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Autographs: Literature
Arnold, Robert Franz, Literaturhistoriker (1872-1938). Eigenh. Brief mit U. Wien, 30. V. 1906. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
€ 120
An einen Bibliothekar der Wiener Universitätsbibliothek mit der Bitte um Übertragung von drei polnischen Gedichten: “[...] nun soll, wie gesagt, eine 2. Aufl. erscheinen u. zw. allernächstens, und die beiden Polonia, die ich gerne der ‘Eur[opäischen] Lyrik’ nun eingliedern möchte, würden sich etw. isoliert ausnehmen. Dazu will ich noch 2-3 Stücke dazu übertragen; nun ist aber mein Polnisch in 6 Jahren arg eingerastet, u. viel andre Arbeit hält mich jetzt ab, mich wegen einiger weniger Gedichte wieder systematisch in die Sprache, die ich einstmals ganz passabel verstand, einzuarbeiten. Daher also meine Bitte [...]”. - Robert Franz Arnold war bis zu seiner Zwangspensionierung 1934 als Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte in Wien tätig, unterrichtete anschließend bis 1936 zweimal als Gastprofessor an der Stanford University (Kalifornien) und war danach bis zu seinem Tod Präsident des Goethevereins. Ein Exemplar des erwähnten Titels, der noch im selben Jahr bei Stern in Leipzig erscheinen sollte, findet sich auch in der Bibliothek Arnold Schönbergs, der Arnolds Übertragung von Jens Peter Jacobsens 1868/69 entstandenem Versgedicht als Text für seine 1900-1911 entstandenen ‘Gurre-Lieder’ verwendete. - Zu Arnold vgl. Giebisch-G. 9 und Kosch I, 54. {BN#4173} (more)
Artmann, H[ans] C[arl], Austrian writer (1921-2000). 3 TLS ("H. C." and "H. C. Artmann"). Salzburg, "c/o Bayer", 1969. Large 4to. Altogether (¾+¾+½=) 2 pp. on 3 ff. With 4 letters of response (carbon copies, altogether 7 pp. on 8 ff., large 4to).
€ 950
| Correspondence with Mario Hindermann, regarding the publication of "Die Fahrt zur Insel Nantucket" (Neuwied, Luchterhand, 1969): "Ich habe noch zwei kleine Stücke vorgefunden, die ich Ihnen hiermit zuschicke; vielleicht können Sie sie brauchen. Außerdem fand ich in München 'Attila ante portas', welches ich ebenfalls beifüge. Übermorgen fahre ich nach Wien und hoffe dort noch einiges fehlende aufzutreiben. Meine jetzige Adresse (streng geheim!) ist: H. C. Artmann c/o Bayer [...]" (letter dated May 4; without the mentioned content). - "Soeben treffe ich hier in meinem salzburger domizil ein, war auf drei tage in klagenfurt, und finde die manuskripte vor. Den Punch hatte ich bereits vollkommen vergessen, aber er gefällt mir eigentlich gar so übel nicht. Die anderen beiden pantomomen(mimen) sind saumässig schlecht und dürften aus meiner naivsten steinzeit (vd. paläolithikum) stammen. Bitte nicht aufnehmen! Also: Spanischer Capitano et Metamorpföschen beim kinogehen oder wie es heisst. Das ist doch täubchen-kacke, wie der gebildete amerikaner sagt! [...]" (letter dated May 16). - Left margins with punched holes (no loss to text); letter of May 16 with two autograph lines. {BN#21236} (more) |
Asturias, Miguel Ángel, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1899-1974). Eigenh. adr. Kuvert mit Namenszug im Absender ("Asturias"). [Paris, 1. IV. 1966]. 1½ SS. Qu.-8vo.
€ 120
| An einen Sammler in Deutschland. {BN#29195} (more) |
Aubanel, Théodore, Schriftsteller (1829-1886). Eigenh. Postkarte mit U. Tarascon-Sur-Rhone, 9. IX. 1874. 1 S. Kl.-8vo.
€ 120
In französischer Sprache an den Buchhändler und Verleger Georges Masson (geb. 1839) mit der Bitte um Bekanntgabe des Preises von einem Katalog und einem Buch bzw. der Zusendung eines Katalogs: "En vous demandant La Therme [?] j'ai oublié de vous demander votre Catalogue afin de connaître le prix de cet ouvrage, ainsi que de l'autre livre. D'agréez […] de votre fond [?]: Vous avez, sans doute, touché le prix de ces 2 volumes suivant mon avis chez Mrme […] Place de la Bourse, 8. Il ne me reste qu'à recevoir votre catalogue et à vous adresser mes […]". - Der französische Dichter zählt neben dem späteren Literaturnobelpreisträger Frédéric Mistral und Joseph Roumanille zu den bekanntesten Vertretern der ‘félibrige’, die sich der Wiederbelebung des modernen Provenzalisch und anderer, noch gesprochener Dialekte der langue d’oc verschrieben. Vgl. Brockhaus, 17. A., s. v. {BN#4158} (more)
Auden, W. H., writer (1907-1973). ALS. Kirchstetten (Niederösterreich), 16. VIII. 1971. Large 8vo. ¾ p. With autogr. envelope.
€ 350
| To a collector: "[...] All I can think of to send you is the following elegaic couplet: 'In adolescence, of course, I was often cross or unhappy, but I cannot recall once having ever been bored' [...]". - On stationery with printed address. {BN#24933} (more) |
Auerbach, Berthold, Schriftsteller (1812-1882). Eigenh. Brief mit U. Berlin, 9. VI. 1861. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
€ 350
An den Rechtsanwalt und Schriftsteller Robert Keil (geb. 1826): "Es ist mir eine Freude, daß ich nicht nur Gelegenheit habe, wieder einmal an Sie zu schreiben, geehrter Freund, sondern wie ich hoffe auch Veranlassung zu haben, wieder gute sonnige Stunden bei u. mit Ihnen zu erleben. Sie wissen vielleicht schon, daß ich August aus dem Institut genommen u. seit Ostern wieder hier bei mir habe, wo er die Tertia des Wilhelms-Gymnasiums besucht. Er ist seitdem Sie ihn gesehen u. so treu gepflegt, körperlich u. geistig gewachsen, hat aber noch von der Schwere seines Blutes eine Schwerfälligkeit, die nun endlich radikal beseitigt werden soll. [...]". - Auerbach, als Sohn eines Kaufmanns in Nordstetten bei Horb am Neckar geboren, wurde als radikalliberaler Student und Mitglied einer Burschenschaft verurteilt und 1837 für einige Monate auf dem Hohenasperg in Haft genommen. Er war Mitarbeiter der Zeitschrift "Europa" und lebte als freier Schriftsteller in Weimar, Leipzig, Dresden, Berlin, Breslau und Wien. "In seinen Romanen spiegelt sich seine liberale Ideologie und sein Eintreten für die Emanzipation der Juden wider. Seine ‚Schwarzwälder Dorfgeschichten' (4 Bde., 1843-54) machten ihn zu einem der populärsten Erzähler seiner Zeit" (DBE). "In der Folge gelang es ihm, mit Hilfe einer sentimental zugestutzten aufgeklärten Tendenz seinen ‚Schwarzwälder Dorfgeschichten', 'Volkskalendern' dem freisinnigen Zeitgeist entsprechend für die damalige Zeit unerhörte Auflagen zu verschaffen. Im ganzen wurden über 100 000 Exemplare abgesetzt" (Kosch I, 61). - Auf Briefpapier mit gepr. Initialen. {BN#16293} (more)
[Auerbach, Berthold]. -, Nina Auerbach (geb. Landesmann, seine Gattin). Eigenh. Brief mit U. Schandau, 2. VIII. 1856 [?]. 4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit 5zeiliger Nachschrift und U. Berthold Auerbachs.
€ 180
| An eine Frau Meyer: "[...] Nun zur Erledigung des Hauptgegenstandes. Als ich gestern Frl. Clara die factische Kündigung mittheilte, hat sie mir unter Thränen ihr heftiges Benehmen abgebeten, und ich ließ mich hierdurch wie durch das Versprechen sich meinen Wünschen zu fügen und auch durch die Anhänglichkeit meiner Kinder nach einem langen Gespräche mit ihr zur Wiederaufnahme bewegen [...]". - Nachdem Auerbachs erste Gattin Auguste im März 1848 an Kindbettfieber verstorben war, ehelichte der Dichter im Jahr darauf die Schwester des Schriftstellers Heinrich Landesmann, mit der er drei Kinder - Ottilie, Eugen und Rudolf - haben sollte. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf. - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit einem kl. Registraturetikett und der hs. Numerierung "114". {BN#20775} (more) |
Auernheimer, Raoul, Schriftsteller und Journalist (1876-1947). Visitkarte mit 1 eigenh. Zeile und Albumblatt mit eh. Datum und U. Wien, 1913 und 1937. Zusammen 2 SS. Qu.-8vo bzw. Carte d'Visite-Format. Mit 1 eh. adr. Kuvert.
€ 40
Die Visitkarte mit eh. Erwiderung von Josef Weselys Wünschen an denselben. - Auernheimer wurde 1906 durch die Protektion von Theodor Herzl, seiner Mutter Cousin, Redakteur bei der "Neuen Freien Presse" und verkehrte in dem von Karl Kraus geschmähten literarischen Kreis des "Jungen Wien". Dort zum Theaterkritiker avanciert, leitete er bis 1933 das Burgtheaterreferat. Seit 1922 war er Vizepräsident des Österreichischen P.E.N-Clubs. Im März 1938 in das Konzentrationslager Dachau deportiert, verwendeten sich der Schriftsteller Emil Ludwig und der amerikanische Diplomat Prentiss Gilbert für ihn, so daß er bereits im Herbst 1938 in die USA emigrieren konnte. Seine Stoffe "vornehmlich aus der mondänen Gesellschaft" wählend (Kosch I, 61), schrieb Auernheimer neben zahlreichen Komödien und Novellen u. a. den Roman "Metternich" (1947); seine Autobiographie "Das Wirtshaus zur verlorenen Zeit" erschien 1948. {BN#19195} (more)
Auernheimer, Raoul, Schriftsteller und Journalist (1876-1947). Ms. Briefdurchschlag mit eigenh. U. Wien, 14. V. 1925. 2 SS. 4to.
€ 80
An den Musikschriftsteller Paul Stefan (1879-1943): „Der Ausschuss der österreichischen Sektion des P.E.N. Club, dem als Präsidium Dr. Arthur Schnitzler / Ehrenpräsident / Dr. Raoul Auernheimer / Präsident / und Frau Grete Urbanitzky / Gründer/ [...] angehören, hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, Sie zur Mitgliedschaft einzuladen [...]“. - Auernheimer wurde 1906 durch die Protektion von Theodor Herzl, seiner Mutter Cousin, Redakteur bei der „Neuen Freien Presse“ und verkehrte in dem von Karl Kraus geschmähten literarischen Kreis des „Jungen Wien“. Dort zum Theaterkritiker avanciert, leitete er bis 1933 das Burgtheaterreferat. Seit 1922 war er Vizepräsident des Österreichischen P.E.N-Clubs. Im März 1938 in das Konzentrationslager Dachau deportiert, verwendeten sich der Schriftsteller Emil Ludwig und der amerikanische Diplomat Prentiss Gilbert für ihn, so daß er bereits im Herbst 1938 in die USA emigrieren konnte. Seine Stoffe „vornehmlich aus der mondänen Gesellschaft“ wählend (Kosch I, 61), schrieb Auernheimer neben zahlreichen Komödien und Novellen u. a. den Roman „Metternich“ (1947); seine Autobiographie „Das Wirtshaus zur verlorenen Zeit“ erschien 1948. - Paul Stefan war „einer der bemerkenswertesten modernen Musikschriftsteller und -kritiker“ (DBE) seiner Zeit. Seit 1923 Hauptschriftleiter der „Musikblätter des Anbruchs“, schrieb er viele Jahre u. a. für die „Neue Zürcher Zeitung“ und „Musical America“; 1922 gehörte er zu den Gründern der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik, hatte mehrere Jahre das Amt des Vizepräsidenten der österreichischen Sektion inne und war überdies als Dozent am Wiener Reinhardt-Seminar tätig. 1938 emigrierte er in die Schweiz und über Paris und Lissabon 1941 in die USA. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des P.E.N. Club. {BN#10130} (more)
Auernheimer, Raoul, Schriftsteller und Journalist (1876-1947). Unbedr. Visitkärtchen mit 2 eigenh. Zeilen und Datum. O. O., 19. I. 1932. 1 S.
€ 35
An Josef Wesely. - Der aus Wien gebürtige Auernheimer promovierte 1900 an der Wr. Universität und arbeitete anschließend als Gerichtsreferendar. 1906 wurde er durch die Protektion von Theodor Herzl, seiner Mutter Cousin, Redakteur bei der ‘Neuen Freien Presse’ und verkehrte in dem von Karl Kraus geschmähten literarischen Kreis des "Jungen Wien". Dort zum Theaterkritiker avanciert, leitete er bis 1933 das Burgtheaterreferat. Seit 1922 war er Vizepräsident des Österreichischen P.E.N-Clubs. Im März 1938 in das Konzentrationslager Dachau deportiert, verwendeten sich der Schriftsteller Emil Ludwig und der amerikanische Diplomat Prentiss Gilbert für ihn, so daß er bereits im Herbst 1938 in die USA emigrieren konnte (vgl. DBE). Seine Stoffe "vornehmlich aus der mondänen Gesellschaft" wählend (Kosch I, 61), schrieb Auernheimer neben zahlreichen Komödien und Novellen u. a. den Roman ‘Metternich’ (1947); seine Autobiographie ‘Das Wirtshaus zur verlorenen Zeit’ erschien 1948. Vgl. auch Öst. Lex. I, 57. {BN#7349} (more)
Auernheimer, Raoul, Schriftsteller und Journalist (1876-1947). Gedr. Visitkarte mit 3 eigenh. Zeilen. [Wien], 10. IV. 1908. 1 S. Mit eh. adr. Kuvert.
€ 45
An Alice Sternlicht in Wien mit schönen Grüßen. - Auernheimer wurde 1906 durch die Protektion von Theodor Herzl, seiner Mutter Cousin, Redakteur bei der ‘Neuen Freien Presse’ und verkehrte in dem von Karl Kraus geschmähten literarischen Kreis des "Jungen Wien". Dort zum Theaterkritiker avanciert, leitete er bis 1933 das Burgtheaterreferat. Seit 1922 war er Vizepräsident des Österreichischen P.E.N-Clubs. Im März 1938 in das Konzentrationslager Dachau deportiert, verwendeten sich der Schriftsteller Emil Ludwig und der amerikanische Diplomat Prentiss Gilbert für ihn, so daß er bereits im Herbst 1938 in die USA emigrieren konnte (vgl. DBE). Seine Stoffe "vornehmlich aus der mondänen Gesellschaft" wählend (Kosch I, 61), schrieb Auernheimer neben zahlreichen Komödien und Novellen u. a. den Roman ‘Metternich’ (1947); seine Autobiographie ‘Das Wirtshaus zur verlorenen Zeit’ erschien 1948. Vgl. auch Öst. Lex. I, 57. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#8331} (more)
Auernheimer, Raoul, Schriftsteller und Journalist (1876-1947). Eigenh. Postkarte mit U. Wien 1 S. 8vo. Mit eh. Adresse.
€ 120
| An den nicht genannten Redakteur der "Berliner Morgenzeitung" Wilhelm Auspitzer (1867-1931): "Mangels eines geeigneten Beitrages für Sie kann ich Ihnen heute für Ihre freundliche Einladung zur Mitarbeiterschaft nur bestens danken [...]". - Raoul Auernheimer wurde 1906 durch die Protektion von Theodor Herzl, seiner Mutter Cousin, Redakteur bei der "Neuen Freien Presse" und verkehrte in dem von Karl Kraus geschmähten literarischen Kreis des "Jungen Wien". Dort zum Theaterkritiker avanciert, leitete er bis 1933 das Burgtheaterreferat. Seit 1922 war er Vizepräsident des Österreichischen P.E.N-Clubs. Im März 1938 in das Konzentrationslager Dachau deportiert, verwendeten sich der Schriftsteller Emil Ludwig und der amerikanische Diplomat Prentiss Gilbert für ihn, so daß er bereits im Herbst 1938 in die USA emigrieren konnte. Seine Stoffe "vornehmlich aus der mondänen Gesellschaft" wählend (Kosch I, 61), schrieb Auernheimer neben zahlreichen Komödien und Novellen u. a. den Roman "Metternich" (1947); seine Autobiographie "Das Wirtshaus zur verlorenen Zeit" erschien 1948. - Im linken Rand gelocht (geringf. Textberührung). {BN#27325} (more) |
Augier, Emile, writer (1820-1889). "Vie Parisienne". Autograph manuscript. N. p. o. d., [1882]. 4to. 11½ pp. on 12 sheets.
€ 600
| An essay on life in Paris, especially on the history and culture of balls. Augier has decided to celebrate Victor Hugo's 80th birthday by reading his works and thus has discovered the collection of poetry, "Les Orientales", containing lines about a girl who loved balls and even died at one: "Elle aimait trop le bal, c'est ce qui l'a tuée | Le bal éblouissant ! le bal délicieux! | Sa cendre encor frémit doucement remuée | Quand, dans la nuit sereine, une blanche nuée | Danse autour du croissant des cieux [...]". - Last ff. with slight defects to edges; f. 12 with tiny tear to fold. Small label and ms. number "18" on the reverse. {BN#20774} (more) |
Bacciocco, Friedrich Albrecht, Schriftsteller (geb. 1834). Eigenh. Brief mit U. Wien, 17. XII. 1889. 1 S. 8vo.
€ 70
An einen namentlich nicht genannten Redakteur: "Fräulein Blum (Ernst v. Waldow) ersucht mich bei Ihnen [...] Nachfrage nach dem Schicksal ihrer Novelle zu halten [...]". - Der aus Aachen gebürtige Schriftsteller und Journalist war u. a. Mitbegründer der Zeitschrift "Über Land und Meer". Seit 1862 in Wien ansässig, war er 1871 während der Pariser Kommune Korrespondent mehrerer Blätter und seit 1873, als er seines gesamten Vermögens verlustig ging, ausschließlich auf die Erträge seiner Feder angewiesen, was ihn veranlaßte, für noch mehr Zeitungen und Zeitschriften zu arbeiten. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Deutschen Zeitung". {BN#11301} (more)
Bachmann, Ingeborg, Schriftstellerin (1926-1973). Ms. Brief in zweifacher Ausführung (Original und Durchschlag) mit jeweils eigenh. U. München, 22. X. 1958. Je ¾ S. auf 1 Bl. Qu.-gr.-8vo. Mit einigen Beilagen (s. u.).
€ 850
| An den Literaturwissenschaftler Erich G. Budde (1908-1975) in Heidelberg,später an der Universität Boston, Massachusetts, anläßlich seiner geplantenAnthologie deutscher Lyrik für amerikanische Universitäten: "Den schönsten Dank für Ihren Brief aus Heidelberg. Es tut mir so leid, dass ich ihn erst heute beantworten kann. Ich war monatelang verreist. Die Gedichte und das Bild lege ich bei, und ich hoffe, dass Sie Ihre Arbeit erfolgreich abschliessen können [...]". - Das Original des Briefes mit einer Zeile Nachschrift: "P. S. Eine Copie dieses Briefes ging mit gleicher Post nach Boston". - Beiliegend eine Photographie und eine Portraitpostkarte sowie zwei Zeitungsausschnitte. {BN#29127} (more) |
Bachmann, Ingeborg, Schriftstellerin (1926–1973). Ms. Brief mit eigenh. U. Rom, 10. X. 1972. ¾ S. Gr.-4to. Mit ms. adr. Kuvert.
€ 1,000
| An Wolfgang Seibold: „[...] Ihre Frage erstaunt mich allerdings, da ich noch nie ein Theaterstück geschrieben habe und auch gewiss keines schreiben kann. Ausserdem liegen alle Rechte für das Werk eines Autors bei seinem Verlag, und es entscheidet der Verlag, wer und unter welchen Bedingungen ein Stück aufführen darf. Gewiss aber werden Sie in der dramatischen Literatur ein gutes und richtiges Stück für Ihre Schüler finden [...]“. {BN#31038} (more) |
Backer d. J., Jan, Kaufmann und Dichter (D. n. b.). Eigenh. Albumblatt mit U. Amsterdam, 3. VII. 1738. 1 S. Qu.-8vo.
€ 100
| "Semper idem hisce paucis possesori huius abbi optimo, doctissimoque Sui memoriam commendat". - Mit kleiner Numerierung am rechten oberen Blattrand. {BN#20412} (more) |
Baedeker, Diedrich Gottschalk, Verlagsbuchhändler (1850-1922). Eigenh. Brief mit U. Essen, 6. IV. 1901. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
€ 180
An den Kunstschriftsteller Wilhelm Buchner in Eisenach: "Nachdem die 8. von Ihrem Herrn Sohn durchgesehene Auflage des Leitfadens der Kunstgeschichte soeben fertiggestellt ist, beehre ich mich, die Honorarberechnung über dieselbe hier folgen zu lassen [...]". - Der Sohn Julius Baedekers (1821-1898) war Redakteur der "Deutschen Allgemeinen Zeitung" sowie der "Schlesischen Zeitung" und wurde 1880 Leiter des politischen Teils der "Rheinisch-Westfälischen Zeitung". 1890 wurde er Teilhaber der Firma G. D. Baedeker in Essen und übernahm 1903 Sortiment und Verlag als alleiniger Besitzer. Der Schwerpunkt seiner verlegerischen Arbeit lag in den Bereichen Pädagogik, Ingenieurwissenschaft, Technik und Bergwesen; er selbst schrieb "Alfred Krupp und die Entwicklung der Gußstahlfabrik in Essen (1889)". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. {BN#16809} (more)
Bahr, Hermann, Schriftsteller (1863-1934). Portraitpostkarte mit 4 eigenh. Zeilen, Datum und U. [München], 15. II. 1925. 1 S. 8vo. Mit eh. Adresse.
€ 85
Hübsche Karte nach einer den Dichter in seinem Arbeitszimmer darstellenden Zeichnung, darunter eh. Grüße an den Regisseur, Dramatiker und Journalisten Otto Eisenschitz (1863-1942) in Wien. - Eisenschitz war nach langjähriger Tätigkeit als Feuilletonmitarbeiter (u.a. der "Frankfurter Zeitung") als Dramaturg und Regisseur des Theaters in der Josefstadt sowie später des Parisiana-Theaters in Wien tätig. Bis zu seiner Deportation 1942 vorwiegend in Wien und Luzern lebend, übersetzte er aus dem Italienischen und Französischen und schrieb zahlreiche Bühnenstücke und Novellen. Vgl. Giebisch-G. 76. - Die Adreßseite der Karte stärker berieben, der Name des Adressaten (ebenso wie in der Anrede auf der Textseite) kaum lesbar. {BN#7352} (more)
Bahr, Hermann, Schriftsteller (1863-1934). Unbedr. Visitkärtchen mit eigenh. Adresse und Namenszug. München 1 S.
€ 65
{BN#7353} (more)
Bahr, Hermann, Schriftsteller (1863-1934). Eigenh. Widmung in: H. B. Die Stimme. Schauspiel in drei Aufzügen. Berlin, S. Fischer, 1916. 140, (4) SS. Originalhalbleinenband mit goldgepr. Rückentitel und Deckelmononogramm. 8vo.
€ 75
Erste Ausgabe. - Die mit 24. XII. 1916 datierte Widmung “Unserer lieben u. hochverehrten Marie Wien mit herzlichen Weihnachtswünschen” am vorderen Vorsatz. - WG², 90. {BN#7513} (more)
Bahr, Hermann, Schriftsteller (1863-1934). Eigenh. Begleitschreiben mit U. O. O., 12. V. 1928. ½ S. Qu.-8vo.
€ 80
An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Anbei die Mauskripte, die sich nach mehrmaliger Durchsuchung endlich doch fanden". {BN#14923} (more)
Bahr, Hermann, Schriftsteller (1863-1934). Eigenh. Brief mit U. Bad Tölz, 1. IV. 1926. ¾ S. Qu.-8vo.
€ 120
An den “liebe[n] Kollege[n] Nowak! Anbei die gewünschten Zeilen über die Stellung des Künstlers zur Politik [...] Mit herzlichen Osterwünschen an Sie selbst, Familie Benedikt und meinen lieben Freund Dr. Sternberg und die gesamte Redaktion [...]”. - Der Adressat (von dem sich am linken Rand eine kurze Bemerkung und im Text einige Unterstreichungen finden) ist möglicherweise der Schriftsteller und Journalist Heinrich Nowak (1890-1955). {BN#5463} (more)
Bahr, Hermann, Schriftsteller (1863-1934). Eh. Albumblatt mit U. München, 17. II. 1930. 1 S. Qu.-8vo.
€ 210
"Prost!, ihr lieben Abiturienten, aber laßt Euch warnen: Ihr irrt gewaltig, wenn Ihr meint, die Schule jetzt hinter Euch zu haben, denn der Mensch tritt, so bald er eine Schule los ist, immer sogleich in eine andere. Wer sich dagegen zu wehren versucht, lernt bald, daß es vergebens ist. In der Schule des Lebens bleibt keiner sitzen, das möchten bald alle, gar wenn sie dann wehmütig altern; sie dürfen nicht weilen [...]". - Schönes 12zeiliges Widmungsblatt. {BN#2321} (more)
Bahr, Hermann, Schriftsteller (1863-1934). "40. Gedenktag der Reifeprüfung 19/7 1881". Gruppenphotographie. Salzburg, 19. VII. 1921. 16,5:22 cm. Auf Untersatzkarton.
€ 180
Die Aufnahme zeigt den Schriftsteller, gewandet in einen sog. ‘Klimt-Kittel’ (zu den vermutlich nach Entwürfen von Gustav Klimt von Emilie Flöge ausgeführten Kleidungsstücken vgl. Fischer, G. Klimt und E. Flöge. Genie und Talent. Freundschaft und Besessenheit. 2. Aufl. Wien, Brandstätter, 1988, S. 86ff., Abb. H. Bahr S. 90), inmitten von neun, in strenge Tracht gekleideten Schulkameraden, darunter Hofrat Seckendorff Schweinbach, Generalkonsul v. Götz, Hofrat Prof. Sepp Schaffer, Hofrat Lechner, Notar Dr. Harrer, Oberdirektor M.R. Probst, Pfarrer Josef Hüber und Hermann Hinterstoisser (Mediziner, 1861-1932, vgl. DBA I 540, 282 und II, 587, 129-131). - Die Photographie stammt aus dem Hause Ellinger, Salzburg (d. i. Anton Steinhart (1889-1964)", einem "der führenden Salzburger Porträtfotografen in der Zwischenkriegszeit" (Koschatzky, Geschichte der Fotografie in Österreich II, 183). - Verso von fremder Hand mit den Namen der ehemaligen Klassenkameraden Bahrs beschriftet und datiert. Mit Knickspur in der rechten oberen Bildhälfte. Bemerkenswertes Dokument vom 40jährigen Maturatreffen des Künstlers. {BN#2323} (more)
Bahr, Hermann, Schriftsteller (1863-1934). 4 eigenh. Postkarten mit U. Wien, Salzburg und Venedig, 1899-1920. Zusammen 4 SS. Jeweils mit eh. Adresse.
€ 400
An den Regisseur, Dramatiker und Journalisten Otto Eisenschitz (1863-1942), mit dem er Treffen vereinbart und sich u.a. auch über Genehmigungen zur Veröffentlichung seiner Arbeiten äußert: “Das ‘Konzert’ ist für Frankreich bereits vergeben, ebenso (glaub ich) der ‘Meister’: Ob ‘Kinder’ noch zu haben sind oder welches meiner Stücke sonst, müssen Sie Herrn Dr. Albert Ahn in Bonn, Thomasstraße 1 fragen, der alles Geschäftliche für mich ordnet [...]” (Karte v. 11.VI. 1911). - Eisenschitz war nach langjähriger Tätigkeit als Feuilletonmitarbeiter (u.a. der "Frankfurter Zeitung") als Dramaturg und Regisseur des Theaters in der Josefstadt sowie später des Parisiana-Theaters in Wien tätig. Bis zu seiner Deportation 1942 vorwiegend in Wien und Luzern lebend, übersetzte er aus dem Italienischen und Französischen und schrieb zahlreiche Bühnenstücke und Novellen. - Der Verleger Albert Ahn war später Mitinhaber des bekannten Musikverlages Ahn & Simrock. - Eine der Karten im rechten Rand gelocht (minimale Buchstabenberührung). {BN#5029} (more)
Bahr, Hermann, Schriftsteller (1863-1934). 2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 6. III. 1896 bzw. 29. I. 1897. Zusammen 3 SS. auf Doppelblättern. 8vo.
€ 250
An den Schriftsteller und Journalisten Gustav Frieberger (1858-1933): "Meine Frau und ich haben sehr bedauert, neulich Ihren lieben Besuch verfehlt zu haben - es war ein eigenes Verhängnis, sonst sind wir um diese Zeit immer daheim; aber wenn Sie uns wieder einmal erfreuen, telephonieren Sie uns doch vorher, damit Sie sich nicht noch einmal umsonst bemühen [...]" (Br. v. 6. III. 1896). - Frieberger, in seinen Jugendjahren ein Freund und Berater Arthur Schnitzlers, verfaßte politische Berichte für Berliner und Wiener Blätter und war seit 1898 Redakteur des "Neuen Wiener Tagblattes". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Wiener Wochenschrift "Die Zeit". {BN#11425} (more)
Bahr, Hermann, Schriftsteller (1863-1934). 2 eigenh. Briefe mit U. Bayreuth bzw. o. O., 11. VII. 1904 bzw. o. D. Zusammen (1+½=) 1½ SS. auf 3 Bll. 8vo. Ein Brief mit eh. Adresse.
€ 280
| An den Redakteur der "Berliner Morgenzeitung" Wilhelm Auspitzer (1867-1931) betr. der Übersendung einer Theaterkarte und bezüglich eines Artikels, über den Bahr sich äußerst gefreut habe. {BN#27332} (more) |
Bahr, Hermann, writer (1863-1934). 4 ALS. Vienna, 1896 and 1897. 8vo. Altogether 4½ pp.
€ 500
To Leopold Rosner, concerning the edition of several letters by the Austrian writer Ferdinand Kürnberger, known for his novel "The Man Tired of America". - With printed letterhead of the "Zeit". {BN#9403} (more)
Banville, Théodore de, Schriftsteller (1823-1891). Eigenh. Brief mit U. O. O., 22. XII. 1874. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Kuvert.
€ 120
In französischer Sprache an den Schriftsteller Paul de Saint-Victor (1827-1881), den er in dessen Eigenschaft als Präsident einer Kommission auf eine Kopie der van Dyckschen ‘Vierge de Donataire’ des zwanzigjährigen Malers Hugues de Beauvais, einen Schüler von M. Cabanel, hinweist. - Der in Moulins (Allier) geborene Banville "dichtete mit virtuosenhafter Behandlung des Metrums und Reims [...]" (Brockhaus, 17. A., s.v.) und war seinerzeit als Verfasser humoristisch-parodierender Lyrik ebenso geschätzt wie als Verfasser von Lustspielen (darunter ‘Gringoire’, 1866). - Das Kuvert auf Bl. 2 recto einmontiert. {BN#4156} (more)
Banville, Théodore de, Schriftsteller (1823-1891). Eigenh. Brief mit U. ("Th. de Banville"). Paris, 6. II. 1868. 1 S. Gr.-8vo.
€ 150
| An "mon cher Henry" mit der Nachricht, daß er leider krank gewesen sei, was er zwar verflucht habe, doch hätte da auch kein guter Wille geholfen: "[…] j'avais la seule indisposition contre laquelle le courage ne peut rien! [...]" - Er werde hoffentlich kommenden Dienstag wieder auf den Beinen sein und ihn dann persönlich zu Pierre Veron (d. i. der Schriftsteller und Publizist P. Veron, 1831-1900) bringen. Er möge außerdem auch seinem Bruder sein Bedauern übermitteln und bitte weiters darum, ihm einige Nummern des "L'Artiste" von Jänner und Februar zu schicken. {BN#20884} (more) |
Barthel, Max, Schriftsteller (1893-1975). Ms. Brief mit eigenh. U. Dresden, 20. XI. 1946. 1 S. 4to.
€ 100
Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: “Hier, nach dem umgeheuren [!] Zusammenbruch, regt sich unverzagt, manchmal jammernd, aber doch lebendig, das Leben und will seine Gestaltung. Im Sommer kam mein Aeltester aus englischer Gefangenschaft aus Italien heim und studiert jetzt wieder in Berlin, mein Zweiter bereitet sich auf sein Abitur vor und die Jüngste, die Tochter, wird fünfzehn Jahre. Ich habe viel geschrieben seit dem Zusammenbruch, über 200 neue Gedichte, gegen 600 Sprüche und ein neues Jugendbuch, das im nächsten Jahr erscheint [...]”. - Als Infanterist an der Westfront 1916 seinen ersten pazifistischen Gedichtband ‘Verse aus den Ardennen’ veröffentlichend, trat Barthel nach Ende des Krieges der KPD bei, war 1919 wegen seiner Teilnahme am Spartakusaufstand inhaftiert und machte sich in Berlin einen Namen mit klassenkämpferischer Arbeiterlyrik. Barthel war Mitbegründer der Jugend-Internationale in Wien und Delegierter bei Komintern-Kongressen in Moskau, trat aber schon 1923 aus der KPD aus. Er schrieb überwiegend Reiseberichte und Unterhaltungsromane, war vom Nationalsozialismus begeistert und wurde 1933 Mitarbeiter der nationalsozialistischen Zeitung ‘Angriff’, später Reporter und Kriegsberichterstatter. {BN#7361} (more)
Barthel, Max, Schriftsteller (1893-1975). Ms. Gedicht mit eigenh. U. Dresden, 20. XI. 1946. 1 S. 4to. Beiliegend eine kl. Portraitphotographie Barthels mit eigenh. Zusatz (verso): "Mit den schönsten Grüßen! Max Bartel, 20. 11. 46 Dresden".
€ 50
An Josef Wesely. - Das 14-zeilige Gedicht "Wasserlilien" mit der eigenh. Unterschrift des Dichters. - Max Barthel trat als Vierzehnjähriger in eine Fabrik ein, war als Gelegenheitsarbeiter tätig, führte in West- und Südeuropa ein Wanderleben und schloß sich der sozialistischen Jugendbewegung an. Als Infanterist an der Westfront veröffentlichte Barthel 1916 seinen ersten pazifistischen Gedichtband "Verse aus den Ardennen". Nach dem Krieg trat er in Stuttgart der KPD bei, war 1919 wegen seiner Teilnahme am Spartakusaufstand einige Zeit in Haft und machte sich in Berlin einen Namen mit klassenkämpferischer Arbeiterlyrik. Barthel war Mitbegründer der Jugend-Internationale in Wien und Delegierter bei Komintern-Kongressen in Moskau, trat aber 1923 aus der KPD aus. Als Journalist und freier Schriftsteller schrieb er Reiseberichte und Unterhaltungsromane. Begeistert vom Nationalsozialismus, wurde Barthel 1933 Mitarbeiter der nationalsozialistischen Zeitung "Angriff", dann Reporter und Kriegsberichterstatter. 1950 erschien seine Autobiographie "Kein Bedarf an Weltgeschichte". {BN#18785} (more)
Barthel, Max, Schriftsteller (1893-1975). Ms. Gedicht mit eigenh. Zusatz und U. Dresden, 1. XII. 1947. 1 S. 4to. Mit ms. adr. Kuvert.
€ 60
Das 12-zeilige Gedicht "Gelbe Blätter" mit der eigenh. Unterschrift des Dichters sowie dem Zusatz: "Für Josef Wesely […] mit den schönsten Grüßen. Dresden, 1. 12. 1947". - Max Barthel trat als Vierzehnjähriger in eine Fabrik ein, war als Gelegenheitsarbeiter tätig, führte in West- und Südeuropa ein Wanderleben und schloß sich der sozialistischen Jugendbewegung an. Als Infanterist an der Westfront veröffentlichte Barthel 1916 seinen ersten pazifistischen Gedichtband "Verse aus den Ardennen". Nach dem Krieg trat er in Stuttgart der KPD bei, war 1919 wegen seiner Teilnahme am Spartakusaufstand einige Zeit in Haft und machte sich in Berlin einen Namen mit klassenkämpferischer Arbeiterlyrik. Barthel war Mitbegründer der Jugend-Internationale in Wien und Delegierter bei Komintern-Kongressen in Moskau, trat aber 1923 aus der KPD aus. Als Journalist und freier Schriftsteller schrieb er Reiseberichte und Unterhaltungsromane. Begeistert vom Nationalsozialismus, wurde Barthel 1933 Mitarbeiter der nationalsozialistischen Zeitung "Angriff", dann Reporter und Kriegsberichterstatter. 1950 erschien seine Autobiographie "Kein Bedarf an Weltgeschichte". {BN#18784} (more)
Bartsch, Rudolf Hans, Schriftsteller (1873-1952). Eigenh. Brief mit U. Wien, 17. IV. 1909. 4 SS. auf Doppelblatt. 12mo. Mit eh. adr. Kuvert.
€ 140
An Julie Kalbeck, die Gattin des Musikschriftstellers u. -kritikers Max Kalbeck: "[…] Gnädigste Frau, wir denken immer noch alle Tage an Sie und alles, was in unserer Familie denken kann hat Sie lieb, so sehr haben Sie uns erobert […]". - Der Grazer Schriftsteller Rudolf Hans Bartsch (1873-1952) wurde 1895 als Leutnant an das Kriegsarchiv in Wien beordert, gehörte 1901-03 als a.o. Mitglied dem Institut für österreichische Geschichtsforschung an und trat 1911 als Hauptmann in den Ruhestand. 1914 reaktiviert, nahm er bis 1917 wieder seine Stelle im Kriegsarchiv ein und betätigte sich seit 1918 als freier Schriftsteller. Nach ersten literarischen Erfolgen erzielte Bartsch mit den 1908 erschienenen "Zwölf aus der Steiermark" und seinen späteren Romanen aus dem alten Österreich Millionenauflagen. Bartschs Schubertroman "Schwammerl" (1912) wurde 1916 von Heinrich Berté als Operette "Dreimäderlhaus" vertont und später auch verfilmt. {BN#18892} (more)
Bartsch, Rudolf Hans, Schriftsteller (1873-1952). Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D. 1 S. 8vo. Mit einem alt montierten Zeitungsausschnitt und alt auf Trägerpapier montiert.
€ 60
| "Die Heimat ist Gottes Reich; auch wenn die Menschen manchmal des Teufels sind!" - Der Grazer Schriftsteller Rudolf Hans Bartsch wurde 1895 als Leutnant an das Kriegsarchiv in Wien beordert, gehörte von 1901 bis 1903 als a.o. Mitglied dem Institut für österreichische Geschichtsforschung an und trat 1911 als Hauptmann in den Ruhestand. 1914 reaktiviert, nahm er bis 1917 wieder seine Stelle im Kriegsarchiv ein und betätigte sich seit 1918 als freier Schriftsteller. Nach ersten literarischen Erfolgen erzielte Bartsch mit den 1908 erschienenen "Zwölf aus der Steiermark" und seinen späteren Romanen aus dem alten Österreich Millionenauflagen. Bartschs Schubertroman "Schwammerl" (1912) wurde 1916 von Heinrich Berté als Operette "Dreimäderlhaus" vertont und später auch verfilmt. {BN#23682} (more) |
Bartsch, Rudolf Hans, Schriftsteller (1873-1953). Portraitpostkarte (Ausschnitt) mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D. 1 S. 104:64 mm.
€ 50
Ganzfigürliche Darstellung im Trachtenkostüm. {BN#16803} (more)
Bataille, Georges, écrivain français (1897-1962). Lettre autographe signée. Orléans, 18. I. 1956. 2 pages in-4.
€ 6,500
| "Mon cher André Malraux, j'ai été d'autant plus touché de votre mot que je me suis senti étroitement proche de vous en lisant Les Voix du Silence. Albert Skira, particulièrement heureux de votre appréciation, aimerait, si vous l'autorisez, utiliser une phrase pour la publicité. Je m'excuse de vous le demander, mais je ne pourrais guère me prétendre étranger aux préoccupations dont témoigne sa question... Il y a bien longtemps que nous ne nous sommes vus et si par hasard vous aviez un moment un jour de la semaine prochaine (du 22 au 29), que je passe à Paris, puis-je vous proposer de vous rencontrer ?" - Réponse de Malraux à l'encre rouge: "Cher G.B. je repars pour la Suisse ce soir. Mais que Skira emploie la phrase en question, s'il le croit utile: je me réjouis de tout ce qui peut servir votre livre. Soy. ass., cher G.B. de mon bien symp. souvenir". {BN#31954} (more) |
Baudissin, Wolf Gf. von, Schriftsteller und Militär (1867-1926). Eigenh. Briefkarte mit U. Dresden, 29. VI. 1903. 1 S. Qu.-12mo. Mit vierseitigem Goldschnitt.
€ 80
An einen namentlich nicht genannten Adressaten "mit freundlichem Dank für das Interesse, das Sie an mir und meinen Arbeiten nehmen". - Sich seit 1896 der Literatur widmend, zeichnete der Gatte der Schriftstellerin Eva von Baudissin in seinem erzählerischen Werk - das er häufig auch unter den Pseudonymen Frh. von Schlicht oder Gf. Günther Rosenhagen veröffentlichte - eine humoristische Darstellung der Offizierswelt. {BN#16026} (more)
Bauër, Gérard, écrivain, membre de l'académie Goncourt, président honoraire de la Société des Gens de Lettres (1888-1967). C.A.S. S. l. n. d. 11 lignes (signées de ses initiales).
€ 90
| Il écrit à André Armandy: "Merci, mon cher ami, de vos compliments et de votre sympathie. Oui, mon choix a été un choix de tradition ; mais j'avais été déçu - c'est vrai - de l'hostilité de certains écrivains lors de ma défense de leurs intérêts. Pourquoi leur demander leurs suffrages du cas où je les méritais - je n'en avais plus le goût, ni le désir. Mon parfait souvenir. GB". {BN#31185} (more) |
Bauer, Josef Martin, Schriftsteller (1901-1970). 2 (1 eigenh. und 1 ms.) Briefe mit U. sowie ein gedr. Billett mit mehreren eh. Zeilen und U. Dorfen bei Erding (Bayern), 1961-1965. Zusammen 3 SS. 4to und qu.-8vo. Jeweils mit ms. Kuvert.
€ 150
Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: “Lassen Sie sich wieder einmal dafür danken, da mir ein solcher Gruß und Wunsch noch mehr Freude ist als je zuvor, nachdem ich schon gefürchtet und fast schon gewünscht habe, daß alle Verbindung mit der Umwelt, die mir nur noch störend erschien, abbrechen würde nach meiner Erblindung zu Anfang dieses Jahres [...]” (undat. Brief). - Bauer war im bayerischen Dorfen bei Erding als Chefredaktur der Lokalzeitung tätig und lebte seit 1935 als freier Schriftsteller. Nach dem Zweiten Weltkrieg veröffentlichte er zahlreiche Erzählungen und Hörspiele; seine Erlebnisse im Rußlandfeldzug verarbeitete er u. a. in seinem Kriegstagebuch ‘Kaukasisches Abenteuer’ und in seinem wohl bekanntesten Werk, dem 1955 erschienenen, 1959 und 2001 (wieder-)verfilmten Roman ‘Soweit die Füße tragen’. Vgl. Kosch I, 302f. - Die Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. {BN#7362} (more)
Bauer, Julius, Schriftsteller (1853-1890). Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 1895. 1 S. Qu.-kl.8vo.
€ 80
"An Autographensammler. | In Eurem emsigen Treiben | Immer nur Eins ich bemerke: | Wir Schriftsteller sollen schreiben | Eure gesammelten Werke!" - Geboren im ungarischen Raab-Szigeth, war Bauer in Wien als Journalist und Theaterkritiker beim "Wiener Extrablatt" tätig und schrieb mit Hugo Wittmann mehrere bekannte Operettentexte (so "Der Hofnarr" für W. Müller oder "Die sieben Schwaben" für Carl Millöcker). {BN#19028} (more)
Bauer, Julius, Schriftsteller (1853-1890). Visitenkarte mit einigen eigenh. Zeilen und U. verso. O. O., 12. X. 1885. 1 S. Visitkartenformat.
€ 60
| "Lieber Freund! Besten Dank für Ihre Liebenswürdigkeit. | Ihr alter | Bauer". - Geboren im ungarischen Raab-Szigeth, war Julius Bauer in Wien als Journalist und Theaterkritiker beim "Wiener Extrablatt" tätig und schrieb mit Hugo Wittmann mehrere bekannte Operettentexte (so "Der Hofnarr" für W. Müller oder "Die sieben Schwaben" für Carl Millöcker). {BN#24150} (more) |
Bauernfeld, Eduard von, Schriftsteller (1802-1890). "Wiederkehr". Eigenh. Gedichtmanuskript (9 Zeilen) mit U. Hietzing, 25. V. 1884. 1 S. Folio.
€ 200
Bauernfeld, ein Freund Schuberts, Grillparzers und Moritz von Schwinds, wurde 1831 schlagartig durch sein Lustspiel "Leichtsinn aus Liebe", an der Schwelle zwischen Biedermeier und Vormärz stehend, bekannt, mit dem er "das moderne deutsche Salon- und Konversationslustspiel Wiener Prägung [schuf]. Bis 1889 schrieb er 43 Stücke, die am Burgtheater über tausend Aufführungen erlebten. Bauernfeld, der in seinen Stücken bürgerliches Streben nach privatem Glück aristokratischem Standesdenken gegenüberstellte, kritisierte die politischen Zustände des Vormärz und setzte sich für die Schaffung einer Konstitution ein; seine Wahl in die Frankfurter Nationalversammlung konnte er aus Gesundheitsgründen nicht annehmen" (DBE). 1894 wurde der nach ihm benannte Literaturpreis zum ersten Mal vergeben. - Faltspuren. {BN#9215} (more)
Bauernfeld, Eduard von, Schriftsteller (1802-1890). Visitkarte mit einigen eigenh. Zeilen. O. O. u. D. 2 SS. Visitkartenformat.
€ 80
| "Es wird heute Punkt vier Uhr gegessen. Danke fürs Abholen [...]". - Mit kleiner Knickfalte und winzigem Papierdurchbruch; etwas angestaubt. {BN#20904} (more) |
Bauernfeld, Eduard von, Schriftsteller (1802-1890). Kabinettphotographie (Ausschnitt) mit eigenh. Widmung und U. verso (Bauernfeld"). Bad Ischl, 25. VII. 1889. 90:94 mm.
€ 80
| Brustbild en face mit Widmung an einen Herrn Natzler, wohl der Sänger Leopold Natzler (1860-1926) oder der Schauspieler Siegmund Natzler (1862-1913). - Aus dem Atelier Krziwanek, Wien und Ischl; die Kanten abgeschrägt, der untere Teil des Portraits alt entfernt. {BN#23562} (more) |
Bauernfeld, Eduard von, Schriftsteller (1802-1890). Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. (verso). Ischl, 1889. 132:188 mm.
€ 150
Schönes, den Schriftsteller sitzend (nach links gewandt) abbildendes Portrait (Krziwanek, Ischl/ Wien) mit einer schon vom Alter gezeichneten Widmung für Mathilde Tischler. - Nachdem der Sohn eines Wiener Arztes Philosophie und Jurisprudenz studiert hatte, trat er 1826 als Konzeptspraktikant in den österreichischen Verwaltungsdienst ein. Der Freund Schuberts, Grillparzers und Moritz von Schwinds wurde 1831 schlagartig durch sein Lustspiel "Leichtsinn aus Liebe" bekannt; an der Schwelle zwischen Biedermeier und Vormärz stehend, "schuf er das moderne deutsche Salon- und Konversationslustspiel Wiener Prägung. Bis 1889 schrieb er 43 Stücke, die am Burgtheater über tausend Aufführungen erlebten. Bauernfeld, der in seinen Stücken bürgerliches Streben nach privatem Glück aristokratischem Standesdenken gegenüberstellte, kritisierte die politischen Zustände des Vormärz und setzte sich für die Schaffung einer Konstitution ein; seine Wahl in die Frankfurter Nationalversammlung konnte er aus Gesundheitsgründen nicht annehmen" (DBE). 1894 wurde der nach ihm benannte Literaturpreis zum ersten Mal vergeben. - Vgl. auch Kosch I, 104f. - Die Photographie unter- wie oberhalb der Darstellung beschnitten. {BN#4902} (less)
Bauernfeld, Eduard von, Schriftsteller (1802-1890). Eigenh. Brief mit U. ("Bauernfeld"). Wien, Februar 1890. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
€ 200
| Wohl an einen Redakteur: "Im Sommer 1889 hab' ich Ihnen meinen letzten Kram [?] übersendet und daneben [?] hab' ich keine druckenswerthen Zeilen mehr vorrätig. Mit acht und achtzig Jahren schreibt man aber nichts Neues mehr [...]". - Papierbedingt etwas gebräunt und mit einem kleinen Einriß im Mittelfalz. {BN#23503} (more) |
Bauernfeld, Eduard von, Schriftsteller (1802-1890). Eigenh. Brief mit U. ("Bauernfeld"). [Wien], 25. X. 1835. ¾ S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
€ 350
| An den Sänger Ludwig Cramolini (1805-1884): "Für ein Souper mit Bäuerle sollte man billiger Weise gezahlt werden, anstatt zu zahlen. Ich kam übrigens, um von Glasbrenner Abschied zu nehmen, um 11 Uhr, u. ging nach 12 Uhr, aß und trank fast nichts. Dafür schrieb man mir mit zierlicher Schrift (die ich zu kennen glaube, u. die sich schon bisweilen verrechnet hat) eine Rechnung von 7 fl. 24 Kr. CM! Beiliegend folgt meine Berechnung, die noch immer übertrieben genug ist, u. welche ich Dich sammt den 4 fl. CM an die Unternehmer jener fête abzuführen ersuche [...]". - Adolf Glaßbrenner (1810-1876) verbrachte 1835 längere Zeit in Wien, das er ein seinem, anonym erschienenen und vom Bundestag verbotenen Buch "Bilder und Träume aus Wien" (1836) schilderte. - Etwas gebräunt; Bl. 2 mit kleinem Ausschnitt durch Öffnen der Verschlußmarke. {BN#29608} (more) |
Bauernfeld, Eduard von, Schriftsteller (1802-1890). Eigenh. Brief mit U. Wien, 16. I. 1837. 1 S. 4to.
€ 200
| An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Im Anschluß habe ich die Ehre, die unterfertigte Quittung nebst meinen [...] Stücken: Die Gunstjünger [?] und Das Tagebuch zur Einsicht zu übersenden, u. erlaube mir die Bemerkung, daß sich für die Hauptrolle, besonders im 'Tagebuch', Mlle [?] Bauer eignen dürfte [...]". - Papierbedingt etwas gebräunt. {BN#23595} (more) |



















