuiten Franz Callenbach (1663-1743), entstanden 1709-12 und 1714 erstmals in Druck erschienen. Der Jesuitenorden betraute Callenbach mit der Erziehung der Kinder von katholischen Mitgliedern des Reichskammergerichts in Wetzlar. Aus dieser Zeit stammen seine zahlreichen Werke, in denen er die erbarmungswürdigen Zustände der damaligen Schulen persiflierte und teilweise als Bühnenstücke umsetzte. - Das vorliegende Exemplar vereinigt etwas spätere Ausgaben: I. Eclipses politico-morales. Sicht- und Finsternussen. - Dünnhaupt 7.9. - II. Genealogia nisibitarum. Des Uralten Nisi-Stamm-Baum Geburths-Brieff. - D. 6.11. - III. Quasi vero, Der Hinckende Bott hat sich Wohl. - D. 8.11. - IV. Quasi sive mundus-quasificatus: Das ist: Die quasificirte Welt. - Vgl. D. 4.9 (Variante). - V. Wurmland Nach Lands-Arte, Regiment, Religion, Sitten und Lebens-Wandel. - D. 3.14. - VI. Uti ante hac, Auf die alte Hack. - D. 5.8. - VII. Puer centum annorum sive [...] Kinderspiel. D. 9.6. - VIII. Almanach Welt-Sitten-Staat-Marter-Calender. - D. 14.4. - Vorsatz mit Besitzvermerk (dat. 1801), vorderer Innendeckel mit zeitgenöss. Schenkungsvermerk "Dises buch gab mirr Graff Emrich Zitschy (?)". Titel verso mit ungar. Bibliotheksstempel. Teils etwas gebräunt bzw. braunfleckig. - Vgl. de Backer/Sommervogel IV, 900f. {BN#10649} (more)
[Callenbach, Franz, SJ.]. [Die Dramen]. Wurmland, nach Lands-Art, Regiment, Religion, Sitten und Lebens-Wandel. Gleichsam auf einer Schaubühne vorgestellet. [...] Bey Vermelio Wurmsaam im Gast-Haus zum Regenwurm. Im Jahr, da es wurchstichig [!] war. [Nürnberg, Georg Christoph Lochner?, nach 1715?]. 144 SS. Ohne die Faltkarte. (Beigebunden) II: Ders. Quasi vero, der hinckende Bott hat sich wohl. Hrsg. aus der Quasi-Welt, auf der Post zu Fuß. [Ebd., nach 1715]. 112 SS. (Beigebunden) III: Ders. Uti ante hac, auf die alte Hack. Gedruckt in der alten Welt sub signo veritatis. [Ebd., nach 1715]. 88 SS. (Beigebunden) IV: Ders. Genealogia nisibitarum. Deß uralten Nisi-Stamm-Baum Geburths-Brieff [...]. Zu finden in dem [...] Nisibitischen Stamm-Hauß. [Ebd., 1719]. 136 SS. Mit 1 mehrf. gefalt. gedr. Stammbaum. (Beigebunden) V: Ders. Puer centum annorum sive Heteroclitus [...]. Im Jahr, da die Welt alt und kindisch war. [Ebd., nach 1715]. 144 SS. (Beigebunden) VI: Ders. Almanach Welt-Sitten-Staat-Marter-Calender; gerichtet auf alle Schalt-Jahr. Gedruckt unter dem Schnapp-Galgen auf der Folter- und Marter-Preß. [Ebd., nach 1715]. 187, (1) SS., 2 w. Bll. (Beigebunden) VII: Ders. Quasi sive mundus-quasificatus: Das ist: Die quasificirte Welt. Gedruckt in der Quasi-Welt. [Ebd., nach 1715]. (8), 88 SS. (Beigebunden) VIII: Ders. Eclipses politico-morales. Sicht- und unsichtbare sittliche Staats-Finsternussen [...]. Gedruckt in Umbria. Im Jahr, da es finster war. [Ebd., nach 1715]. 84 SS. Zeitgenössischer Pergamentband mit hs. Rückenschildchen in rot und schwarz. 2 Schließen. 8vo.
€ 1,000
Sammelband aller acht Schuldramen des Jesuiten Franz Callenbach (1663-1743), entstanden 1709-12 und 1714 erstmals in Druck erschienen. Das vorliegende Exemplar vereinigt etwas spätere Ausgaben (c. 1715-1719). - I: Variante f der erweiterten Neufassung. Frühestes von Callenbachs satirischen Schuldramen; "satirisiert in amüsanten Dialogen eine Reihe zeitgenössischer Unsitten als 'Würmer'" (Dünnhaupt I, 535). - II: Neugesetzte Variante der "Satire gegen Heucheleien aller Art, vornehmlich auf religiösem Gebiet, mit amüsanten Prognostikationen der Zukunft" (Dünnh. I, 546). - III: Abermals neu gesetzte Variante der "Satire gegen die alamodische Sprachverderberei und Einführung französischer Hofsitten" (Dünnh. I, 540). - IV: Späteste Variante der "satirische[n] Behandlung verschiedener 'Äste' des Nisi-Stammbaumes" (Dünnh. I, 542). - V: Abermals neu gesetzte Variante der "Satire gegen den Kaffee- und Tabakgenuß" (Dünnh. I, 548). Vgl. ausführlich Arents über den "tobacco club" und sein kurioses Regelwerk zu Schutz und Förderung von Tabak und seinem Genuß. - VI: Letzte, erweiterte und neugesetzte Variante des "[s]atirische[n] Kulturspiegel[s], eingeteilt in 3 'Marter-Listen' (Akte) mit insgesamt 24 'Staats-Torturen' (Szenen)" (Dünnh. I, 550). - VII: Zweiter von 3 Drucken ohne Jahr. "Amüsante Satire auf die Schwächen der zeitgenössischen Gesellschaft" (Dünnh. I, 538). - VIII: Titelvariante (Kommata statt Virgeln) der neugesetzten Variante e der ersten erweiterten Fassung. "Satirische 'Behandlung' der politischen Krankheiten der Mme. Deutschland durch ausländische Quacksalber" (Dünnh. I, 544). - Papierbedingt durchgehend etwas gebräunt bzw. braunfleckig; erster Titel am unteren Rand schmal beschnitten (etwas Textberührung der letzten Zeile) und mit zeitgenöss. Besitzvermerk. Der unteren Schließe fehlt der Dorn am Vorderdeckel, sonst intakt. - I: Dünnhaupt I, 538, 3.II f. Jantz I, 717 und 719. NUC XCI, 81. Vgl. de Backer/S. IV, 900, 1. - II: Dünnhaupt I, 548, 8i. Dammert 99. De Backer/S. IV, 901f., 6. - III: Dünnhaupt I, 541, 5f. Jantz I, 714. Vgl. de Backer/S. IV, 901, 3. - IV: Dünnhaupt I, 544, 6h. Jantz I, 693 und 694. Dammert 97. Vgl. de Backer/S. IV, 901, 4. - V: Dünnhaupt I, 549, 9e. Jantz I, 698. NUC XCI, 81. De Backer/S. IV, 902, 7. Arents III, 499. - VI: Dünnhaupt I 550, 10d. Jantz I, 684. Dammert 100. Vgl. de Backer/S. IV, 902, 8. - VII: Dünnhaupt I, 539, 4h. Jantz I, 704. NUC XCI, 81. Dammert 92. Vgl. de Backer/S. IV, 901, 2. - VIII: Dünnhaupt I, 545, 7f. Jantz I, 688. De Backer/S. IV, 901, 5. {BN#10352} (more)
Carnier, Franz. Meine Pilgerfahrt aus Mutter Schoos in das Weltgetümmel. Eine wahre Geschichte. München, o. Dr., 1815. (2), 400 SS. Mit gest. Frontispiz im Sepiaton. Pappband der Zeit mit hs. Rückenschildchen. 8vo.
€ 180
Sehr seltene zweite Ausgabe der erstmals 1802 anonym in Breslau erschienenen Autobiographie. Der Wanderschauspieler (Xaver) Franz Carnier (1766-um 1811), Sohn eines Mainzer Seidenfabrikanten, spielte in Worms, Wien, Hamburg und Danzig, bevor er 1810 Theaterdirektor in Königsberg wurde. - Einband berieben; innen papierbedingt etwas braunfleckig. Obgleich am Schluß als "erstes Bändchen" bezeichnet, erschien kein weiterer Band. In Bibliothekskatalogen nur die Erstausgabe bzw. die 1994 bei Saur veranstaltete Mikrofiche-Ausgabe nachweisbar. - Vgl. Kosch³ II, 489. Nicht bei Krieg, MNE. {BN#21555} (more)
[Clodius, Christian August]. Medon oder Die Rache des Weisen. Ein Lustspiel in drey Aufzügen. Frankfurt u. Leipzig, Johann Georg Fleischer, 1783. 104 SS. Marmorbroschur. 8vo.
€ 140
Dritte Ausgabe (EA 1767). - Der Leipziger Philosophieprofessor C. A. Clodius (1738-84), seit 1782 Professor der Dichtkunst, wurde von seinem Hörer Goethe im Gedicht auf den Kuchenbäcker Hendel verspottet wegen seiner "Manier, durch klangvolle Fremdwörter Ersatz für mythologische Namen zu finden" (Goedeke). - Papierbedingt teils etwas braunfleckig. - Holzmann/Bohatta III, 4096. Vgl. Goedeke III, 375, 113, 4. Slg. Kippenberg 1629 (EA). {BN#15320} (more)
Corneille, Pierre. Heraclius, empereur d'Orient. Tragedie. Wien, J. L. N. van Ghelen, 1758. 100 SS. Pappband der Zeit mit hs. Rückentitel. 8vo.
€ 100
Seltene Wiener Ausgabe von Corneilles Drama von 1647. - Am vorderen Innendeckel zeitgenöss. gest. Monogrammexlibris ("CLF"); Titel verso mit entspr. Stempel der Großherzöglichen Bibliothek Neustrelitz (mit Ausscheidestempelung). Nur 1 Ex. in Bibliotheken nachweisbar (WStLB). {BN#15457} (more)
Crébillon, Prosper Jolyot de. Oeuvres complettes de Crébillon. Nouvelle édition, augmentée & ornée de belles gravures. Tome premier (second). Paris, chez les libraires associés, 1785. 2 Bde. (statt 3). 1. w. Bl., (6), LXXVI, 285, (1) SS. (4), 375, (1) SS. Mit gest. Portraitfrontispiz (Ingouf sc. nach de la Tours Gemälde) und 7 gest. Tafeln. Hübsche Lederbände der Zeit mit doppelten goldgepr. Rückenschildchen in rot und grün, dreifachen Deckelfileten, ansprechender floraler Rückenvergoldung, Stehkanten- und Innenkantenvergoldung. Dreiseitiger Goldschnitt. Marmorvorsätze. 8vo.
€ 200
Die Werke Prosper Jolyot Crébillons (1674-1762), im frühen 18. Jahrhundert der bedeutendste französische Dramatiker seiner Generation. Seine Tragödien sind berühmt für ihre Schauereffekte. - Es fehlt der dritte und letzte Band (Catilina; Triumvirat). Im Vorhandenen enthalten: Idoménée; Atrée & Thyeste; Électre; Rhadamisthe & Zénobie; Xerxès; Sémiramis; Pyrrhus. Ecken minimal bestoßen, innen vereintelz unbedeutend braunfleckig, sonst sehr schön. Lose einliegend ein frz. Manuskript von zwei Händen um 1820, erbaulichen Inhalts. 6½ SS. 8vo. - Brunet II, 412 ("assez belle"). OCLC 2944639. {BN#22199} (more)
Deinhardstein, [Johann Ludwig Ferdinand]. Ehstands-Qualen. Lustspiel in einem Act und in Alexandrinern. Wien, J. B. Wallishausser, 1820. 48 SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo.
€ 70
Erste Ausgabe. - Der Wiener Schriftsteller J. L. Deinhard-Deinhardstein (1790-1859) trat seit 1811 "als Lyriker und Verfasser von Lustspieleinaktern an die Öffentlichkeit und wurde 1827 Prof. der Ästhetik an der Wiener Univ. sowie am Theresianum. 1829-41 nebenberuflich, anschließend bis 1848 als Regierungsrat an der Polizeihofstelle Zensor, redigierte er 1829-49 die 'Wiener Jahrbücher der Litteratur' und verfolgte - trotz der Mitarbeit u. a. von Goethe und den Brüdern Grimm - eine patriotisch-restaurative Linie. Als Dramaturg und stellvertretender Direktor des Burgtheaters 1832-41 engagierte er namhafte Schauspieler und führte vorwiegend publikumswirksame Schauspiele (u. a. von Bauernfeld und Halm) auf. Deinhardstein schrieb selbst zahlreiche Dramen und gilt als Begründer der sogenannten 'Künstlerlustspiele'" (DBE). - Broschur leicht angestaubt, sonst gut. - WG² 3. Giebisch/Gugitz 58. Wurzbach III, 208. Goedeke IX, 93, 11. Teatralia Radenin 3493. Gilhofer, Lit. in Ö. 742 (dieses Ex.). {BN#14331} (more)
[Diderot, Denis und d'Alembert, Jean Le Rond. Recueil de planches, sur les sciences, les arts libéraux, et les arts méchaniques, avec leur explication (...)]. Theatres. [Livorno, de l'imprimerie des éditeurs, 1776]. 4 SS. Mit zus. 30 (statt 31) gest. Tafeln (num. 24-61). Blauer Halblederband mit goldgepr. Rückentitel. Folio.
€ 500
Die Tafeln zu den Schauspielhäusern aus dem Livorner Folio-Nachdruck von Diderots und d'Alemberts "Encyclopédie" (Tafelband 10: "neuvième livraison, ou dixième volume"). Es fehlt die doppelblattgr. Tafel "Salles des spectacles ... La Couronne" (num. 35/36). - Lough 35. {BN#19976} (more)
[Einband]. Brischar, Franz. Fanfare. Gewidmet dem Protector des Wiener Schützenvereines von der aus Mitgliedern des Vereines gebildeten Waldhornisten-Abtheilung. [Wohl Wien], 1888. Eigenh. Musikmanuskript. 1 S. auf gefalt. Doppelblatt (farblithogr. Notenpapier mit Schmuckbordüre). Einliegend in Kartonmappe, diese mit goldener Brokatschnur gehalten in prächtigem historistischem Lederband über Holzdeckeln mit reicher Reliefprägung, breitem Rahmen mit vergoldeter Blattwerksbordüre, Messing-Eckbeschlägen, aufwendiger Goldprägung und Wappenauflage im Mittelfeld (auf blecherner Wappenkartusche ziselierte Messingauflage mit emailliertem Wappen der Stadt Wien und Umschrift "Wiener Schützen-Verein"). Die Innendeckel und die den Kartonfalz mit dem Manuskript umfassende Innenmappe mit preußischblauem Seidenbezug; die Mappe mit dem o. a. Titel in Goldprägung (innen mit weißem Papier mit Moiréeprägung bezogen). Folio (290:390 mm).
€ 500
| Prächtig gebundenes, beschädigtes Dedikations-Musikmanuskript für die Waldhorn-Corps des Wiener Schützenvereins. Aus der Buchbinderei F. W. Papke im 4. Wiener Gemeindebezirk (am Vorderdeckel signiert). Noch 1914 führt "Lehmann's Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger nebst Handels- und Gewerbe-Adreßbuch Wien" den Eintrag: "Papke F. W. - Buchbinderei und Musterkarten Fabrikation Specialität: Feine Liebhaber-Einbände, sowie künstlerisch vollendete Bucheinbände, Überreichungs-Adressen, Albums Portemonnaie-Kalender, Poesiebücher, Schreibmappen-Fabrikation. Permanente Ausstellung in den Salons im I. und II. Stock, Wien IV Wieden Mozartplatz neben Johann Strauß-Theater, Niederlage IV Wiedner Hauptstraße 15-17, Habighof". - Beiliegend 2 zeitgenöss. Eintrittskarten: eine unausgefüllte "Einlass-Karte zum Schützen-Zeit 1855 für Herrn ..." sowie eine "für Herrn Ahlen" ausgefüllte "Einlass-Karte" ins "Zelt der Vten Comp.". - Rücken gebrochen und restaurierungsbedürftig; Blätter mit unschönen Knickspuren. {BN#19904} (more) |
[Einband.] Jünger, Johann Friedrich. Verstand und Leichtsinn. Ein Ehestandsgemählde in fünf Aufzügen. Wien, J. B. Wallishausser, 1803. 132 SS. Gelbe Broschur der Zeit mit gezeichneter dekorativer Umschlagsgestaltung. 8vo.
€ 75
Für das k. k. Hoftheater erschienene Einzelausgabe des Lustspiels in einer originellen zeitgenössischen Broschur mit Umschlagillustration in brauner Federzeichnung. Am vorderen Umschlag allegorische Theatermasken und Musikinstrumente; am hinteren Umschlag in reicher Rahmung schön kalligraphierte Titelangabe. - Johann Friedrich Jünger (1756-97) wirkte vorerst in Leipzig als Schriftsteller und lernte durch den Verleger Göschen 1785 Friedrich Schiller kennen. 1787 zog er nach Wien, wo er als Hoftheaterdichter und Dramaturg am Burgtheater arbeitete; wegen finanzieller Probleme 1794 entlassen, starb er nach wenigen Jahren an einem schweren Gemütsleiden. - Goedeke IV/1, 612. {BN#9381} (more)
(Feo, Francesco). S. Francesco di Sales, Appostolo del Chablais. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. padri della Congregazione dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1746. XXIII, (1) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Spuren alter Heftung. 12mo.
€ 150
Singspiel-Libretto zur Musik von F. Feo. {BN#24488} (more)
Feretti, Giacomo. Amalia, e Palmer. Melo-dramma in due atti. Da rappresentarsi nel Teatro Grande di Trieste in carnovale MDCCCXXVIII. Triest, Weis, 1828. 72 SS. Halbleinenband der Zeit. 8vo.
€ 30
Triester Textbuch von Filippo Cellis "Amalia e Palmer" (Urauff. Rom, 14. IX. 1822). Das Libretto stammt vom römischen Dichter Jacopo Feretti (1784-1852). - Papierbedingt teils leicht fleckig; Titel mit alter Anstreichung und Monogrammstempel "BA" (nicht bei Lugt). - Nicht im Enc. dello Spett. {BN#15528} (more)
Fielding, Henry. Das verschlagene Kammermädchen. Ein Lustspiel in zwey Aufzügen. Mannheim, [Verlag der Herausgeber der ausländischen schönen Geister], 1782. 62 SS. Mit Holzschnittvignetten an Titel und erstem Blatt. Geheftet. 8vo.
€ 150
Erste deutsche Ausgabe; erschienen als fünfte Nummer der "Mannheimer Schaubühne". - Fielding, der eigentliche Begründer des englischen Romans, brachte sein Lustspiel "The Intriguing Chambermaid" 1734 heraus (eine freie Adaptierung von Regnards Komödie "Le Retour Imprévu"). - Papierbedingt etwas braunfleckig; das letzte Bl. verso etwas angestaubt. - OCLC 46251964 (3 Nachweise). {BN#10573} (more)
Französische Theaterstücke des 18. Jahrhunderts. Paris, Marseille, Dijon, versch. Dr., 1765-98. Zeitgenöss. Sammelband mit 8 Dramen, davon 2 in EA. - I: Picard, L. B. Médiocre et Rampant, ou le moyen de parvenir. Paris, Huet, 1797. 104 SS. - II: Brueys, D. A. de. L'avocat patelin. Paris, Duchesne, 1798. 35 SS. - III: La Harpe, J. F. de. Mélanie. Marseille, Mossy, 1798. 39 SS. - IV: Collalto, A. Les trois jumeaux Venitiens. Paris, Delalain, 1778. 66 SS. - V: Legrand, M. A. & Dominique, P. F. B. Agnès de Chaillot. Dijon, Defay, 1777. 28 SS. - VI: M[arivaux, P. C. de]. L' école des meres. Paris, Clousier, 1778. 38 SS. - VII: Racine, J. Les Plaideurs. Paris, Duchesne, 1774. 56 SS. - VIII: Belloy, P. L. B. de. Le siége de Calais. Paris, Duchesne, 1765. XVI, 97, (1) SS. Halblederband der Zeit. 8vo.
€ 290
'Médiocre et Rampant' (hier in erster Ausgabe) war der erste Erfolg des damals 28jährigen Picard (1769-1828), später Direktor der Großen Oper und des Odéon. Schiller bearbeitete das Werk als "Der Parasit". - Brueys (1640-1723) war kathol. Konvertit und - in Kollaboration mit Jean Palaprat (1650-1721) - Komödiendichter. Ihr 'Avocat' (1706) gilt als "glückliche Nachahmung dieser ausgezeichneten Posse des Mittelalters" (Meyer, 6. A.). - 'Melanie' (1770) ist eine frühe Tragödie des Sentimentalismus, verfaßt von La Harpe (1739-1803), einem Nachahmer Voltaires. - Die 'Trois Venitiens' (hier in erster Ausgabe) stammen von Antonio Collalto (1713-78), der schon seit 1759 Schauspieler an der Comédie Italienne war. Das Stück erschien kurz vor dem Ende der berühmten Theatertruppe 1779. - Ebenfalls aus dem Umfeld der Comédie Italienne, jedoch aus seiner früheren Periode, stammt das einaktige Versdrama 'Agnès de Chaillot' (1723). - Gleichfalls stark beeinflußt vom italienischen Drama ist Marivauxs Komödie von 1732 (nicht zu verwechseln mit P. C. Nivelle de la Chaussées gleichnamigem Werk.) - 'Les plaideurs' (1668), Racines (1639-1699) einziges Lustspiel, ist eine geistreiche Nachbildung der "Wespen" des Aristophanes. - Mit dem nationalen Stück 'Le siége de Calais' (1765), das "in der Zeit der politischen Ohnmacht die Ehre des französischen Namens und den Ruhm der französischen Waffen in jedem Verse pries" (Meyer, 6. A.), schaffte der Schauspieler Belloy (d. i. P. L. de Buirette, 1727-1775) den Durchbruch als Dramatiker. - Rücken etwas beschabt, Ecken und Kanten bestoßen. Vereinzelt stockfleckig und gebräunt. Mit Exlibris der Gräfin Constance Rzewuska, geb. Prinzessin Lubomerska. {BN#1608} (more)
[Gauthier, François Louis]. Traité contre les danses et les mauvaises chansons. Paris, Antoine Boudet, 1775. LX, 426, (6) SS. Zeitgenössischer, marmorierter Lederband mit goldgeprägtem Rückenschildchen sowie Rücken- und Stehkantenvergoldung. 8vo.
€ 500
Zweite Ausgabe des Werkes des französischen Theologen Gauthier (1696-1780). Titel oben mit hinterlegtem Ausschnitt (ohne Textverlust), sonst sehr gutes Exemplar. - Derra de Moroda 1043. RISM B 6,1 362. Vgl. Magriel 20: "A theological tract against dancing". {BN#1208} (more)
Gervinus, Friedrich Christian. Die reduzirte Nonne oder der Gewissensskrupel. Ein Lustspiel in fünf Aufzügen. Frankfurt und Leipzig, Josef Stahel, 1786. 164 SS. Blauer Interimspappband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. 8vo.
€ 70
Einzige Ausgabe. - Einband leicht berieben; innen sauber. - Nicht bei Goedeke oder Kayser. {BN#13150} (more)
[Goethe, Johann Wolfgang von]. Weimar, Sonnabend, den 1. Februar 1812. Zum Erstenmahle: Romeo und Julia. Trauerspiel in fünf Aufzügen, nach Shackespear und Schlegel, von Goethe. Weimar, [1812]. Theaterzettel. 1 S. Folio (213:330 mm).
€ 850
Ankündigung der "Romeo und Julia"-Bearbeitung durch Goethe, aufgeführt mit Amalie und Pius-Alexander Wolff in den Hauptrollen. Wolff hatte Goethe schon im Winter 1811 vorgeschlagen, er möge "dieses herrliche Stück [...] in einer gedrängteren Form darstellen" (zit. n. Goethes Leben von Tag zu Tag, Bd. 5, S. 567f.). Goethe stellte seine Bearbeitung zum Geburtstag der Herzogin von Weimar, Luise von Hessen-Darmstadt, am 30. Jänner fertig (vgl. die Besprechung im "Journal des Luxus und der Moden", März 1812, S. 141ff.); am 1. Februar folgte die erste öffentliche Aufführung, die das vorliegende Blatt ankündigt. - Etwas knittrig und wasserrandig; untere rechte Ecke abgerissen (kein Textverlust). Oben von zeitgenöss. Hand numeriert "15". {BN#24624} (more)
Grandjean, Moritz u. a. Von der grünen Insel. Akademie am 22. April 1860. Wien, L. C. Zamarski & C. Dittmarsch, 1860. 78, (2) SS. Halbleinenband der Zeit mit aufgezogenem bedr. Originalbroschurdeckel. 8vo.
€ 80
Lyrisch, dramatische und prosaische Beiträge von M. A. Grandjean, Friedrich Kaiser, Leopold Kompert, Barach Märzroth, Otto Prechtler und Julius von der Traun, die am 22. April 1860 zugunsten des St.-Josefs-Kinderspitals in Wien von Burgschauspielern vorgetragen wurden. - Einband berieben. {BN#15321} (more)
Grillparzer, Franz. Melusina. Romantische Oper in drei Aufzügen. Musik von Conradin Kreutzer. Wien, J. B. Wallishausser, 1833. 70 SS., l. w. Bl. Marmorierter Halbleinenband der Zeit. 8vo.
€ 50
Erste Ausgabe des Operntextes. - Einband leicht berieben, sonst hübsch. - WG² 10. Goedeke VIII, 416, 220c. Rabenlechner I, 50. Wurzbach V, 341. {BN#22202} (more)
Grillparzer, Franz. Weh dem, der lügt! Lustspiel in fünf Aufzügen. Wien, J. B. Wallishausser, 1840. 144 SS. Halblederband um 1880 mit goldgepr. Rückentitel und etwas Rückenvergoldung sowie Deckelfileten. Kopfgoldschnitt; Buntpapiervorsätze. 8vo.
€ 250
Erste Ausgabe. - Das heute geschätzte Lustspiel "fiel 1838 durch. Für Grillparzer bestand die Aufgabe eines dramatischen Dichters darin, 'sein Werk der allgemeinen Menschennatur verständlich und empfindbar zu machen' (Tagebuch, 1834/35). Für ihn war das Theaterpublikum mit einer 'Jury' zu vergleichen. Nach dem Durchfall zog er sich vom Theater zurück" (DBE). - Zu Beginn schwach (finger-)fleckig, sonst gutes, kaum gebräuntes Exemplar in dekorativem Einband. - WG² 13. {BN#14172} (more)
Halm, Friedrich [d. i. Eligius Freiherr v. Münch-Bellinghausen]. König und Bauer. Lustspiel in drei Aufzügen. Nach dem Spanischen des Lope de Vega Carpio frei bearbeitet. Wien, Carl Gerold, 1842. 148 SS. Broschur. 8vo.
€ 50
Erste Ausgabe. - Vortitel etwas angestaubt. Buchhändlermarke des Antiquariats Gilhofer & Ranschburg, Wien. - Kayser IX, 373. {BN#15150} (more)
Halm, Friedrich [d. i. Eligius Freiherr v. Münch-Bellinghausen]. König und Bauer. Lustspiel in drei Aufzügen. Nach dem Spanischen des Lope de Vega Carpio frei bearbeitet. Wien, Carl Gerold, 1842. 148 SS. Leinenband um 1900. 8vo.
€ 50
Erste Ausgabe. - Vorsatz gestempelt: "Franz Pfeifer's Nachf. Gust. Budinsky Buchhandlung und Antiquariat Graz". Erstes und letztes Bl. minimal stockfleckig, sonst gut. - Kayser IX, 373. {BN#15235} (more)
Haydn, Joseph. Collection des Quatuors originaux de J. Haydn. Leipzig, C. F. Peters, [wohl 1810/1811]. 16 Faszikel (4 mal 4 Stimmen: Violino primo, Violino secondo, Viola, Violoncello), enthaltend 17 "Cahiers" für jede Stimme. Durchgehend gestochen. Blaue Marmorpappbände der Zeit mit hs. Deckelschildchen. Folio.
€ 1,500
| Sammelausgabe Haydn'scher Streichquartette, darunter Sonnenquartette, Preußische Quartette, Tost-, Appónyi- und Erdödy-Quartette (mit dem Kaiserquartett). "Wir haben uns bemühet, dieser Collection den Vorzug der Correctheit zu geben, und damit dem unsterblichen Haydn ein würdiges Denkmal zu weihen. Die in der Pariser Collection arrangirten, so wie die älteren Quartetten, welche die meisten der Herren Pränumeranten nicht wünschten, sind von dieser Sammlung ausgeschlossen" (Vorbemerkung des Verlags). Die in 17 "Cahiers" erschienene Sammlung ist hier zu vier chronologisch angeordneten Blöcken vereint, wobei der Deckeltitel die jeweilige Werkbezeichnung trägt: Cahiers 3, 6, 1 und 2 (op. 9 u. 17; Verlagsnr. 100, 162, 81, 84; Deckeltitel "No. 1"); Cahiers 15, 16, 4 und 9 (op. 20 u. 50; Verlagsnr. 712, 770, 136, 343; Deckeltitel "Zmeskal, Preuss."); Cahiers 7, 8, 11 und 12 (op. 54, 55 u. 64; Verlagsnr. 187, 309, 464, 549; Deckeltitel "Tost"); Cahiers 13, 10, 14, 17 und 5 (op. 71, 74, 76 u. 77; Verlagsnr. 621, 397, 659, 851, 142-143; Deckeltitel "Appony, Erdödy, Lobkowitz"). - Teils leicht braun- bzw. fingerfleckig; ein Blatt mit größerem Einriß. {BN#21016} (more) |
Hensler, Karl Friedrich. Der Soldat von Cherson. Ein Lustspiel in drey Aufzügen. Wien, J. B. Wallishausser, 1790. 70, (2) SS. Mit gest. Titelvignette und Impresssum. Geheftet. 8vo.
€ 50
Erste Ausgabe (zugleich dritter Band von Henslers "Marinellische Schaubühne in Wien"). Titel angestaubt, Ränder etwas lappig. Erste Lage etwas verbunden, aber komplett. Unbeschnittenes, unaufgeschnittenes Exemplar. {BN#21026} (more)
Houwald, Ernst von. Der Leuchtthurm. Die Heimkehr. Zwei Trauerspiele. Leipzig, Georg Joachim Göschen, 1821. (6), 202 SS. Bedr. Pappband der Zeit mit Papier-Rückenbezug. 8vo.
€ 60
Erste Ausgabe. - Der Jugendschriftsteller und Erzähler Ernst Christoph Freiherr von Houwald (1778-1845) erreichte seine "größten Erfolge als Dichter [...] durch seine Dramen, die er in verhältnismäßig schneller Folge zwischen 1817 und 1827 schrieb. Sie gelangten an zahlreichen Bühnen, vor allem in Dresden und Berlin, zur Aufführung und wurden von einem breiten Publikum begeistert aufgenommen" (NDB). - Im unteren Rand vereinzelt etwas braunfleckig. Rückenbezug mit hs. Namenszug des Verfassers und kl. Fehlstelle. - Kosch VIII, 165. NDB IX, 662. Goedeke VIII, 312, 12. {BN#15518} (more)
Iffland, A[ugust] W[ilhelm]. Die Advokaten. Ein Schauspiel in fünf Aufzügen. Wien, Johann Baptist Wallishausser, 1801. 122 SS. Broschur. 8vo.
€ 50
Etwas spätere Separatausgabe von Ifflands Drama (EA 1796): "Ein Bösewicht hat einer Sterbenden ein Testament abgepreßt und unmündige Waisen um ihr Erbe gebracht" (Goedeke). "Iffland [feierte] mit den eigenen Werken Publikumserfolge [...], und seine Stücke [wurden] bis weit ins 19. Jh. häufiger gespielt [...] als die der Weimarer Klassiker" (DBE). - Kaum gebräunt. - Vgl. Goedeke V, 268, 33. {BN#14364} (more)
[Iffland, August Wilhelm]. Ifflands mimische Darstellungen für Schauspieler und Zeichner. Während der Vorstellung gezeichnet zu Berlin in den Jahren 1808 bis 1812. Hefte 2-4, 7-10, 12-18 (von 20) Berlin (u. Breslau), Gebrüder Henschel, (1808-1811). 13 (statt 20) Hefte in einem Band. Mit zusammen 12 gest. Orig.-Lieferungstiteln (davon 11 aufgezogen zwischengebunden), 78 (von 120) radierten Tafeln von Wilhelm u. Moritz Henschel und 2 SS. Subskriptionsanzeige. Etwas späterer Pappband mit intarsierter Originalbroschur unter Verwendung eines der Lieferungstitel. Gr.-4to.
€ 2,000
Erste Ausgabe der in 20 Einzelheften erschienenenen Darstellungen nach Aufführungsskizzen. Iffland selbst ist u. a. dargestellt als König Lear und Shylock, der Geizige im Stück gleichen Titels von Molière sowie als Nathan der Weise. So umfangreich wie vorliegend von größter Seltenheit. Heft 14 u. 16 in sich verbunden, aber komplett. Es fehlen das erste sowie die letzten beiden Hefte, außerdem die Hefte 5, 6, 11 und 15. - Auf dt. Auktionen außer einem einzigen kompletten Exemplar (Bassenge 1990) seit 1950 nur ein Einzelheft der Serie nachweisbar (Dörling 84, 24. XI. 1975, Nr. 792 [Heft 19 mit 6 Kupfern, DM 240]). Auch im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, die ausschließlich dem vorliegenden Werk (4. II.-26. III. 2005) gewidmet war, konnte nur ein gerade erst im Jahr davor erworbenes, unvollständiges Exemplar präsentiert werden. In den Rändern teils etwas finger- bzw. stockfleckig, im ganzen aber sehr ansprechendes Exemplar. Die Darstellung des "Hettmann im Schauspiel Graf Benjowsky" hübsch zeitgenössisch koloriert. - Slg. Kippenberg 5082 (15 Hefte mit zusammen 90 Tafeln). Lipperheide Uce 9. Hiler 456. Thieme/B. XVI, 430 (dat. 1808-1819). Nicht bei Colas und in Ornamentstichslg. Berlin. Nicht in Kayser u. Goedeke. {BN#11995} (more)
[Iffland, August Wilhelm]. Ifflands mimische Darstellungen für Schauspieler und Zeichner. Während der Vorstellung gezeichnet zu Berlin in den Jahren 1808 bis 1811. Heft 1-19 (von 20). Berlin (& Breslau), Gebrüder Henschel, (1808-1812). Large 4to. 19 (instead of 20) issues. With engr. title page (using an original wrapper cover) and altogether 114 (instead of 120) etched plates by Wilhelm and Moritz Henschel and 2 pp. of subscription ads. Contemp. boards with ms label to spine.
€ 3,500
First edition of this series of performance sketches, published in 20 separate issues. Iffland himself is depicted in the roles of King Lear and Shylock, of the Miser in Molière's eponymous play, and of Nathan the Wise. Extremely rarely encountered thus near completeness, lacking only the final issue ("Der arme Poet"). German auction records since 1950 list a single complete copy (Bassenge 1990) and one separate issue only (Dörling 84, 24 Nov. 1975, no. 792 [issue 19 with 6 plates, DM 240]). Even a dedicated exhibition held at the Zentral- und Landesbibliothek Berlin in 2005, which focused exclusively on the present work, was able to present only an incomplete copy acquired the previous year. - From the collection of the director and actor Franz Stoß (1909-95) with his bookplate on the front pastedown. A fine copy with largely clean, spotless interior. - Kippenberg coll. 5082 (only 15 issues with a total of 90 plates). Lipperheide Uce 9. Hiler 456. Thieme/Becker XVI, 430 (dated 1808-1819). Not in Colas or Ornamentstichslg. Berlin. Not in Kayser or Goedeke. {BN#11998} (more)
[Iffland, August Wilhelm]. Collection of 3 theatre bills for Iffland's 1812 guest performance at Weimar. Weimar, [1812]. 3 theatre bills. Folio (c. 220 x 355 mm).
€ 1,800
Announcing the performances of "Don Ranudo de Colibrados" and Kotzebue's "Der arme Poet" on Dec. 27, as well as the "Lästerschule" on Dec. 28. 12. (Iffland playing Don Ranudo, Lorenz Kindlein, and the Baron); Shakespeare's "Merchant of Venice" on Dec. 29 (Iffland in the role of Shylock); and, finally, of Goldoni's "Der gutherzige Polterer" (Iffland's translation, with him playing Morhof) and Kotzebues "Der häusliche Zwist" (Dec. 30). - Iffland, who had created a sensation in 1782 as the first "Moor" in Schiller's "Die Räuber", gave his final performance in Weimar in the last days of December 1812. Goethe, who had previously succeeded in bringing the actor to Weimar in 1796, attended all performances and was Iffland's host on Dec. 28. A few days before Iffland's arrival, Goethe had written to Zelter: "It is probably one of the rarest of phenomena, and one, I think, that has never occurred with any other nation, that the greatest actor should generally select for himself parts, which are intrinsically unworthy of him, though, by his acting, he knows how to invest them with the highest momentary value" (12 Dec.) A few weeks after his departure, Goethe wrote: "Iffland's presence was a great delight to me. I gave myself up to the pure enjoyment of his talent, endeavoured to understand everything as he gave it, and did not trouble myself about what he gave [...] Thus I have greatly admired Iffland's way of throwing life into dead plays, - nay, his creation out of nothing [...] In addition, I thought it remarkable, that Iffland, who, in his written plays, aims at the most ample breadth, in his acting, conjures up again the conciseness and terseness of plays that are extemporized. How different our stage would seem, if he had not been forced to take this roundabout way [...]" (15 Jan. 1813). - Somewhat brownstained and wrinkled; slight edge defects; traces of folds and sewing. Numbered at the upper edge by a contemp. hand: "21"; "33"; "37". {BN#24713} (more)
[Jesuitendrama]. Augusta liberata. Melodrama. [Dillingen], Johann Leonhard Brönner, 1769. (64) SS. Mit einigen Zierstücken in Holzschnitt. Halbpergamentband um 1880. Folio.
€ 850
Einzige Ausgabe. Durchgehend zweisprachig im lateinisch-deutschen Paralleltext: "La trad. en vers allemands en regard. - La dédic. est signée: 'Societas Jesu quae Dilingae est'" (de Backer/S.). Gewidmet Clemens Wenzel von Sachsen, Erzbischof von Trier. - Papierbedingt durchgehend etwas gebräunt; gegen Ende auch fleckig und mit Wurmspur im Text. Selten; nur 5 Exemplare in Bibliotheken nachweisbar (BSB, UB München, UB Augsburg, Dillingen, Univ. of Michigan). - De Backer/Sommervogel III, 82, 369. OCLC 36376093. {BN#19903} (more)
Jünger, Johann Friedrich. Der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht. Ein Lustspiel in drey Aufzügen. Wien, J. B. Wallishausser, 1803. 80 SS. Gelbe Broschur der Zeit mit gezeichneter dekorativer Umschlagsgestaltung. 8vo.
€ 75
Für das k. k. Hoftheater erschienene Einzelausgabe des Lustspiels in einer origenellen zeitgenössischen Broschur mit Umschlagillustration in brauner Federzeichnung. Am vorderen Umschlag allegorische Theatermasken und Musikinstrumente; am hinteren Umschlag in reicher Rahmung schön kalligraphierte Titelangabe. - Johann Friedrich Jünger (1756 Leipzig - 1797 Wien) wirkte vorerst in Leipzig als Schriftsteller und lernte durch den Verleger Göschen 1785 Friedrich Schiller kennen. 1787 zog er nach Wien, wo er als Hoftheaterdichter und Dramaturg am Burgtheater arbeitete; wegen finanzieller Probleme 1794 entlassen, starb er nach wenigen Jahren an einem schweren Gemütsleiden. - Goedeke IV/1, 613, 21. Vgl. WG² 39. Hadamowsky 668. {BN#9380} (more)
Knecht, Justin Heinrich. Allgemeiner musikalischer Katechismus oder kurzer Inbegriff der allgemeinen Musiklehre zum Behufe der Musiklehrer und ihrer Zöglinge. Neueste, verbesserte und vermehrte Auflage. Wien, (Anton Strauß für) S. A. Steiner & Co., 1822. (4), 107, (1) SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo.
€ 150
Etwas spätere Ausgabe (EA Biberach 1803). - Der Musiker und Dirigent Justin Heinrich Knecht (1752-1817) "erhielt von seinem Vater, einem Kantor, Gesangs- und Violinunterricht und als Schüler des Esslinger Kollegiatstifts weitere Ausbildung im Generalbaß- und Orgelspiel. 1771-92 wirkte er als Organist und Dirigent in Biberach, 1807-07 als Hofkapellmeister in Stuttgart. Knecht galt neben Abbé Vogler als bedeutender Organist; als Theoretiker repräsentierte er den Schematismus des Terzenaufbaus" (DBE). - Unbeschnittenn und etwas gebräunt, Broschur lappig; Ecken etwas knittrig. - Vgl. MGG VII, 1267 (andere Ausgg.). {BN#20708} (more)
Laban, Arpad von, Komponist und Pianist (1905-1960). "Pegabus 3". Einblattdruck. O. O. u. D., [1831]. Titel und 3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit drei Beilagen (s. u.).
€ 80
Einblattdruck einer Dichtung von Karl Schloßleitner (1888-1959) zur Musik von Arpad von Laban. Über eine Aufführung des Werkes ist nichts bekannt. Einer (von insg. 2 beiliegenden Programmzetteln) berichtet jedoch von einer Aufführung der Dichtungen "Pegabus I" und "Pegabus II" im Salzburger Stadttheater aus Anlaß des 60. Geburtstages von Franz Karl Ginzkey. - Weiters beiliegend ein Separatdruck aus "Bild und Buch" (Berlin, o. J.) mit je einem kurzen Portrait von Karl Schloßleitner und Arpad von Laban. - Arpad von Laban, 1905 im niedersächsischen Barsinghausen geboren, war als Musiklehrer, Komponist, Orchester- und Chorleiter sowie als Rezensent für das Feuilleton der damaligen Traunsteiner Zeitung "Südost-Kurier" tätig; in Traunstein im Chiemgau betrieb er von 1949 bis 1953 eine Private Singschule. {BN#21309} (more)
Léris, [Antoine] de. Dictionnaire portatif historique et littéraire des théatres, contenant l?origine des différens théatres de Paris [...]. Paris, C. A. Jombert, 1763. XXXIV, 738 SS. Marmorierter Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.
€ 150
Zweite Ausgabe. - Alphabetisches Theaterhandbuch für Frankreich, gegliedert in die Teile ?Schauspiele? und ?Dramatiker?, mit chronologischer Tabelle der Uraufführungen am französischen Hof von 1645 bis 1763 sowie der 1730-64 aufgeführten oder gedruckten Dramen. - Der Literat A. de Léris (1723-95) ?war erster Huissier an der Chambre des Comptes zu Paris? (Jöcher/A.). - Einband an Ecken und Kanten bestoßen. Gelenke geplatzt, Rücken mehrfach gebrochen, Kapitale defekt. Bindung teils gelockert - Barbier I, 983. Jöcher/Adelung III, 1670, 2. {BN#8142} (more)
[Lieder]. Der theatralische Liederfreund oder neuester und vollständige Sammlung der beliebtesten Gesänge aus den vorzüglichsten deutschen Opern. Pest, K. Adolph Hartleben, 1818. (18), 168 SS. Mit gest., ill. Frontispiz (C. Beyer sc.). Marmorierter Pappband der Zeit mit hs. Rückenschildchen. 8vo.
€ 150
Hübsches Textbuch der beliebtesten Arien, Duette und Lieder aus deutschen Opern und Operetten. Als historisch wichtige Sammlung 1995 auf Mikrofilm ediert (Freiburg, Dt. Volksliedarchiv). - Papierbedingt etwas braunfleckig. Am vorderen Vorsatz hs. Kaufvermerk der Zeit: "Vienn bei Tobias Haslinger am Graben No. 618 | Ständchen Serenade von Fr. Schubert". - Kayser III, 553. {BN#16405} (more)
[Lieder]. Liederbuch der Loge zur Versch[wisterung] der Menschheit im Or[ient] Glauchau. 20 Lieder mit Melodien. [Glauchau, um 1880]. 34 SS. Noten mit unterlegtem Text. Blauer Pappband der Zeit mit hs. Titelschildchen. 4to.
€ 350
Bibliographisch und über Bibliothekskataloge nicht nachweisbares Liederbuch der sächsischen Loge, wohl nur zum internen Gebrauch nach einer handschriftlichen Vorlage lithographisch reproduziert. - Papierbedingt minimal gebräunt, sonst tadellos. - Nicht in Wolfstieg. {BN#13194} (more)
[Lieder]. Sammlung von 21 Volksliedern. Wien, Anton Leitner, M. Moßbeck, C. Barth, um 1840. Zusammen 21 gefaltete Bll. Mit je einer Titelillustration in Holzschnitt bzw. Kupferstich. 8vo. Lose in Papierumschlag.
€ 300
Diverse populäre Volkslieder "nach bekannter Melodie", u. a. "Die Schildwacht" von Johann Ernst "nach der Arie des Hobelliedes aus dem Verschwender v. F. Raimund". - Tw. Knickspuren und Randläsuren. {BN#13930} (more)
Löhle, Franz. Theater-Catechismus oder Humorische Erläuterung verschiedener vorzüglich im Bühnenleben üblicher Fremdwörter. Eine Toilettengabe für Freundinnen des Theaters [...]. München, Piloty & Löhle, [1840]. 105, (3) SS. Mit lithographiertem Titel und 10 lith. Tafeln von Karl Seitz. Illustrierte Originalbroschur. 8vo.
€ 350
Erste Ausgabe des seltenen satirischen Werkes zum zeitgenössischen Theater, über Bibliotheks- und Verbundkataloge zumeist nur der Reprint von 1988 nachweisbar. Die reizenden Illustrationen bringen u. a. Darstellungen von Fanny Elsler im Ballett "Grazie" und Ferdinand Raimund in der Posse "Der Bauer als Millionär". - Im ersten Drittel leicht wasserrandig, vereinzelt minimal braunfleckig. - Rümann 2401. Nagler XVI, 225, 7. {BN#12278} (more)
Manfredini, Vincenzo. Regole armoniche o sieno precetti ragionati per apprender la musica. Seconda edizione corretta, ed accresciuta. Venice, Aldolfo Cesare, 1797. Large 8vo. (4), 207, (1) pp. With 20 folding engr. plates of musical notes. (Bound with) II: Asioli, B[onifacio]. Principi elementari di musica adottati dal R. Conservatorio di Milano per le ripetizioni giornaliere degli alunni. Mailand, (Carlo Dova for) Giovanni Ricordi, [1811]. 49, (3) pp. With 3 folding engr. plates of musical notes. Contemp. half calf with giltstamped title to spine.
€ 1,500
| Second edition of this splendid instructional work (first published by Zerletti in 1775). Treats the entire field of singing technique, common musical ornaments and instrumental flourishes, and the rules of accompaniment and harmonization. In addition, Manfredini provides advice on how to interpret certain pieces (cf. MGG). V. Manfredini (1737-99) had been Kapellmeister of Empress Katharine II and teacher of her son Paul before retiring to Bologna in 1768, where he wrote his present chief theoretical work. His views on voice instruction drew severe criticism from Mancini. "The second edition (Venice, 1797) was much revised and enlarged with new sections on singing and counterpoint" (New Grove). - Bound with the undated "seconda edizione" of Asioli's principal instructional work, the "Principi elementari de musica" (first published in Milan in 1809). Asioli enjoyed a great teaching reputation; Mozart's son was among his students. Next to Simon Mayr, Asioli was regarded as one of the foremost masters in Italy. His writings on musical theory and methodology remained influential throughout most of the 19th century (cf. MGG I, 753f.). Rare in all editions; no copy at auctions since 1950. - Spine somewhat rubbed; interior slightly browned due to paper. Altogether a fine sammelband containing two important works of theoretical and practical musical instruction. - I: Hirsch I, 343. Eitner VI, 299. New Grove XI, 615. MGG VIII, 1580. RISM B/VI, 533 & M-019b. ICCU CFIE 24653. OCLC 17704373. Cf. Fétis V, 427. Wolffheim I, 800. Gregory/Bartlett I, 164. - II: Eitner I, 218. Cf. MGG I, 754. New Grove I, 656. {BN#19891} (more) |
Marsollier des Vivetières, Benoît-Joseph. Die zwey Blinden von Toledo. Eine komische Oper in einem Akte. Nach Marsollier. Die Musik ist von Herrn Mehul. Für die k. k. Hoftheater. Wien, Johann Baptist Wallishausser, 1806. 54, (2) SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo.
€ 60
Erste deutsche Ausgabe von "Les Deux Aveugles de Tolède", der im Druckjahr in Paris erstaufgeführten komischen Oper von Étienne-Nicolas Méhul. - Durchgehend braunfleckig; Einband angestaubt. - Fromm 17146. {BN#21007} (more)
[Mechanisches Theater]. Mechanisches Theater der Pygmäer. Mit höchster Bewilligung [...]. Der vom Blitz getroffene Atheist, oder: Il Convitato di Pietra. [Weimar], 14. XII. 1809. Theaterzettel. 1 S. Folio (ca. 215:345 mm).
€ 900
Ankündigung für das sonst nicht nachweisbare "Mechanische Theater der Pygmäer", mit dem "Herr Verdant" aus St. Petersburg Ende 1809 in Weimar gastierte. "Ein großes Schauspiel nach dem Italienischen, geziert durch neue Decorationen, die von einem der ersten Künstler zu Moskau gemacht worden. (Alle diese Decorationen verändern sich plötzlich wie in der großen Oper zu Paris.) In diesem Stück kommt ein Sturm vor, aufs natürlichste abgebildet; eine mechanische Figur, die auf einen Leuchtturm klimmt und ihn anzündet, um die durch den Sturm zerstreuten Schiffe zu leiten; und ein Gewitter, während dem ein Schiff vom Blitz und von den Wellen verschlungen wird. Ueberdem werden Zwischenspiele der artigsten Verwandlungen, ländliche Tänze, auch ein Ballet der Furien gegeben werden, die brennende Fackeln tragen, Feuer und Flammen speyen und den Atheist in der Hölle quälen. Den Beschluß des Schauspiels macht ein prachtvoller Feuerregen mit glänzenden Sternen, durch welchen der Atheist verzehrt wird [...] Der Schauplatz ist im Stadthaus [...] Entree-Billets sind im Gasthof zur goldnen Sonne zu haben". - Braunfleckig und etwas knittrig; einige Einrisse. Zeitgenöss. hs. Numerierung "160" im Oberrand. {BN#24618} (more)
[Mechanisches Theater]. Mechanisches Theater der Pygmäer. Mit höchster Bewilligung [...] Harlekin, Prinz durch Magie, oder: Die erkannte Unschuld. Ein großes Schauspiel, in welchem Harlekin siebenmal seinen Anzug verwechselt, ohne daß ihn die Zuschauer aus dem Gesichte verlieren. [Weimar], 15. XII. 1809. Theaterzettel. 1 S. Mit Holzschnittvignette am Blattkopf. Folio (ca. 215:360 mm).
€ 900
Ankündigung für das sonst nicht nachweisbare "Mechanische Theater der Pygmäer", mit dem "Herr Verdant" aus St. Petersburg Ende 1809 in Weimar gastierte. "Man wird das Herabsteigen der Götter vom Olymp auf die Erde und ihre Versammlung in Jupiters Pallast sehen. Gewitter etc. etc. und eine Haupt-Repetition der ganzen Verwandlung. Die Zuschauer werden durch diese Figuren, die ein kunstvoller Mechanismus in Bewegung setzt, sich sehr überrascht finden. Die schnelle Veränderung der Decorationen des Theaters, die Schönheit der Figuren, das richtige Verhältniß ihres Körpers, und das Natürliche in ihren Bewegungen, ist so vollkommen, daß nichts zu wünschen übrig bleibt. Die Decorationen werden sich eben so, als in der großen Oper zu Paris, in einem Augenblick verändern. Den Beschluß macht ein Chinesisches Ballet, welches zum Erstenmal gegeben wird [...] Der Schauplatz ist im Stadthaus [...] Entree-Billets sind im Gasthof zur goldnen Sonne zu haben." - Braunfleckig und etwas knittrig; einige Einrisse und alt hinterlegte Eckausrisse. Zeitgenöss. hs. Numerierung "159" im Oberrand. Verso alt bezeichnet: "Schatten-Spiel". {BN#24710} (more)
[Mechanisches Theater]. Mechanisches Theater der Pygmäer. Mit höchster Bewilligung [...] Der von einem Wallfisch verschluckte und vom Neptun beschützte Harlekin. [Weimar], 17. XII. 1809. Theaterzettel. 1 S. Mit 2 Holzschnittvignetten am Blattkopf. Folio (ca. 220:355 mm).
€ 950
Ankündigung für das sonst nicht nachweisbare "Mechanische Theater der Pygmäer", mit dem "Herr Verdant" aus St. Petersburg Ende 1809 in Weimar gastierte. "Dieses große Schauspiel prangt mit einer Menge von Decorationen, Verwandlungen, Intermezzo's u.s.w. Nichts ist versäumt worden, es zu verschönern. Außer den angenehmen Scenen, in welchen Harlekin sowohl, als verschiedene Fische vom Wallfisch verschluckt werden, wird das verehrungswürdige Publikum Neptun aus dem Schooße des Meeres auf einer Seemuschel emporsteigen sehen, von Seepferden gezogen, und von verschiedenen Gruppen, Tritonen, Nereiden und Syrenen begleitet. Die Decorationen werden sich eben so, als in der großen Oper zu Paris, in einem Augenblick verändern. Das Schauspiel wird durch einen Tanz auf dem strammen Seile von einer mechanischen Figur, die alle Pas, welche die Tanzkunst erfordert, macht, beschlossen. Se. Majestät Napoleon gekrönt von der Siegesgöttin. Den Beschluß macht ein Ballet [...] Der Schauplatz ist im Stadthaus [...] Entree-Billets sind im Gasthof zur goldnen Sonne zu haben." - Braunfleckig und etwas knittrig; einige Einrisse und alt hinterlegte Eckausrisse (minimaler Textverlust). Zeitgenöss. hs. Numerierung "158" im Oberrand. {BN#24711} (more)
[Mechanisches Theater]. Mechanisches Theater der Pygmäer. Heute zum Letztenmal [...] Die Abreise und Bataille des General Marlborough. Eine große Pantomime. [Weimar], 22. XII. 1809. Theaterzettel. 1 S. Folio (ca. 213:355 mm).
€ 800
Ankündigung für das sonst nicht nachweisbare "Mechanische Theater der Pygmäer", mit dem "Herr Verdant" aus St. Petersburg Ende 1809 in Weimar gastierte. "Dieses noch nie gegebene Stück besteht aus einer großen Menge Verwandlungen, nämlich: 1) Erscheint der Gott Mars auf einem von zwey Löwen gezogenen Wagen, dessen Ankunft eine Trompete verkündet. Der Wagen verwandelt sich in ein Schloß. 2) Der feyerliche Ausmarsch des Generals und sein Abschied von seinem Vater und seiner Gemahlin. 3) Abreise des Generals mit seinem Pagen. 4) Das Schlachtfeld, die beyderseitigen Armeen, das Manövre und die Schlacht. 5) Ein todtes Pferd verwandelt sich in einen 4spännigen Wagen, auf welchen Todte und Verwundete gelegt werden. 6) Ein hinkendes Pferd verwandelt sich in ein Zelt, aus dem ein Gefolge heraustritt. Das Ganze verwandelt sich nochmals in ein Todtenbahre, auf welcher ein General von 4 Offizieren getragen wird, indem das Gefolge aufzieht und nachschreitet [...] 10) Das Mausoleum verwandelt sich in einen Haufen Soldaten, die im Schritt vorbey marschieren. - Auf das Costüme der Personen dieses Schauspiels ist vorzügliche Aufmerksamkeit verwendet worden, und man hat nichts unterlassen, diese Vorstellung interessant zu machen. Die Decorationen werden sich eben so, als in der großen Oper zu Paris, in einem Augenblick verändern. Vor dieser Pantomime wird zum Erstenmal gegeben: Harlekin der Wächter der Frauen, oder: Das schlecht bewachte Haus. Das Schauspiel wird durch einen Tanz auf dem strammen Seile von einer mechanischen Figur, die alles Pas, welche die Tanzkunst erfordert, macht, beschlossen. In diesem Schauspiele wird man die Ehre haben vorzustellen: Se. Majestät Napoleon gekrönt von der Siegesgöttin. Den Beschluß macht ein Chinesisches Ballet [...] Der Schauplatz ist im Stadthaus [...] Entree-Billets sind im Gasthof zur goldnen Sonne zu haben." - Braunfleckig und etwas knittrig; einige Einrisse. Zeitgenöss. hs. Numerierung "161" im Oberrand. {BN#24712} (more)
Mendelssohn-Bartholdy, Felix. Paulus. Oratorium nach Worten der heiligen Schrift. Wien, J. B. Wallishausser, [wohl um 1840]. 16 SS. Papierschirting der Zeit. 8vo.
€ 65
Früher Druck des Textes des beim Niederrheinischen Musikfest (22./23. Mai 1836) unter Mendelssohns Leitung in Düsseldorf uraufgeführten Oratoriums. {BN#2014} (more)
Mercier, Louis Sebastien. Der Schubkarn des Eßighändlers. Ein Lustspiel in drey Aufzügen. Für die k. k. Hoftheater. Wien, J. B. Wallishausser, 1803. 90 SS. Mit kl. Titelvignette in Holzschnitt. (Beigebunden) II: Frech von Ehrimfeld, Tobias. Die Liebhaber im Verborgenen, oder die doppelte Beschämung. Ein Lustspiel in einem Akt. Aufgeführt in k. k. priv. Theater an der Wien. Ebd., 1804. 36 SS. Blaue Interimsbroschur. 8vo.
€ 50
Zwei um 1800 an den Wiener Theatern aufgeführte Komödien. Schlichtes Exemplar aus der Bibliothek des Forschungsreisenden Graf Hans von Wilczek (1837-1922) mit seinem Bibliotheksetikett am Hinterdeckel. {BN#20987} (more)
(Metastasio, Pietro). Betulia Liberata. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. padri della Congregazione dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1785. XXII SS., l. w. Bl. Mit Holzschnittvignette am Titel. Spuren alter Heftung. 12mo.
€ 150
Singspiel-Libretto zur Musik von Niccolò Jommelli, "maestro di Cappella Napolitano". - OCLC 25322303. {BN#24490} (more)
(Metastasio, Pietro). La morte di Abele. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. PP. della Congregazione dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1741. 23, (1) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Buntpapierpappband. 12mo.
€ 150
Wohl dritte Ausgabe des Singspiel-Librettos (zur Musik von Leonardo Ortensio Salvatore di Leo [1694-1744]). - ICCU DE 3041100996. {BN#24485} (more)
(Metastasio, Pietro). S. Elena al Calvario. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. PP. della Congregazione di S. Filippo Neri di Venezia. Venice, no printer, 1744. 12mo. 23, (1) pp. With 3 woodcut vignettes. Modern boards.
€ 150
| Somewhat later edition of the libretto (music by Leonardo Ortensio Salvatore di Leo [1694-1744]). - OCLC 28984015. Cf. Enc. dello Spettacolo VI, 1392 (1732) and VII, 505 (1731). {BN#24484} (more) |
Molière [d. i. Jean-Baptiste Poquelin]. Der Betbruder. Ein Lustspiel in fünf Aufzügen. Nach Molier's Tartüff frei übersetzt. Berlin, Johann Friedrich Unger, 1787. 118 SS. Marmorbroschur der Zeit. 8vo.
€ 70
Noch recht frühe deutsche Übersetzung (durch Friederike Helene Unger) von Molières "Le Tartuffe" (Erstdruck 1682; erste dt. Bearb. 1743). Schlichtes Exemplar aus der Bibliothek des Forschungsreisenden Graf Hans von Wilczek (1837-1922) mit seinem Bibliotheksetikett am Hinterdeckel. - Fromm 18037. {BN#21004} (more)
[Molière (d. i. Jean-Baptiste Poquelin)]. Le mariage forcé. Paris, Jean Corneille (fingiert?), 1710. (48) SS. Interimspappband der Zeit. 12mo.
€ 200
Etwas spätere, seltene Ausgabe der Ballettkomödie von Molière und Lully, erstmals 1664 im Louvre aufgeführt. - Am Titel Stempel "Ex Bibliotheca Madocsanyi"; Vorderdeckel mit Bibliothekschildchen derselben Bibliothek (Madocsanyi de Horocz). - Kein Exemplar in der BnF. - A. Gill, Rezension von A. J. Guibert (Hrsg.), Le docteur amoureux, in: French Studies XV, 1 (1961), S. 54-57, hier: S. 55. {BN#22735} (more)
Moreto [y Cabaña], Agustín. Comedia Famosa. El Desden con el Desden. Dresden, en la imprenta Real, 1825. 120 SS. Marmorierte Broschur der Zeit. Kl.-8vo.
€ 80
In Dresden gedruckte Ausgabe von Moreto y Cavanas Hauptwerk, der Typenkomödie "Verachtung wider Verachtung" (EA Madrid 1654). - Selten; nur 4 Exemplare dieser Ausgabe in Bibliotheken nachgewiesen (Dresden; Göttingen; Halle; Cambridge). - OCLC 46277863. Vgl. KNLL XI, 968. Vgl. Kayser (Schauspiele) 67 (Ausg. Leipzig, Fleischer, o. J.). {BN#14126} (more)
Mozart, Leopold / Eberlin, Johann Ernst. Der Morgen und der Abend, den Innwohnern der Hochfürstl. Residenz-Stadt Salzburg melodisch und harmonisch angekündigt. Oder: Zwölf Musikstücke für das Clavier, deren eines täglich in der Vestung Hohensalzburg auf dem sogenannten Hornwerke Morgens und Abends gespielet wird. Augsburg, Johann Jakob Lotters Erben, 1759. Small oblong folio (315 x 204 mm). (24) pp. (A-F2). Contemp. orange gilt brocade boards with marbled endpapers. Edges sprinkled in red.
€ 9,500
| A very fine copy of one of only two publications of Leopold Mozart?s music published in his lifetime: "The Morning and the Evening, notified to the Inhabitants of the Grand Ducal Residence City of Salzburg, in melodic and harmonic manner: 12 Pieces of Music for the Clavier of which one is played daily on the so-called 'Hornwerk' (mechanical music) every Morning and Evening: published at the Request of many Amateurs, and provided with a short History of the Fortress of Hohen-Salzburg and its Origin?". - "There follow 12 keyboard pieces, one for each month, as well as four pages of variations on the March piece" (Rosenthal). Numbers 1, 4, 8, 11 and 12 are by Eberlin (the pieces for January, April, August, November and December) and nos. 2, 5-7, 9 and 10 by L. Mozart, adding six variations: "Veränderungen, die über das Stück für den Merz eingerücket sind; diese Veränderungen sind aber nicht auf dem Hornwerke, sondern erst itzt von demselben, bey dieser Herausgabe dazu verfertiget worden". In the historical preface L. Mozart points out the surprising fact that the musical box, which has 200 pipes, gives out ?a so-called shout? ["ein so genanntes Geschrey"] before each performance, which is nothing less than a squawking F major chord. Mozart's and Eberlin's compositions are short diatonic pieces of 16 to 36 bars which frequently bear descriptive titles: "Carnival" (Die Fastnacht, no. 2), "hunting" (Die Jagd, no. 9), and "Lullaby" (Das Wiegenlied, no. 12). With regard to these small pieces Leopold remarks at the end of his introduction: "If reproachful, jealous and agitated souls cannot hide their contemptible and naïve views in the face of this little trifle as well as happened on the publication of my violin tutor [in 1756], I will only laugh at them!" This kind of remark is typical of Leopold's oversensitive and difficult character (which comes across very frequently in his letters). - Binding slightly rubbed; corners insignificantly bumped. A clean and very appealingly bound copy. Extremely rare; not in international auction records of the last decades. {BN#24519} (more) |
(Pampani, Antonio Gaetano). S. Maurizio e compagni martiri. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. PP. della Congregazione di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1752. 24 SS. Mit Holzschnittvignette am TItel. Buntpapierbroschur der Zeit. 12mo.
€ 150
| Etwas spätere Ausgabe des Singspiel-Librettos. A. G. Pampani (1705-75) wird auf S. 2 genannt als "accademico filamonico, maestro di cappella nell' Ospedaletto". - ICCU DE 3041101226. OCLC 61891510. {BN#24473} (more) |
(Pampani, Antonio Gaetano). L'Innocenza Rispettata. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. padri della Congregazione dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1749. XXII SS., l. w. Bl. Mit Holzschnittvignette am Titel. Spuren alter Heftung. 12mo.
€ 150
Singspiel-Libretto zur Musik von A. G. Pampani, "accademico filamonico, maestro di cappella nell' Ospedaletto". {BN#24489} (more)
Peche, Martin / Wetscherek, Hugo. Josef Schrammel. Kommentiertes Nachlaßverzeichnis. Mit einem Katalog der in eigenhändiger Niederschrift überlieferten Werke, Auszügen aus unveröffentlichten Quellen und einer historischen Würdigung des Quartetts von Heinz Hromada. Wien, Inlibris, 2000. 120 SS. Mit zahlreichen Abbildungen. Illustrierte Broschur. 8vo.
€ 22
Verzeichnet in über 500 Katalognummern den Werknachlaß Josef Schrammels, der im Jahr 2000 geschlossen an die Stadt Wien verkauft werden konnte. Zahlreiche bisher unzugängliche Dokumente und Quellen werden hier erstmals ausführlich beschrieben und ausgewertet, darunter Briefe an Josef Schrammel, zahlreiche Eigenkompositionen sowie das unveröffentlichte Tagebuch einer Orientreise, zu der Josef Schrammel als siebzehnjähriger Musiker aufbrach, um 1871 wieder nach Wien zurückzukehren. Mit Personenregister. [ISBN 3-9500813-3-X] {BN#1569} (more)
[Ponte, Lorenzo da / Mozart, Wolfgang Amadeus]. Don Juan. Ein Singspiel in zwey Aufzügen. Aus dem Italienischen. Die Musik ist vom weil. Herrn Mozart. O. O. u. Dr., [nach 1791]. 82 SS. Bedr. Originalbroschur (hinterer Umschlagdeckel fehlt). 8vo.
€ 400
Seltene, bibliographisch unbeschriebene Libretto-Ausgabe von Mozarts Oper. Wie der Titelvermerk zeigt, nach Mozarts Ableben gedruckt, jedoch noch dem 18. Jahrhundert angehörig. - Etwas fleckig und gebräunt; einige Eckläsuren. Bindung gelockert; eine Lage lose. - Vgl. KV 527. Nicht bei Sonneck, Krummbiegel, Hirsch etc. {BN#24504} (more)
Prokofjew, Sergei. Woina i mir. Moskau, gos. muzykal'noe izd-vo, 1958. 3 Originalleinenbände mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel. 459, (1) SS. 289, (3) SS. 430, (2) SS. Mit 1 gedr. Portraitfrontispiz. Gr.-4to. [Dabei:] Ders. (1891-1953). Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 1931. Mit eh. Notenzitat (1 Takt) aus der Oper "Die Liebe zu den drei Orangen" (op. 33). 130:90 mm.
€ 4,500
| Erste Ausgabe der Partitur von "Krieg und Frieden" (op. 91; nach dem Roman Tolstois), posthum in 1000 Exemplaren erschienen. Vorliegendes Exemplar angereichert durch ein lose beiliegendes eigenhändiges Albumblatt Prokofjews mit Notenzitat. Das mitabgedruckte Libretto verfaßte der Komponist gemeinsam mit seiner zweiten Lebensgefährtin, Mira Mendelson. Die Arbeit an der 1941 entstandenen und 1946-52 umfassend revidierten Oper bestimmte die letzten zwölf Jahre seines Lebens: "The outbreak of the war gave impetus to a project Prokofiev had sketched out in spring 1941, for an opera based on 'War and Peace'. His initial plan for a small-scale, intimate opera which would highlight the personal dramas in the novel was expanded, by the war aspects in particular, and [...] in August 1941 he began the music [...] The following April, he finished 'War and Peace' [...] He sent the score of the opera to Moscow for approval, and in the meantime began its orchestration [which he completed] in March 1943 [...] Following the advice of the Committee on the Arts in Moscow, Prokofiev had drastically revised the opera in the process; the war scenes had been extended and the patriotic elements strengthened. It was no longer an intimate opera but an epic and heroic work. Prokofiev's incentive in revising the score was the promise of a production of the opera at the Bol'shoy at the end of 1943, for which Eisenstein was to design the sets [...] But, as had happened so often, the performance was first cancelled, then postponed indefinitely. Throughout the rest of his life Prokofiev continually made revisions and additions to 'War and Peace', including the composition of two new scenes, in a series of attempts to secure performances. It was only in 1957, however, after his death, that anything like a complete version of the opera was staged" (New Grove). Als 1948 das ZK Prokofjews Werke "formalistischer Perversionen" bezichtigte, geriet insbesondere "Krieg und Frieden" unter Beschuß. - Ecken minimal bestoßen, sonst sehr wohlerhalten. Durchgehend in russischer Sprache. Erschienen als Teil 6 der Werke (Sobranie sochinenii); Verlagsnummern M. 26793a G., M. 26793b G. und M. 26793v G. - OCLC 19801829. New Grove 15, 298. MGG 10, 1649. {BN#17693} (more) |
Proksch, Josef. Allgemeine Musiklehre in zwei Abtheilungen. Dargestellt nach pädagogischen Grundsätzen in Frage und Antworten, sowohl zum Privatstudium als auch zum Vortrag in höhern Schulen und Lehranstalten. Prag, Carl Bellmann, 1857. 2 Teile in 1 Band. (4), 92 SS. (8), 148 SS. Blauer Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und floral geprägtem Deckelbezug. Dreiseitiger marmorierter Farbschnitt. 8vo.
€ 180
| Erste Ausgabe des musikpädagogischen Hauptwerks des bedeutenden böhmischen Pianisten und Klavierpädagogen Proksch (1794-1864), Lehrer u. a. von Smetana. - Der seit seinem 13. Lebensjahr blinde Proksch studierte Musik in Prag und unternahm 1817/18 eine Konzertreise nach Olmütz, Brünn, Preßburg, Pest, Graz und Wien. Nach seiner Rückkehr nach Reichenberg gründete er eine Musikschule, deren Leitung 1830 sein Bruder Anton übernahm. "1830 ging er nach Prag, wo er ein weiteres Musikinstitut gründete, das auch im Ausland anerkannt war und später von seinen Kindern weitergeführt wurde. Das von ihm entwickelte Lehrsystem beschrieb Proksch u. a. in seiner 'Allgemeinen Musiklehre' (1857)" (DBE). - Papierbedingt etwas braunfleckig; einige Bleistiftanstreichungen der Zeit. - ÖBL VIII, 304. Wurzbach XXIV, 9. {BN#19792} (more) |
Quinault, Philippe. Armide. Eine große Oper in fünf Aufzügen. Nach dem Französischem des Quinalt [!]. Die Musik ist vom Ritter Gluck. Wien, Johann Baptist Wallishausser, 1808. (2), 43, (3) SS. Schlichter Halbleinenband um 1900, die Buntpapierbroschur der Zeit mitgebunden. 8vo.
€ 60
Wiener Nachdruck der erstmals ca. 1776 erschienenen Übersetzung durch Julius von Voß. "Armide" (1686), Quinaults wohl erfolgreichstes Libretto, war zugleich seine letzte Arbeit für die Bühne. - Exemplar aus der Bibliothek des Forschungsreisenden Graf Hans von Wilczek (1837-1922) mit seinem Bibliotheksetikett am Hinterdeckel. - Vgl. Fromm 20990 (Berliner Ausg. v. 1805). {BN#21005} (more)
Rambach, Friedrich. Margot; oder: Das Mißverständniß. Ein Lustspiel in einem Acte. Graz, o. Dr., 1798. 52 SS. (Beigebunden) II: Iffland, August Wilhelm. Die Hagestolzen. Ein Lustspiel in fünf Aufzügen. Graz, o. Dr., 1798. 132 SS. (Beigebunden) III: Hagemann, Gustav. Der Fremdling. Luftspiel in vier Aufzügen. Graz, o. Dr. 1798. 84 SS. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen ("Lustspiele"). 8vo.
€ 140
Grazer Nachdrucke dreier Komödien der Wiener Bühne des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Einband berieben; Ecken bestoßen. Innen etwas braunfleckig; Grieffregister ein- bzw. ausgerissen. Aus der Bibliothek des Forschungsreisenden Graf Hans von Wilczek (1837-1922) mit seinem Bibliotheksetikett am Hinterdeckel. {BN#21006} (more)
[Renz, ...?]. 25 Jahre aus dem Leben eines Schauspielers, nebst einigen Bemerkungen und gutgemeinten Vorschlägen in Betreff der jetzigen Bühnen-Zustände. Wien, J. B. Wallishausser, 1852. VI, 74 SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo.
€ 50
Anonyme Autobiographie eines biographisch für uns nicht fassbaren, 1809 in Berlin geboren "Provinz-Schauspielers", der jahrelang im österreichischen Raum spielte. "Ich habe durch 25 Jahre die Erfahrung gemacht, daß das Publikum an meinem Unglücke Schuld ist, ohne es zu wollen. Hätte es mich nicht überall durch so vielen Beifall ausgezeichnet und aufgemuntert, so hätte ich längst einen andern Lebensweg betreten, wozu es jetzt leider zu spät ist" (Schluß). - Sauber und ungebräunt; altes Bibliotheksetikett am Umschlag. - Nicht in Holzmann/Bohatta. {BN#2230} (more)
[Restoration Plays]. Rowe, N[icholas]. The Ambitious Step-Mother. A Tragedy. London [d. i. Den Haag], printed for the Company [of booksellers; d. i. Thomas Johnson], [1715]. 92, (4) SS. (Beigebunden) II: Cibber, [Colley]. The Non-Juror. A Comedy. London [d. i. Den Haag], printed for T[homas] J[ohnson] & are sold by the Booksellers of London & Westminster, 1718. 110, (2) SS. (Beigebunden) III: Dryden, [John]. All for Love: or, The World Well Lost. A Tragedy. Written in Imitation of Sakespear's [!] Stile. [Den Haag], printed for T. Johnson, 1720. 101, (1) SS., l. w. Bl. (Beigebunden) IV: Banks, John. The Unhappy Favourite: or, The Earl of Essex. A Tragedy. London [d. i. Den Haag], printed for the Company [of booksellers; d. i. Thomas Johnson], [1711 oder 1730?]. 85, (3) SS. Lederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen ("Tragedy") und hübscher floraler Rückenvergoldung. Dreiseitiger Rotschnitt. Marmorvorsätze. 8vo.
€ 850
Hübscher Sammelband von vier englischen Theaterstücken (drei Tragödien und eine Komödie) der Restaurationszeit. I: Frühe Ausgabe von Nicholas Rowes (1674-1718) Erstling, 1700 uraufgeführt und erstmals 1702 gedruckt. "The imprint is false; printed at the Hague by Thomas Johnson. - With a final advertisement leaf headed: 'English plays, neatly & correctly printed, ... & sold by T. Johnson, bookseller in the Hague'" (OCLC). - II: Eine von mehreren Ausgaben im Jahr der Erstausgabe. Cibbers Bearbeitung von Molières "Tartuffe" im Geiste der englischen Whig-Partei (mit beißendem Prolog von Nicholas Rowe) war König George I. gewidmet, der den Autor mit 200 Guineen belohnte und ihn 1730 zum "Poet Laureate" ernannte. - III: Spätere Ausgabe von Drydens Blankverstragödie (Erstdruck 1678), eine Nachahmung von Shakespeares "Antony and Cleopatra" und bis heute sein wohl meistgespieltes Stück. - IV: Spätere Ausgabe von Banks' erstem großen dramatischen Erfolg, der 1682 uraufgeführten Blankverstragödie "The Unhappy Favourite". John Dryden steuerte Prolog und Epilog bei. - Ecken und Kapitale unschön bestoßen, sonst wohlerhalten. {BN#21184} (more)
[Richter, Josef]. Die Regierung des Hanswurstes. Eine Komödie aus dem vorigen Jahrhundert. (Aus dem Leibstuhl eines alten Präsidenten.) Zweite, mit dem Handbillet des Hanswurstes vermehrte Auflage. Salzburg, o. Dr., 1786. 48 SS. Interimsbroschur der Zeit. 8vo.
€ 350
Seltene Hanswurstiade von Josef Richter, dem Begründer der "Eipeldauer-Briefe". - Leicht braunfleckig bzw. wasserrandig. - Holzmann/Bohatta VI, 7210. Wurzbach XXVI, 60. Nicht bei Gilhofer (Literatur in Ö). {BN#20608} (more)
Rosenau, Ferdinand. Die Gunst der Kleinen, oder: Die Hintertreppe. Lustspiel in einem Aufzuge. Wien, Ludwig Mausberger, 1823. 40 SS. Mit einem lithogr. Frontispiz. Marmorierte Broschur der Zeit. 8vo.
€ 180
Erste Ausgabe von Rosenaus deutscher Bearbeitung, durchgehend und recht detailliert in Bleistift für eine zeitgenössische Aufführung mit Bühnenanweisungen und Textstrichen versehen. Das Stück wurde am 15. April 1820 im Leopoldstädter Theater erstaufgeführt. Rosenau (1789-1841) ?war Schauspieler in Helden-, später in lokalkomischen Rollen in Linz an der Donau u. seit 1814 am Leopoldstädter Theater in Wien, 1818-21 Leiter des dort. Josefstädter Theaters, 1822 des Theaters in Hietzing das. u. seit 1823 des Theaters in Laibach, worauf er die Redaktion der 1826 gegründeten ?K. K. Agramer polit. Zeitung? übernahm. Fruchtbarer Bühnenschriftsteller? (Kosch III, 2306). Nur wenige seiner Stücke wurden gedruckt. - Die äußerst seltene lith. Tafel (?Carl Neubruck als Barbier in ?Gust der Kleinen??) stammt von Josef Lanzedelly (1774-1832), ?nicht nur der vielseitigste, sondern auch der produktivste Wiener Lithograph in der Frühzeit der neuen Druckart [...] Wohl der erste berufsmäßige Lithograph in Wien, der sich fast ausschließlich dieser Tätigkeit widmete? (Thieme/Becker XXI, 365). - Mit hs. Besitzvermerk ?Brabbée? und Stempelung am Titel, am vorderen Spiegel montiertes typographisches Exlibris. Selten. - ÖBL (DBA II 1098, 105). Gilhofer-Lit. in Ö. 3574. G. XI/2, 359, 37. ÖNB-Theater-Slg. III, 156. Bauer 1853 (als Oper; Erstauff. in d. Hofoper 1833). Mayer 6584. Giebisch-G. 338. Nicht bei Wurzbach XXVI, 362. Nicht bei Fromm. Vgl. Teatralia Radenin, 2895 (Bearbeitung von I. v. Plötz, 1822). {BN#3354} (more)
(Rossi, Gaetano). Chiara di Montalbano in Francia. Melodramma semiserio in due atti. Da rappresentarsi nel' I. R. Teatro alla Scala l' autumno 1835. Mailand, Luigi di Giacomo Pirola, 1835. 64 SS. Halbleinenband um 1900. 8vo.
€ 80
Frühe Textausgabe von Luigi Riccis (1805-59) Oper "Chiara di Rosemberg", auch bekannt unter dem vorliegenden Titel (Erstaufführung 11. Oktober 1831 an der Mailänder Scala mit Giuditta Grisi in der Titelrolle). Das Libretto stammt von Gaetano Rossi (1774-1855). Gedruckt für eine Wiederaufführung an der Scala mit Sofia Schoberlechner in der Hauptrolle. "Un trionfo di grosse proporzioni" (Enc. di Spett. VIII, 932). - Am Schluß unbedeutend fleckig bzw. wasserrandig; insgesamt gutes Exemplar. - Vgl. Enc. dello Spettacolo VIII, 1229. {BN#15324} (more)
Rossi, Gaetano. Semiramide. Melo-dramma tragico. Spalato (Split), G. A. Piperata & figlio, 1828. 46 SS., l. w. Bl. Broschur. 8vo.
€ 70
Frühe Textausgabe von Gioachino Rossinis Oper "Semiramide" (1823), nach Voltaires Trauerspiel "Sémiramis" (1748). Das Libretto stammt von Gaetano Rossi (1774-1855). Gedruckt für eine Aufführung im Frühjahr 1828 im dalmatinischen Spalato (heute Split in Kroatien). - Etwas angestaubt bzw. braunfleckig; Ecken stärker knittrig. - Vgl. Enc. dello Spettacolo VIII, 1229 und 1241. {BN#22741} (more)
Saar, Ferdinand von. Tempesta. Trauerspiel in fünf Acten. Heidelberg, Georg Weiß, 1881. 100 SS. Bedruckte Originalbroschur. 8vo.
€ 30
Vorderer Deckel mit kl. Einriß. {BN#1347} (more)
(Sabatino, Nicolò). Jaele. Componimento sacro per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. padri della Congreg.ne dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, [um 1743?]. 16 SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Buntpapierpappband. 12mo.
€ 150
Singspiel-Libretto zur Musik von N. Sabbatino (1708-96). {BN#24487} (more)
Sbarra, Francesco. Il pomo d'oro: festa teatrale rappresentata in Vienna per l'augustissime nozze delle Sacre Cesaree Reali Maestà di Leopoldo, e Margherita [...]. Vienna, M. Cosmerovius, 1668. Folio. (16), 105, (3) pp. With folding engr. title page and 23 folding engr. plates by Matthäus Küsell after Ludovico Burnacini. Marbled half calf (c. 1900) with giltstamped title to gilt spine.
€ 8,500
| This splendid work, published on the occasion of the formal opening of the Court Theatre in 1667, contains the libretto and stage designs of the eponymous opera, produced in honor of the marriage between Emperor Leopold I. and Infanta Margareta Teresia of Spain. The "Pomo d'oro" is considered one of the 17th century's most significant achievements of the musical stage; Burnacini's imaginative stage designs are known only through these illustrations, congenially engraved by Küsell. The two additional plates which Vinet mentions, depicting interior views of the auditorium, are not contained in any of the copies cnsulted for comparison; they were produced only after Küsell had completed the series and were added to a very small number of copies. As they are not mentioned by the printed table of plates (ff. B1r-B2v), the work may be considered complete thus. - Occasional browning and waterstaining; several plates with signs of old remargining and restoration; slight defect to one plate (some loss to image, retouched). Attractive, uncommonly well-preserved copy in comparison with the five copies sold at auction during the past three decades (four of which were incomplete, wanting the engr. title page or one of the 23 stage-designs). From the collection of the Viennese brewer Joseph Wuensch (1843-1916) with his bookplate and library label on the front pastedown. - VD 17, 39:126553Z (two copies, collations agreeing with the present copy). Kat. der Ornamentstichslg. Berlin 4127 (as here). Vinet 669 (25 plates). Palau 230.777. Thieme/B. V, 264. AKL XV, 253. {BN#20106} (more) |
Schmidlin, Johannes. Singendes und spielendes Vergnügen reiner Andacht, oder: Geistreiche Gesänge, nach der Wahl des Besten gesammlet, zur Erweckung des innern Christenthums eingerichtet, und mit musicalischen Compositionen begleitet. Zürich, David Bürkli, 1792. (8), 941, (1) SS. Durchgehender Text- und Notendruck. Lederband der Zeit auf 4 Bünden über Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten. Dreiseitiger Farbschnitt. Schließen fehlen. Gr.-8vo.
€ 180
Fünfte Ausgabe (EA 1752). - "Erstlings- und Hauptwerk" (MGG) des Zürcher Musikers und Pfarrers J. Schmidlin (1722-72), ein Schüler Bachofens. Schmidlins Gesangbuch "[trug] den Kirchengesang in breite Volksschichten" (MGG) und löste in seiner Pfarre Wetzikon-Seegräben eine Singbewegung aus, die zur Gründung einer großen, jahrzehntelang bestehenden Singgesellschaft führte.- Papierbedingt durchgehend etwas gebräunt bzw. braunfleckig. - MGG XI, 1852. {BN#10080} (more)
Schubert, Franz, composer (1797-1828). Memnon, Antigone und Oedip, v. J. Mayrhofer, und Am Grabe Anselmo's von Claudius. Für eine Singstimme mit Piano-Forte in Musik gesetzt [...] 6tes Werk. Vienna, Diabelli und Comp., [1821]. Oblong folio. 11 pp. Engraved throughout.
€ 7,000
First edition with Schubert's autograph checkmark ("Sch[ubert] m[anu] p[ropria] 220") on last page and printed dedication to the Austrian theater director Michael Vogl. Much rarer than Schubert's first publication ("Erlkönig"), published the same year: no copy in international auction records. Usually, Schubert's autograph checkmarks on his early works are strongly trimmed in the descenders; in the present copy, however, the ckeckmark is entirely untouched by the binder's knife. In the last copy of Schubert's Opus 6 to appear in the trade (Schneider 282 [1985], 128), the checkmark was almost entirely trimmed away. - The fact that the checkmarks are in Schubert's own hand has been disputed (cf. E. Hilmar, ?Anmerkungen zu Schuberts Erstdrucken?, in: Florilegium Musicologicum 1988, 145-154); however, Drüner has made a strong case for their authenticity: ?The problem is indeed more complicated for opuses 1-7 and 96, and in these cases Hilmar?s refusal is too categorical. His main arguments are not correct [...] It is almost certain that on the occasion of the publication of his opus 1-7, Schubert proudly followed the examples given to him by Johann Nepomuk Hummel, who signed his opuses [...] Hummel and Schubert were pupils of Salieri who taught both of them the highest editorial precision. Therefore, the idea of signing definitely came from Schubert [...]? (Otto Haas, cat. 40 [2003], p. 16). For a comparison of handwriting cf. the paraphs pictured by Drüner on p. 16 (Schubert's hand, identical with ours) and 17 (by another hand). Also cf. the inculded illustration of Schubert's identical paraph on his Opus 4 ("Brahms himself identifies Schubert's hand on his copy of 'Der Wanderer' [...]", Sotheby's, 17 May 2002, lot 169]. - Clean, entirely untrimmed copy. Extremely rare thus. - Deutsch 541, 542, 504. Hirsch IV, 479. {BN#17252} (more)
Schubert, Franz, composer (1797-1828). Heimliches Lieben. Das Weinen von Leitner. Vor meiner Wiege von Leitner. An Sylvia von Schakespeare. In Musik gesetzt für eine Singstimme mit Begleitung des Piano-Forte [...]. Vienna, Diabelli und Comp., [1828]. Oblong folio. 19 pp. Title page and score lithographed throughout; publisher's imprint engraved. Contemp. wrappers of green and brown Turkish marbled paper with ms. cover label.
€ 8,500
| First edition, with Schubert's autogr. notes (opus number, publisher's number, price) on the title page; publisher's imprint added later from a separate plate. - While the authenticity of Schubert's initialed checkmarks on his early prints has repeatedly been the subject of scholarly study and dispute, the autograph character of these ms. notes on the present first printing of his last work to be published during his lifetime is considered positively established. They are much rarer, however, than Schubert's initialed scores: no copy is listed in German and international auction records of the past decades. The last sold copy of Schubert's Opus 106 (Schneider 282 [1985], 208 [a copy in modern boards]) must be regarded as a later impression of the first printing: there, the price and publisher's number, which Schubert here adds in his own hand, are printed from an additional engraved plate, while only the opus number was inserted by Schubert himself. Yet even that copy was justly announced as a "very rare first edition" (ibid.). - Immaculate copy of one of the rarest items in musical history, in an attractive contemporary wrapper binding. - Deutsch, 922, 926, 927, 891. Hirsch IV, 586 and full-page illustration on plate XVI. {BN#17251} (more) |
[Sciugliaga, Stefano]. Le nozze involontarie della signora. Commedia italiana col signor Conte Popolo signor del basso piano. Commedia parte in versi sciolti, che non son versi, e parte in versi detti Martelliani che non son Martelliani. Ferrara [d. i. Venedig], si vende in Venezia di Pietro Bassglia, 1755. (6), 103, (1) SS. Mit gest., ill. Frontispiz. Pergamentband der Zeit. 8vo.
€ 300
Einzige Ausgabe dieser Komödie, gewidmet Santorio Santorio, Sekretär des venezianischen Stadtsenats. - Hinterdeckel stellenweise restauriert. Selten; nur zwei Exemplare in Bibliotheken nachweisbar (Mailand, Biblioteca nazionale Braidense, sowie NB Rom). - Melzi II, 254. ICCU BVEE 28758. {BN#16403} (more)
Seidl, Johann Gabriel. Liedertafel. Wien, Carl Gerold, 1840. (6), 298 SS. Mit gest. Druckermarke am Titel. Bedruckte Originalbroschur. 8vo.
€ 40
Erste Ausgabe. - Der Schriftsteller Johann Gabriel Seidl (1804-75) war auch Zensor und Kustos des Wiener Münz- und Antikenkabinetts. Seine "Publikationen lyrischer Kleinformen [...] machten ihn bei den Zeitgenossen populär [...] Seidl gilt als bedeutender Vertreter der literarischen Vormärzpublizistik und Biedermeierpoesie Österreichs" (DBE). - WG² 25. {BN#1358} (more)
[Senefelder, Aloys]. Theatralische Sammlung. 1) Mathilde von Altenstein, oder die Bärenhöhle. 2) Rudolf von Felsek, oder die Schwarzthaler Mühle. 3) Getroffen. Wien, Johann Joseph Jahn, 1794. 287, (1) SS. Mit einigen Holzschnittvignetten. Marmorierter Pappband der Zeit. 8vo.
€ 80
Einzige Sammelausgabe. Vereint zwei eben aktuelle Ritterschauspiele, nämlich "Mathilde von Ehrenstein" von Aloys Senefelder und "Rudolf von Felsek" von Joseph (József) Korompay, denen noch Salomo Friedrich Schletters Lustspiel "Getroffen" von 1779 am Schluß beigegeben ist. Senefelder (1771-1834), später als Erfinder der Lithographie weltberühmt geworden, war Sohn eines Schauspielers und versuchte sich in jungen Jahren selbst in diesem Metier, wie auch als dramatischer Dichter. Durch den Druck seiner Theaterstücke wurde er mit den technischen Mitteln der Buchdruckerei vertraut. - Durchgehend braun- und fingerfleckig; vereinzelt angerändert. Ecken und Kanten bestoßen; Einbandbezug mit Fehlstellen. {BN#24112} (more)
Shakespeare, William. Hamlet, Prinz von Dännemark. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen nach Shakespear. Für die k. k. Hoftheater. Wien, Johann Baptist Wallishausser, 1811. 111, (1), l. w. Bl. Mit 13 auf zwischengebundene Bll. montierten Kupfern. Mod. Halblederband mit goldgepr. Rückenschildchen. 8vo.
€ 100
| Sonnleithners Prosafassung mit einigen Kürzungen und Umbenennungen (?Horatio? heißt ?Gustav?, Rosencrantz, die Totengräber und der tragische Ausgang werden allesamt ausgespart usw.). - Zwei der Kupfer zeigen Burgschauspieler in der Rolle des Hamlet, nämlich Johann Brockmann (1745-1812), der erste deutschsprachige Hamlet (hier der Chodowiecki-Stich von 1777), sowie Joseph Lange (1751-1831), der auch als Portraitist seines Schwagers Mozart bekannt ist. Die übrigen 11 Tafeln sind einer illustrierten französischen Ausgabe entnommen; die Bildunterschriften sind verdeutscht am letzten w. Bl., wo der Besitzer des Buches - mangels Druckmöglichkeit - ausgeschnittene Einzelbuchstaben zu Übersetzungen zusammenmontierte. Einige Druckfehler auf die gleiche Weise durch Überklebung korrigiert. - Erste und letzte Bll. im Oberrand leicht wasserrandig, sonst gutes Exemplar. - Goedeke VII, 710, III g. {BN#4447} (more) |
Stephanie, Gottlieb der Jüngere. Der Tadler nach der Mode, oder Ich weiss es besser. Ein Lustspiel in fünf Aufzügen. Wien, bey dem Logenmeister, 1773. 147 SS. Späterer Pappband mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. 8vo.
€ 80
Im Jahr der Erstausgabe. - Durchgehend gebräunt und fingerfleckig; Schnitt unregelmäßig; einige Einrisse hinterlegt, vorderes Innengelenk gelockert. Am Titel Spuren einer alten blauen Interimsbroschur. - Wernigg 1831. {BN#19440} (more)
[Swieten, Gottfried van]. Die Schöpfung. Ein Oratorium in drey Abtheilungen. In Musik gesetzt von Joseph Haydn, Doctor der Tonkunst. Wien, Anton Pichler, [um 1800]. 23, (1) SS. Zeitgenössischer Buntpapierheftstreifen. 8vo.
€ 500
Textbuch zum Oratorium "Die Schöpfung", dem (neben den "Jahreszeiten") zweiten Hauptwerk Joseph Haydns, erschienen wohl kurz nach der Erstausgabe 1798 (bei Schmidt). - Gelegentlich unbedeutend angestaubt; insgesamt sauberes Exemplar. - OCLC 69347108. {BN#1302} (more)
(Terribilini, Gregorio Giacomo). Gesù nato. Componimento pastorale per musica da cantarsi nell' oratorio dei RR. PP. della Congregazione dell' Oratorio di S. Filippo Neri di Venezia. Venedig, o. Dr., 1760. 22 SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Buntpapierpappband. 12mo.
€ 150
Wohl zweite Ausgabe des Singspiel-Librettos (zur Musik von Antonio Bencini). - OCLC 25309016. {BN#24486} (more)
Tettamanzi, Fabrizio, OFM. Breve metodo per apprendere fondatamente e con facilità il canto fermo diviso in tre libri [...]. Mailand, Beniamino Sirtori für Giuseppe Galeazzi, 1756. 155, (1) SS. Durchgehender Notendruck mit einem ganzs. Textkupfer. Pergamentband der Zeit auf 5 Bünden. 4to.
€ 650
Vierte Ausgabe der erstmals 1686 erschienenen Abhandlung über den gregorianischen Choralgesang. Der Franziskanermönch Francesco Fabrizio Tettamenzi (geb. 1650 in Mailand) verbrachte sein Leben wohl im Kloster zu Rom. - Der ganzseitige Kupferstich zeigt die menschliche Hand als Merkhilfe mit der spiralförmig angeordneten Bezeichnung der Fingerelemente. Am Vorsatz zeitgenöss. hs. Besitzvermerk "Pietro Angelo Luigi Campiellone" (dat. 28. April 1786). Alte Katalogeinträge an Titel und Vorsatz einmontiert. Teils unbedeutend braunfleckig; insgesamt gutes Exemplar. In allen Ausgaben selten; seit 1950 kein Exemplar auf Auktionen nachweisbar. - Eitner IX, 386. Fétis VIII, 206. Vgl. MGG II, 1331. Slg. Wolffheim I, 1060. Slg. Hirsch I, 574. {BN#19901} (more)
[Theaterstücke]. Theater Stücke. Im Jahre 1773 auf den k. k. wienerischen Schaubühnen aufgeführet. Erster Band. Wien, Kurzböck, 1773. 143, (1) SS. 116 SS. (4), 147, (1) SS. 168 SS. 124 SS. Lederband der Zeit mit doppeltem goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. Wolkenkleistervorsätze. 8vo.
€ 160
Enthält die fünf auch separat (mit dem hier zumeist vorhandenen eigenen Titelblatt) vertriebenen Komödien: "Die bestrafte Neugierde" von G. Stephanie d. J.; "Nicht alles ist Gold was glänzt" von J. G. v. Laudes; "Der Tadler nach der Mode" von G. Stephanie d. J.; "Der neue Weiberfeind und die schöne Jüdinn" von C. G. Stephanie d. Ä. sowie das Faschingslustspiel "Die ländlichen Hochzeitsfeste". - Vom Verlag so als Sammelband vertrieben (mit Inhaltsverzeichnis am gelockerten Gesamttitel verso); es dürfte der darauf folgende Separattitel der "Bestraften Neugierde" fehlen. - Am Vorsatz hs. tschech. Besitzvermerk des Joseip Gécelj (dat. 14. 6. 1878) sowie gestempelter und hs. ergänzter Besitzvermerk "H. Germek" an Vorsatz und Titel; vorderer Innendeckel zusätzlich mit Germerks Bibliotheksetikett und -signatur. Einband stark berieben; Vordergelenk gebrochen; Kapitale lädiert. {BN#15313} (more)
Thomson, James. Die Jahreszeiten. Nach Thomson. In Musik gesetzt von Joseph Haydn, Doctor der Tonkunst. Wien, Wallishausser, o. J. [um 1804]. 47, (1) SS. Broschur der Zeit. 8vo.
€ 350
| Frühe Ausgabe des Textes. "Über die Entstehung von Haydns letztem Oratorium, 'Die Jahreszeiten', berichtet Griesinger, daß 'Der ungemeine Beyfall, womit das Oratorium "Die Schöpfung", überall aufgenommen wurde, Baron van Swieten' veranlaßte, 'die "Jahreszeiten" nach Thomson zu bearbeiten, und dieses Gedicht zu gleichem Zweck, wie "Die Schöpfung", durch Haydn in Musik setzen zu lassen'. Der Komp. konnte den 1. Tl. ('Der Frühling') ziemlich rasch vollenden; Fürst Schwarzenberg ließ ihn in seinem Palais am 17. März 1799 aufführen. Das gesamte Werk, das den alternden Haydn ungemeine Mühe und Arbeit kostete, wurde jedoch erst 1801 beendet" (MGG V, 1185). - Teils unbedeutend braunfleckig. Aus der Bibliothek der Freiherrn Schrottenberg (Bamberg) mit entspr. Exlibris am vorderen Innendeckel. - Vgl. MGG V, 1915 (Erstdruck 1802). {BN#21422} (more) |
[Unzer, Johann Christoph]. Die Drossel. Ein Schauspiel. Nach der Erzählung des la Fontaine: le faucon. Für das kais. kön. National-Hoftheater. Wien, Johann Joseph Jahn, 1788. 46 SS., l. w. Bl. Interimsbroschur der Zeit. 8vo.
€ 80
Erste Wiener Ausgabe (EA 1782). - Der Mediziner Johann Christoph Unzer (1747-1809), langjähriger Stadtphysikus von Altona, wirkte auch als Bühnenautor, Dichter und Publizist. - Durchgehend etwas braunfleckig und angestaubt; kl. Eckläsuren. - ADB XXXIX, 335. {BN#22755} (more)
(Weidmann, Paul). Einführungs-Szene. Bey der Gelegenheit, als der jüngere Baumann in der Rolle des Bettelstudenten am 4. März das k. k. National-Hof-Theater zum erstenmale betrat. Wien, Kurzböck, 1795. 12 SS. Buntpapier-Heftstreifen der Zeit. 8vo.
€ 50
Sonderdruck der Szene, in der der "Bettelstudent" in Weidmanns gleichnamigem Theaterstück (1783) auftritt. Die Szene machte in der Inszenierung von 1795 (mit Friedrich Baumann in der Titelrolle) auf das Wiener Publikum einen derartigen Eindruck, daß sich der Autor zu einer Separatedition veranlaßt sah. - Durchgehend stockfleckig. {BN#21027} (more)
Westmeyer, Wilhelm. Schluß-Apotheose der Kaiser-Ouverture für großes Orchester (u. Männerchor ad libitum) [...]. Vienna, F. Schreiber, [1873]. Royal folio (360 x 440 mm). Illustrated, colored title page and dedication, 2 ff. of Austrian costumes and views, and 14 ff. notes in alternating decorative borders. Chromolithographed throughout (some raised in gold). Brown morocco portfolio with inlayed arms of the Emperor of Brazil (in green and red calf with brass applications) and imperial crown above the arms in engraved brass with calf inlays in various colors. Spine in six compartments bordered in gold; wide giltstamped cover borders and simple fillets. All edges gilt. Blue silk endpapers and gilt ornamental inner dentelle (signed: "Rosenberg, Graben 17, Wien").
€ 3,500
| Splendid work dedicated to Emperor Franz Josef, with illustrations by Franz Alt, P. J. N. Geiger, and others. A very few of the small number of copies printed were presented as personal gifts of the Emperor to the highest dignitaries, for whom the Viennese bookbinder Franz Felix Rosenberg manufactured elaborate, customized bindings with the insignia of the recipients. - Very rare: international library catalogs list only a single copy of the normal edition (BSB Munich). One of Rosenberg's splendidly bound special editions appeared in the trade recently (the copy intended for Pope Pius IX). - Interior slightly foxed, as usual; spine-ends insignificantly rubbed, otherwise perfect. - Wurzbach LV, 172. {BN#18469} (more) |
Wetscherek, Hugo. Zur Geschichte der Wiener Operette. Autographen, Photographien und Dokumente aus den Nachlässen von Leo Fall, Viktor Léon, Heinz Reichert, Lotte Lehmann, Eduard Strauß, Gustav Lewy, K. A. Sachse, Ignaz Wild. Wien, Inlibris, [1996]. (6), 68, (2) SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo.
€ 22
Library of Congress Call No.: ML152.A58 1997. {BN#3841} (more)
[Wittgenstein, Paul, Pianist (1887-1961)]. - Louis Spohr (Komponist, 1784-1859). 38 Musikdrucke aus dem Besitz Paul Wittgensteins. Verschiedene Orte, ca. 1815 bis 1842. Zusammen 1794 SS. Notendrucke. Meist gr.-4to. - Beiliegend 5 Notendrucke von Werken Johann Nepomuk Hummels, Simon Sechters, Heinrich Marschners, Johann Rt. von Herbecks und Carl Perfettas. Zusammen 196 SS. Meist gr.-4to. Weiters beiliegend Spohrs "Selbstbiographie". 2 Bde. Mit 15 Tafeln. XV, (1), 350, (2) SS. (2), 412, (2) SS. Marmorierte Halbleinenbände der Zeit mit Rückentitel und -vergoldung. 8vo.
€ 7,500
"Paul Wittgenstein hat vor allem Bach und Beethoven geliebt. Beethoven war seine Nummer eins. Ich würde sagen, Beethoven war seine große Liebe, alles andere war schön und akzeptabel, aber geliebt hat er nur Beethoven und Bach", erzählt Erna Otten-Attermann in einem Interview a. d. J. 2004/2005 mit Irene Suchy über ihren Lehrer Paul Wittgenstein ("Der Musiker im wunderschönen Schloß". In: Empty Sleeve. Der Musiker und Mäzen Paul Wittgenstein. Innsbruck u. a., Studien Verlag, 2006, SS. 37-43, S. 41). Es ist auch bekannt, daß Wittgenstein - um im Bild zu bleiben - zeitlebens einige Geliebte unterhielt; daß auch Louis Spohr zu diesen hinzuzuzählen ist, ist jedoch - von einem kleinen Hinweis abgesehen - bislang nicht bekannt gewesen. E. Findell erwähnt in einem Aufsatz in der Music Review (32/1971), daß Richard Strauss mit Paul Wittgenstein gewöhnlich Duette gespielt hätte und daß sie beide dieselbe Leidenschaft für Spohrs Kammermusik entwickelt hätten (vgl. http://www.wittgen-cam.ac.uk/cgi-bin/text/biogre1.html), und auch an anderer, etwas entlegenerer Stelle gibt es vereinzelt Hinweise aus Wittgensteins Vorliebe für Spohr. In zwei bislang unpublizierten Briefen Wittgensteins an Erich Wolfgang Korngold aus den 1920er Jahren - feilgeboten vom Wiener Antiquariat Inlibris Gilhofer Nfg. - ist wiederholt von Spohr die Rede. In einem Brief vom 25. V. 1923 bedauert er, einer Einladung zu einem Hauskonzert nicht die genaue Adresse hinzugefügt zu haben: "Verzeihen Sie diese Gedankenlosigkeit und die daraus für Sie entstandenen Unannehmlichkeiten. Mir war es doppelt leid, da die beiden Spohr'schen Stücke recht brav gespielt worden sind. Wunderer [d. i. der Oboist Alexander Wunderer, 1877-1955] hat sie seinen Schülern ordentlich einstudiert; er hat, so wie ich, eine Vorliebe für diesen jetzt ganz vernachlässigten Meister. Und ein Meister ist er, das verrät jede Note [...]". Wenig später folgt eine zweite, diesmal mit allen notwendigen Daten versehene Einladung: "Donnerstag den 1. November, nachmittags 4 Uhr, führt Wunderer mit seinen Schülern zwei Doppelquartette von Spohr bei mir in der Alleegasse auf. Hätten Sie Lust es anzuhören? [...]" (Br. v. 22. X. 1923). Diese keineswegs beiläufige Beschäftigung mit Spohr wird besonders an Hand des vorliegenden Bestands deutlich, der 39 (davon mehr als 24 in Erster Ausgabe) von Spohrs rund 300 Werken umfaßt. Keine flüchtige Geliebte also, sondern eine ernsthafte Beschäftigung mit dem Komponisten und Geigenvirtuosen. - Detaillierte Verlistung auf Anfrage. {BN#17055} (more)
Ziegler, F[riedrich Julius] W[ilhelm]. Fürstengröße. Ein vaterländisches Schauspiel in fünf Aufzügen. Für das k. k. Hoftheater. Wien, Johann Baptist Wallishausser, 1804. 94 SS. Geheftet. 8vo.
€ 60
Seltene, spätere Ausgabe des erstmal 1793 erschienenen Schauspiels. Am Schluß beigebunden das erste Blatt des sechsten Bands der Ziegler'schen Werkausgabe bei Wallishausser, der zwei andere Stücke enthielt (mit Druckjahr 1797). {BN#21008} (more)
Ziegler, F[riedrich] W[ilhelm]. Partey-Wuth oder die Kraft des Glaubens. Ein Original Schauspiel in fünf Aufzügen. Wien, Rehm, 1817. 104 SS. Zeitgenössischer Pappband mit hs. Rückentitel. 8vo.
€ 180
Erste Ausgabe. - Der aus Braunschweig stammende Schauspieler und Dramatiker Friedrich Wilhelm Ziegler (um 1760-1827) wirkte an der Wiener Hofbühne "durch vierzig Jahre im Fache der Helden-, Tyrannen- und Charakterrollen [...] Das Schwergewicht seiner Thätigkeit fällt aber in die dramatische Schriftstellerei, in welcher er ungleich bedeutender ist und in seiner Zeit auch wirklich bedeutend war [...] Schon der Umstand, daß er viele Jahre auf dem Repertoire blieb, spricht dafür, daß seine Stücke gefielen. Einzelne von ihnen, wie das Schauspiel 'Parteiwuth' [...], haben sich lange auf der Bühne erhalten" (Wurzbach 60, 47f.). - Aufführungsexemplar mit zahlreichen Bühnen- und Zensurstrichen sowie Freigabevermerk des Prager Zensors vom 14. Juni 1846 (gesiegelt) am vorderen Innendeckel. Am Titel zeitgenöss. Stempel des Nationaltheaters Koblenz sowie hs. Vermerk "Gesehen Coeln am 7. Decb. 1824 Königl. Polizeipräsidium" mit entspr. Stempelung. - Giebisch/Gugitz 476. Wurzbach LX, 49, 31. {BN#18341} (more)
Zollikofer, Kaspar. Neu-vermehrte geistliche Seelen-Music, das ist: Geist- und Trost-reiche Gesäng, in allerley Anligen zu Trost und Erquickung Gott-liebender Seelen. Aus unterschiedlichen musicalischen Bücheren zu 3 und 4 Stimmen zusammen gesetzet, mit einem General-Bass, lieblichen Geigen-Stimmen, à 3, 4, 5 anmuthigen einstimmigen Sing-Weisen und Fugen. Nun zum neunten mahl aufgeleget, auch mit mehr dann LXX gantz neuen schönen Melodie-Stuken vermehret [...]. St. Gallen, (Zollikofer), 1753. (16), 591, (1) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Durchgehend Text und Notendruck. Lederband der Zeit auf 4 Bünden über Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 2 Messingschließen. 8vo.
€ 200
Neunte Ausgabe. - Eine der zahlreichen Sammlungen geistlicher Lieder und Melodien, die der St. Gallener pietistische Theologe Zollicofer (1707-79) herausgab. "Unter diesen Liedern sind einige, die von ihm selbst verfaßt sind; namentlich aber hat er eine größere Anzahl der Melodien selbst erfunden" (ADB 45, 419). - Papierbedingt durchgehend etwas braunfleckig. - Vgl. MGG XIV, 1391 (8. A. 1744). {BN#10077} (more)
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