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Autographs: History

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Abd al-Aziz, Khalid ibn, King of Saudi Arabia (1912-1982). Portrait photograph signed. N. p. o. d., 21. III. 1979. 203:143 mm.

€ 350

{BN#18585} (more)

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Adalbert, Prinz von Preußen (1811-1873). Brief mit eigenh. U. Berlin, 17. IX. 1846. ½ S. auf Doppelblatt. 4to.

€ 100

An Friedrich Frh. von Reden (1804-1857): "Ich sage Euer Hochwohlgeboren für die gütige Mitteilung der mittelst Ihres Schreibens vom 13. d. Mir übersandten beiden Werke hierdurch Meinen Dank [...]". {BN#22657} (more)

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Adamovich, Ludwig, Jurist (1890-1955). Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 27. IV. 1950. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert.

€ 50

An Josef Wesely. - "[?] Für Ihr freundliches Gedenken bitte ich Sie, meinen aufrichtigsten Dank entgegenzunehmen [?]". - Adamovich schloß seine rechts- und staatswissenschaftlichen Studien an der Universität Wien 1913 ab, nahm als Offizier am Ersten Weltkrieg teil und war dann bis 1927 Beamter bei der niederösterr. Landesregierung und im Bundeskanzleramt. Er habilitierte sich 1924 für Staats- und Verwaltungsrecht, erhielt 1927 eine Professur an der Deutschen Universität Prag, im folgenden Jahr an der Universität Graz, 1934 in Wien. 1930 wurde Adamovich Mitglied des österreichischen Verwaltungsgerichtshofs und wirkte maßgeblich an der Ausarbeitung der ständisch-autoritären Verfassung vom Mai 1934 mit. Von 1934 bis 38 gehörte er dem Staatsrat an, seit November 1934 war er auch Mitglied des Bundestags. Anfang 1938 zum Bundesminister für Justiz ernannt, wurde er vom nationalsozialistischen Regime seines Amtes enthoben und in den Ruhestand versetzt. Adamovich war nach seiner Rehabilitation 1945 Rektor der Universität Wien, seit 1946 Präsident des Verfassungsgerichtshofs und entscheidend an der Formulierung der österreichischen Bundesverfassung beteiligt. {BN#18736} (more)

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[Adel, Militär und Politik]. Sammlung von 77 Brief- und sonstigen Ausschnitten mit jeweils eigenh. U. Verschiedene Orte, meist 19. Jahrhundert. Zusammen 77 Bll. Verschiedenste Kleinformate.

€ 100

Ausschnitte aus Briefen, Dienstschreiben, Akten u. a. von hohen Beamten, Politikern und Adeligen nebst einigen Klerikern und Bürgerlichen, darunter Chorinsky, Csorich, Esterhazy, Fernkorn, Folliot de Crenneville-Poutet, Grünne, Helferstorfer, Latour, Laube, Liechtenstein, Ottenfels-Gschwind, Reischach, Sachsen-Coburg, Sturmfeder, Thun, Thurn, Wattmann-Maelcomp-Beaulieu (2), Vesque v. Püttlingen (2), Wickenburg und Wrbna. - Meist unterschiedlich und tls. auch in die Unterschriften hinein beschnitten. {BN#23746} (more)

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[Adel und Gesellschaft]. Sammlung von 1804 Visitenkarten, Dankeskarten und Einladungen. Verschiedene Orte, 1880er bis 1950er Jahre. Meist Visitkartenformat bzw. (qu.-)8vo.

€ 850

Umfangreiche Sammlung von Visit- und sonstigen Karten des gewöhnlichen Publikums, des gehobenen Bürgertums und mehrheitlich des Hochadels, darunter Angehörige der Familien Andrassy, Arco Zinneberg, Auersperg, Coronini, Coudenhove, Doblhoff-Dier, Festetics, Fugger, Fürstenberg, Gravenreuth, Gumppenberg, Hohenlohe Waldenburg, Hoyos, Hoyos-Sprinzenstein, Kinsky, Kolowrat, Liechtenstein, Lobkowitz, Metternich, Metternich Sandor, Moltke, Odescalchi, Palffy, Pallavicini, Pappenheim, Salm, Schwarzenberg, Seilern, Stadion, Starhemberg, Taaffe, Thurn-Valsassina, Trauttmannsdorff, Üxküll, Waldstein, Windisch-Graetz, Wurmbrand und Zichy; daneben finden sich der Schauspieler und Regisseur Joseph Altmann, der Sänger und Theaterdirektor Franz Josef Brakl, der Mediziner und Philanthrop Ignaz Hofmann von Hofmannsthal, der Philosoph Friedrich Jodl, der Journalist und Schriftsteller Sigmund Schlesinger, die Pianisten Willi und Louis Thern, der Schauspieler und Schriftsteller Rudolf Tyrolt, der Komponist Béla von Ujj sowie die Sängerin Maria Zuber. - Beiliegend 34 Bll. Billetts, Briefkarten u. a. {BN#25230} (more)

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Adelheid von Sachsen-Meiningen, Prinzessin; ab 1830 als Queen Adelaide Königin von England (1792-1849). 3 eigenh. Schul- und Lektürebücher. O. O., 1807 bis 1824. Zusammen 186 größtenteils beschr. Bll. Marmorierte Pappbände der Zeit. Kl.-4to.

€ 3,500

Die Tochter von Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen und Louise Eleonore von Hohenlohe-Langenburg, am 13. August 1792 als Prinzessin Adelheid von Sachsen-Meiningen geboren, ehelichte am 13. Juli 1818 in Kew Palace, Surrey, William Heinrich von Großbritannien und Herzog von Clarence, der von 1830 an als Wilhelm IV. Großbritannien regierte. Der Ehe entstammen zwei Töchter, Charlotte Augusta (1819-19) und Elizabeth (1820-21). - Ein Buch - das, wenn auch undatiert, so der Handschrift nach doch früheste und wohl auch vor 1807 entstandene - ist der Geschichte vorbehalten und behandelt die Epochen von der "Alten Geschichte" bis hin zur "Geschichte der Deutschen" bis ins 16. Jhdt. Der zweite Band umfaßt "Etwas über die spanische Sprache", "Vocablen [!] spanische u. deutsche" sowie Lektüreexzerpte und wohl auch eigene Gedanken und Reflexionen. Der dritte Band enthält gleichfalls Ausschnitte ihrer Lektüre. Von 1813 bis 1821 gibt es keine Eintragungen, erst dann werden sie auf 26 Seiten bis 1824 fortgesetzt. {BN#17470} (more)

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Adelheid von Sachsen-Meiningen, Prinzessin; ab 1830 als Queen Adelaide Königin von England (1792-1849). Eigenh. Album von Blumenaquarellen. Wohl Meiningen, um 1802. 20 Blumenzeichnungen auf 38 Bll., davon 4 in schwarzem Buntstift, 12 farbig aquarelliert und 4 Vorzeichnungen in Bleistift und Tusche; außerdem eine ankolorierte schematische Zeichnung geometrischer Figuren. Marmorierter Pappband der Zeit. 8vo.

€ 1,500

Schöne Folge von Blumenzeichnungen und -aquarellen, teils hs. beschriftet ("Primula cortusoides", "Cistus creticus", "Ipomea hederacea", "Ixia aristata, var. atropurpurea"). Am vorderen Innendeckel eigenh. in Tinte betitelt "Blumen theils schwarz theils gemahlt"; darüber der eigenh. Namenszug in Bleistift: "Adelheid". Einige Zeichnungen mit verblasster Datierung, teils etwas angeschnitten (wohl als 1802 zu lesen, wonach die Zeichnerin knapp zehn Jahre alt war). Adelheid war das erste Kind von Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen und dessen Gemahlin Louise Eleonore von Hohenlohe-Langenburg (1794 wurde Adelheids Schwester Ida geboren, 1800 ihr Bruder und Thronfolger Bernhard). 1803, als Adelheid elf Jahre alt war, starb ihr Vater; Louise Eleonore übernahm die Regentschaft. Adelheid "erhielt eine umfassende und vorzügliche Ausbildung, sprach mehrere Fremdsprachen und zeigte sich an Literatur, Musik und Malerei interessiert" (Wikipedia). 1818 heiratete sie den englischen Prinzen William (1765-1837), später als William IV. der letzte englische König aus dem Hause Hannover. Die australische Stadt Adelaide ist nach ihr benannt. - Aus einer Nachlaßsammlung des Hauses Sachsen-Weimar-Eisenach. {BN#21577} (more)

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[Adelskorrespondenz]. Sammlung von 37 Kondolenzschreiben und Visitenkarten. Verschiedene Orte., 1902. Zusammen 69 SS. auf 55 Bll. Verschiedene Formate. Meist mit Kuvert.

€ 250

Kondolenzschreiben und Visitenkarten an Ludmilla von Galgoczy, geb. Freiin v. Graebe, zum Tod ihrer Tante Xaverine. Unter den Kondolenten finden sich u. a. Gabrielle Salm, Karl Tinty, Fanny Boér de Nagy-Berivoi (geb. Comtesse Harrach), Sofie Lamezan, Isa Ledochowska, Marie Resseguier-Kinsky, Auguste Cavriani-Vecsey, Rittmeister i. I. Anatol Christalnigg, die Comtesse Coronini-Cronberg und Fritz Meraviglia u. a. {BN#22699} (more)

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Adler, Nathan, k.k. Konsul in Port Elizabeth. Eigenh. Notiz mit U. und Visitkärtchen mit 3 eigenh. Zeilen verso. O. O. u. D. Zusammen 2 SS. Qu.-12mo bzw. 30:60 mm.

€ 40

Dem beiliegenden Umschlag zufolge war Adler neben obenerwähnter Tätigkeit Kaufmann-Commis in Leipzig und Mitglied der Gesellschaft Vatermörder (beide 1847) und im Jahr darauf Reporter in Frankfurt a. M. beim deutschen Parlament. {BN#17485} (more)

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Aegidi, Ludwig, Politiker und Publizist (1825-1901). Eigenh. Brief mit U. München, 27. X. 1879. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

€ 100

Lt. beiliegendem Sammlungsumschlag an Sigmund Frh. von Pfeufer (1824-1894), seit 1871 Minister des Inneren : "Anbei die Papiere des jungen Alpenburg. Die Handschrift (es ist die seine) ist nicht empfehlend! Sein Wissen und Können und Benehmen sprechen aber hoffentlich um so mehr zu seinen Gunsten. Darum wünsche ich ihm eine Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen und ausfragen zu lassen [...]". Weiters über eine Abendgesellschaft, das Halsleiden seiner Gattin und die wiedergewonnene Hochschätzung des Adressaten. - Aegidi war als Student der Rechtswissenschaften in Berlin engagierter Burschenschafter, 1848 Führer der Berliner studentischen Jugend und Mitarbeiter an Georg Gottfried Gervinus' "Deutscher Zeitung". Im gleichen Jahr trat er als Sekretär in den preußischen Staatsdienst ein, verließ jedoch die Stelle bei Amtsantritt des Ministeriums Brandenburg-Manteuffel. Bis 1851 Schriftleiter der "Konstitutionszeitung", lehrte er seit seiner Habilitation in Göttingen und war später Professor der Rechte in Erlangen. Seit 1859 im Dienst der preußischen Regierung stehend, verfaßte Aegidi Denkschriften und Broschüren in antiösterreichischem Sinn und warb für den Nationalverein. {BN#15996} (more)

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Albert Kasimir, Herzog von Sachsen-Teschen (1738-1822). Note mit eigenh. U. ("Albertus"). Posony [d. i. Bratislava], 17. IV. 1780. 1 S. Folio.

€ 120

Der Sohn Kurfürst Friedrich Augusts II. war seit 1760 Generalleutnant und von 1765 bis 80 Statthalter in Ungarn. Nach der Heirat Marie Christines, der Tochter Maria Theresias, erhielt Albert Kasimir 1766 das Herzogtum Teschen als böhmisches Kronlehen. In den 80er und frühen 90er Jahren des 18. Jahrhunderts war er Generalgouverneur der österreichischen Niederlande, seit 1794 Oberbefehlshaber der Reichsarmee und Reichs-Generalfeldmarschall. "1795, nach dem definitiven Verlust der Niederlande, zog Albert Kasimir sich zurück und widmete sich sozialen Projekten (Bau von Wasserleitungen in Wien) und künstlerischen Interessen. Für seine Gemahlin ließ er 1798 durch Antonio Canova ein Grabmal errichten. Seine Sammlung von Handzeichnungen und Kupferstichen, die er seinem Adoptivsohn Erzherzog Karl vermachte, bildet die Grundlage der nach ihm benannten Albertina in Wien" (DBE). - Am rechten Rand stärker angestaubt. - Beiliegend eine von alter Hand verfaßte Abschrift des biographischen Eintrags zu Hzg. Albert Kasimir in Brockhaus' Realenzyklopädie. {BN#17661} (more)

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Albert, König von Sachsen (1828-1902). Urkunde mit eigenh. U. Dresden, 4. XI. 1893. 1 S. auf Doppelblatt. Folio.

€ 350

Urkunde über die Verleihung des Offizierskreuzes an den Major von Somogyi, Flügeladjutant des Erzhzgs. Albrecht von Österreich. - Albert von Sachsen nahm am Krieg 1866 teil und erlangte nach der durch eine preußisch-sächsische Militärkonvention erfolgten Zusammenfassung der sächsischen Truppen zum XII. Korps der norddeutschen Bundesarmee dessen Oberbefehl. Nach den Schlachten von Gravelotte und St. Privat im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 erhielt er den Oberbefehl über die neugebildete Maasarmee, die an der Schlacht von Sedan und von Paris teilnahm, und wurde 1871 preußischer Generalfeldmarschall. 1873 folgte er seinem Vater auf den Thron. Albert bemühte sich um gute außenpolitische Beziehungen; seinem Einfluß ist der Abschluß des deutsch-österreichischen Zweibundes von 1879 zu verdanken. - An den Rändern etwas angestaubt und mit kl. Einr.; mit blindgepr. Siegel. {BN#16100} (more)

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Albrecht, Erzherzog von Österreich und Herzog von Teschen (1817-1895). Schriftstück mit eigenh. U. Mailand, 23. VIII. 1849. 1 S. Folio.

€ 150

"Auf dem beim hiesigen Garnisons Auditoriate im Monat März v. J. aufgenommenen Inventar und Lizitations Protokolle über den Nachlaß des Kaplans Marchi erscheinen die beiden Oberlieutnants Thun und Löffler als Commissions-Mitglieder gefertigt, von denen den gepflogenen Erhebungen zu Folge der Erstere damals im Stande des Regiments sich befunden hat. Das Regiment wird demnach angewiesen, anher zu berichten, wo dieser Offizier sich gegenwärtig befinde [...]". - Erzherzog Albrecht übernahm nach der Schlacht von Königgrätz den Oberbefehl über das gesamte kaiserliche Heer. Als Generalinspekteur hatte er wesentlichen Anteil an der Reorganisation der Armee. - Mit mehreren Gegenzeichnungen; an den Rändern stärker lappig und angestaubt. {BN#17217} (more)

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Albrecht, Herzog zu Sachsen-Weimar (1599-1644). Brief mit eigenh. U. Weimar, 19. VI. 1623. ¾ S. auf Doppelblatt. Folio.

€ 400

An seine Untertanen: "Uns ist euer untertheniger bericht des General Tylli aufbruch betreffende vorgetragen worden. Wir [haben] an solcher, und vorhero ergangener avisation ein besonder gnediges gefallen [gefunden]. Alßo erkennen wir es auch in gnaden und begehren ferner, Ihr wollet [das], was euch weiter zuekommen wirdt, ungesäumbt gehorsamblich berichten, Und do gleich berürter aufbruch erfolget sein möchte; Dennoch an mehrer und fleißiger Kundschafft nichts ermangeln laßen, sondern dieselbe auch in der ferne zuerlangen [...]". - Der Sohn Herzog Johanns von Sachsen-Weimar und der Herzogin Dorothea Maria, einer geborenen Fürstin von Anhalt, bereiste von 1619 bis 1621 Frankreich "und übernahm nach seiner Zurückkunft für seine älteren abwesenden Brüder die gemeinschaftliche Regierung des weimarischen Landes [...] [Er] galt als ein edler und weiser Fürst, der zwar das Verbrechen streng bestrafte, aber immer mit Gerechtigkeit und kluger Sorgfalt sein Land regierte. Schmeichler und Verleumder haßte er. Die Drangsale, welche seine armen Unterthanen in Folge des dreißigjährigen Krieges auszustehen hatten, verbitterten die letzten Jahre seines Lebens [...]" (ADB I, 319). - Mit papiergedecktem Siegel und kl. Randläsuren; das leere Bl. 2 etwa zur Hälfte ausgeschnitten. {BN#18477} (more)

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Albufera, Malvine Duchesse d', (1822-1977). Eigenh. Brief mit U. Billancourt [?], 30. VIII. 1846. 1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.

€ 50

In französischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten. {BN#16989} (more)

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Album. Album of the Austrian diplomat Adolf Freiherr von Brenner-Felsach (1814-1883). Mostly Vienna; also St. Petersburg, Stockholm, Warsaw, etc., 1852-1873. Large 8vo. 93 ff. with 39 entries on 38 pages. Contemporary gilt and blindstamped green calf; spine decoratively gilt. All edges gilt. In original blindstamped calf slipcase.

€ 7,500

Among the entries by writers, scientists and politicians are several important members of Vienna cultural life of the 1860s, including Franz Grillparzer, Joseph v. Zedlitz, Johann Gabriel Seidl and Friedrich Halm; Joachim Graf Münch-Bellinghausen, Bernhard v. Beskow, Joseph v. Hammer-Purgstall, Theodor v. Karajan, Joseph Feil, Alfred Arneth, Joseph Ritter v. Bergmann, Eduard Frh. von Sacken, Onno Klopp, Friedrich Argelander, Wilhelm Struve, Karl Gf. Nesselrode, August Freiherr v. Haxthausen, Constantin Tischendorf, and Alexei Tolstoi. - From the library of the Vienna industrialist Rudolf Ritter von Gutmann (1880-1966), owner of one of the greatest private art collections. When he managed to escape to Czechoslovakia merely hours before Germany's annexation of Austria in 1938, he had to leave his treasures behind. The trove was confiscated by the National Socialists and transferred into public collections. The present album became part of the holdings of the Austrian National Library. Only in 2006 was it restituted to the heirs. {BN#15498} (more)

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[Album amicorum - Sachsen]. Freundschaftsalbum der Maria Sophia Jäger. Leipzig und Chemnitz, 1808 bis 1811. 15 Bll. Pappband d. Zt. Qu.-schmal-8vo.

€ 150

Hübsches Stammbuch mit sieben Eintragungen und 11 Zeichnungen, darunter aquarellierte Federzeichnungen und mehrere alt einmontierte Stickereien. - Teils stockfleckig; Bindung gelockert. {BN#21310} (more)

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Aldrin, Edwin, Astronaut (geb. 1930). Portraitphotographie (Reproduktion) mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D. 254:203 mm.

€ 950

Portrait en face in Farbe im Raumanzug. - Beiliegend zwei Bilder zu Apollo 5 bzw. 11. {BN#24946} (more)

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Alemann, Wilhelm Frh. von, Militär (1798-1881). Eigenh. Brief mit U. Preßburg, 23. I. 1850. 1½ SS. auf Doppelblatt. Folio.

€ 120

An das k. k. Militär-Platz-Kommando in Preßburg mit der Bestätigung einer Gehaltszulage für Major Wissnovszky und Obristleutnant Digl, die für die "hierorts aufgestellte Assertierungs Commission" tätig waren. - Alemann war Professor für Mathematik im Pionierkorps und lehrte u. a. Situationszeichnen und Fortifikation. Später Offizier im Generalquartiermeisterstab, war er an der Entstehung des Pionierreglements beteiligt. 1848/49 nahm er als Generalmajor am Feldzug in Italien teil und wurde später Feldmarschalleutnant, Kommandant der Theresianischen Militärakademie, der Okkupationsarmee in der Walachei und schließlich von Venedig. {BN#11524} (more)

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Alexander I. Obrenovic, König von Serbien (1876-1903). Briefausschnitt mit eigenh. U. ("Alexandre"). O. O. u. D. 1 S. Qu.-kl.-8vo.

€ 180

Mit kleinen Tintenwischern und Abdruck einer alt entfernten Büroklammer. - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett und hs. Numerierung "100". {BN#20816} (more)

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Alexander II Nikolajevitch, Czar of Russia (1818-1881). Letter fragment signed. N. p. o. d. 40:148 mm. 1 p.

€ 500

"bleibe Ihnen wohlgewogen. Alexander". - In old collector's folder. {BN#20795} (more)

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[Alexander I., Czar of Russia (1777-1825)]. "Rede Alexanders I. Kaisers aller Reussen bey seiner Zurückkunft aus Deutschland, gehalten im geheimen Staatsrath den 22. Dezember 1805". Contemporary manuscript. N. p., c. 1805. Folio. 3½ SS. on double leaf.

€ 850

Regarding the relationship between Germany and Austria as well as the Russian situation. {BN#17226} (more)

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Alexandra, Prinzessin von Dänemark und Königin von Großbritannien und Irland (1844-1925). Portraitphotographie. O. O. u. D. 89:56 mm auf etwas größerem Untersatzkarton. Beiliegend eine Photographie nach einem lithographischen Portrait Prinzessin Alexandras und ihres Gatten Albert Eduard Fürst von Wales, des späteren Königs Eduard VII.

€ 200

Ganzfigürliche Aufnahme im Sitzen. - Alexandra, die älteste Tochter von Prinz Christian, dem späteren König Christian IX. von Dänemark und seiner Frau Louise von Hessen-Kassel, wurde 1863 Gattin des späteren Königs Eduard VII. Als Königin war sie im Volk ihrer karitativen Bemühungen wegen äußerst beliebt. {BN#17857} (more)

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Alfsohn, Adolph von, Militär (1704-1779). Brief mit eigenh. U. Olmütz, 24. VI. 1763. 3 SS. auf Doppelblatt. Folio.

€ 90

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wie Ich mich dem von dem Herrn General Feldt-Marschall Lieutenant von Rochepine, und Herrn Ingenieur Obristen von Dissel mir Communicirten Plan, welcher die Erbauung eines Zeüghaußes in der Vestung Ollmütz auf dem so genannten Julius-Berg zwischen denen PP. Dominicanern und Seminario vorstellet, nicht nur allein nichts auszusetzen, sondern die dießfällige Erbauung daselbsten um so mehr an fürträglichsten zu seyn findte, als allda ein Zeüghauß, besonders in Friedens Zeiten vor aller Attaque verwahret wäre; so beruhete es nur hierauf, womit auf die Werckstädte deren Artillerie Handtwercks-Leütten, und deren Wohnungen der Bedacht genohmen würde [...]". - Der aus Norwegen gebürtige Militär war Generalmajor und Ritter des Maria Theresia-Ordens; er verstarb zu Olmütz. - An den Rändern etwas lappig und angestaubt. {BN#17565} (more)

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Almásy, Pál, Politiker und Freiheitskämpfer (1818-1882). Eigenh. Brief mit U. Ort unleserlich, August 1861. ¾ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.

€ 350

An einen nicht identifizierten Adressaten betr. der Bestellung einer "Histoire de France" in 20 Bänden. - Paul von Almásy war Präsident des Unterhauses im Debreciner Landtag (1849). "Durch Urtheil vom 6. Februar 1865 des als oberste Militär-Gerichtsbehörde eingesetzten obersten Militär-Justizsenates des Verbrechens des Hochverrathes schuldig erkannt und nebst Adelsverlust im Wege des Rechtes zum Tode durch den Strang, im Wege der Gnade zu zwanzigjährigem schweren Kerker verurtheilt" (Wurzbach XXII, 461). - Etwas angestaubt, sonst gut erhalten. {BN#21326} (more)

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Amalie, Prinzessin von Schweden (1805-1853). Quittung mit eigenh. U. Wien, 6. I. 1853. ½ S. Qu.-8vo.

€ 60

Bestätigung über den Erhalt von 2500 Thaler Preußischer Courant durch den Gesandten von Arnim. - Die jüngere Schwester von Prinz Gustav Wasa lebte, "nachdem jener den Titel eines Kronprinzen von Schweden abgelegt hatte, mit ihm und ihrer Schwester Cäcilie" sowie mit ihrer Hofdame Baronin Sophie Scharnhorst in Hacking bei Hütteldorf (W. von Wurzbach: Josef Kriehuber und die Wiener Gesellschaft seiner Zeit. Wien u. a., Krieg, 1957, Bd. 2; zit. n. DBA III 14, 125). {BN#17594} (more)

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Ambrosy, Samuel, Prediger (1748-1806). Eigenh. Albumblatt mit U. und montiertem Schattenriß. Jena, 6. VI. 1783. 1 S. Qu.-8vo.

€ 150

Schlußvers von Horaz? Ode über die Eifersucht (?Felices ter & amplius, | quos irrupta tenet || copula nec malis | divulsus querimoniis | suprema citius || solvet amor die?; Oden I, 13) mit einer siebenzeiligen, gleichfalls lateinischen Widmung mit Namenszug und Datum. - Ambrosy war Prediger in Chemnitz, gründete daselbst eine Erziehungsanstalt und vefaßte mehrheitlich in Latein gehaltene Verse. - Auf der Rückseite des offensichtlich aus einem Stammbuch entnommenenen Blattes die eigenh. Widmung ?Nichts von ohngefehr!? (dat. Erlangen 2. VI. 1783) mit U. von Johann Seraphim aus Herrmanstadt [!]. - Verso alte Montagespuren. {BN#8245} (more)

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Anastasia Romanova, daughter of Czar Nicholas II and Alexandra Fjodorovna (1901-1918). ALS. Livadija (Crimea), 6. VIII. 1912. 32mo. 3½ pp. on double leaf. Includes an original photograph (82:120 mm).

€ 5,800

Charming letter by the 11-year-old Anastasia to "Shura", her nursemaid Aleksandra Tegleva, from the Tsars summer residence in Crimea. "[...] It is a pity that you are not here with us. Do you like the book? [...] Lu and Datsch are so nice that one would like to hug them, especially Lu. Otherwise, [...] they are as all officers used to be. They send you many greetings and ask for you. I hope you will visit us soon [...]" (transl.). - On black-rimmed stationery. The photograph (captioned on the reverse) depicts Anastasia together with her sisters Tatjana and Marie. Like their mother Alexandra, the two eldest sisters Olga and Tatjana worked as nurses for the Red Cross during WWI and ran their own hospitals in St. Petersburg. {BN#22861} (more)

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Anastasia Romanova, Grand Duchess of Russia, the youngest daughter of Czar Nicholas II and Alexandra Fjodorowna, (1901-1918). Autograph letter signed. Tsarskoye Selo, 2. VI. 1916. 8vo. 4 pp. on double leaf. With autogr. envelope. Encloses an original photograph (83:85 mm).

€ 5,000

Nice letter of the Czar?s daughter, reporting in the third year of World War I what interests her. - As noted on the reverse, the photograph shows Anastasia at the beginning of 1916 in the bedroom of her parents at Tsarskoye Selo (nowadays Pushkin). {BN#22860} (more)

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Andrée, Karl, Geograph und Schriftsteller (1808-1875). Eigenh. Brief mit U. Niederlößnitz bei Dresden, 6. VI. 1857. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.

€ 100

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Während der Ostermesse war ich nur kurz in Leipzig, sprach bei Ihnen vor, und vernahm daß Sie in Wien seien. Ihre Frau mochte ich unter Mittag nicht stören. Im Laufe des Sommers hoffe ich Sie zu sehen und zu hören daß Sie den Baron Ward aufs Haupt schlagen. Zweck dieser Zeilen ist, einmal mich in Ihre freundliche Erinnerung zurückzurufen, sodann meinen Sohn Richard, der in Leipzig studirt, bei Ihnen einzuführen. Ich empfehle ihn Ihrem freundlichen Wohlwollen. Hoffentlich werden Sie an ihm kein Mißfallen haben [...]". - Andree war Redakteur mehrerer Zeitungen - darunter die "Mainzer Zeitung", die "Oberdeutsche Zeitung", die "Kölnische Zeitung", die "Bremer Zeitung" und die "Deutsche Reichszeitung" -, ehe er 1851 das "Bremer Handelsblatt" gründete. Seit 1855 widmete er sich ausschließlich geographischen und ethnischen Studien und übersetzte auch zahlreiche länder- und völkerkundliche Werke ins Deutsche. Um einen größeren Leserkreis zu erreichen, gründete er den "Globus", den er und sein Sohn Richard redaktionell führten. "Zu seinem Andenken haben Heuglin 1871 in der Nähe von Spitzbergen und die österreichische Nordoplarexpedition von 1874 bei Franzjosefsland je eine Insel mit dem Namen Andreeinsel bezeichnet" (ADB XLVI, 15). {BN#16984} (more)

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Angell, Norman, Schriftsteller, Publizist und Nobelpreisträger (1872-1967). Ms. Brief mit eigenh. U. New York, 21. XII. o. J. 1 S. Gr.-8vo.

€ 200

An Mrs. Roland G. Hopkins vom Women's City Club of Boston: "I should be delighted to talk for a few minutes to your sons's school some morning that I am in Boston. Jan 15 seems one possible date and the 26th another. If it is physically possible with due regard to the other engagements I shall be glad to do this [...]". - Der britische Schriftsteller und Publizist erhielt 1933 den Friedensnobelpreis als Mitglied der Exekutivkommission des Völkerbunds und des Nationalen Friedensrats. {BN#23378} (more)

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[Antiquariatswesen] Korrespondenz der Wiener Antiquarsfamilie Heck und der mit ihr befreundeten bzw. verwandten Familien Demelius und Berwerth. Verschiedene Orte, ca. 1890 bis 1950. Zusammen 102 meist eigenh. Briefe und Briefkarten sowie 120 (Bild-)Postkarten mit U. Zusammen 479 SS. auf 328 Bll. 4to und (qu.-)8vo. Die Briefe tls. mit Kuvert. Beiliegend 14 Kuverts.

€ 500

Familiäre und freundschaftliche Korrespondenz der Inhaberfamilie des seit 1877 bestehenden Antiquariats. - Gegründet von Valentin Andreas Heck als Kunsthandlung und Kunstverlag, wurde die Firma auf Betreiben Gustav Nebehays in Anbetracht der sich verschlimmernden Inflation der Zwischenkriegszeit in ein bibliophiles Antiquariat umgewandelt; als Gesellschafter wurden der bisherige Alleininhaber Robert Heck (gest. 1924), der Kunsthändler Gustav Nebehay (1881-1935) und der Antiquar Heinrich Hinterberger (1892-1970) im Handelsregister festgehalten. Als gegen Ende der zwanziger Jahre infolge der Weltwirtschaftskrise die Geschäfte schlechter gingen, kam es zu umständlichen Verhandlungen aller Beteiligten mit der Konsequenz, daß Hinterberger 1935 sein eigenes Geschäft in der Hegelgasse eröffnete und als Gesellschafter ebenso austrat wie Gustav Nebehay, dessen Sohn Christian die Anteile seines Vaters übernahm und neben Conradine Heck - die schon nach Robert Hecks Tod eingetragen worden war - fortan als neuer Gesellschafter firmierte; die Kollektivprokura wurde an Werner Heck übertragen. In den kommenden Jahren sollten neben den Genannten bzw. an ihrer statt Christa Demelius, Maria Nebehay, Ingo Nebehay, Martin Demelius, Agnes Szava-Kovats, Uta Schweger, Hans-Dieter Paulusch, Christine Heck, Brigitte Brion und Anneliese Maruna die Geschicke der Firma führen. - Neben 8 (davon 6 eh.) Briefen und 7 eh. Postkarten (mit zusammen 27 SS. auf 17 Bll.) des Juristen und Universitätsprofessors Heinrich Demelius (1893-1987), der seit 1925 mit Christa Heck, der Tochter Robert und Conradine Hecks, verheiratet gewesen war, und zahlreichen Briefen der Familie Heck finden sich in der vorliegenden Sammlung auch Briefe der befreundeten Familie um den Mineralogen und Petrographen Friedrich Martin Berwerth (1850-1918) sowie 2 eh. Briefe des Schauspielers Max Pohl (1855-1935; zusammen 7½ SS. auf 4 Bll.) und seiner Gattin Anna (zusammen 19½ SS. auf 10 Bll.). {BN#18256} (more)

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Anton Victor, Erzherzog von Österreich (1779-1835). Brief mit eigenh. U. Wien, 7. I. 1825. 1 S. Folio.

€ 120

An die Hoch- und Deutschmeisterische Gefällsverwaltung zu Botzen: ?Wir bestättigen den Empfang des Berichts vom 30. Dezember v. J. Die eingeschickten 50fl. sind an Unsere Hauptkasse abgegeben worden, um ihre Vermachung nach der angezeigten Bestimmung zu pflegen. Wegen der künftigen Miethe für das k. k. Landgericht Stain am Ritten haben Wir heute das in Abschrift anliegende Schreiben an den Herrn gouverneur Grafen v. Chotek erlassen. Von dem Erfolg werden Wir der Gefällsverwaltung seiner Zeit die weitere gnädigste Eröf[f]nung machen [...]?. - 1805 als letzter Hochmeister in der Hofkirche zu Mergentheim als Ordensmeister inthronisiert, gelang dem Sohn des späteren Kaisers Leopold II. gemeinsam mit Staatskanzler Metternich die Reorganisation des Deutschen Ordens (1834-40); obgleich Oberstinhaber des Hoch- und Deutschmeisterregiments, galt sein Interesse jedoch vornehmlich der Botanik, der Gartenbaukunst und naturwissenschaftlichen Fragen. Im Handel verbreitet sind die durch das Rückenmomongramm ?AV? kenntlichen Bände seiner Bibliothek. - Ohne die erwähnte Beilage. {BN#8486} (more)

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Antonia, Herzogin zu Sachsen-Coburg-Saalfeld-Koháry (geb. 1797). 4 eigenh. unterzeichnete Kassa-Ausgangszettel. Wien, 1855 bis 1862. Zusammen 4 SS. Meist 8vo.

€ 140

Quittiert u. a. den Empfang von 25 Gulden "für eine Tapisserie Arbeit". - Antonia, mit vollem Namen Marie Antonie Gabriele von Koháry, Tochter des letzten Fürsten dieses Namens, war seit 1816 die Gattin von Ferdinand Georg August, Prinz zu Sachsen-Coburg-Saalfeld-Koháry (1785-1851). eines Feldmarschallleutnants in österreichischen Diensten. {BN#16076} (more)

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Apponyi, Albert Gf., Politiker (1846-1933). Eigenh. Brief mit U. Pozsony Megye [d. i. Bratislava], 29. IX. 1906. 1½ SS. 8vo.

€ 200

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Leider muß ich aber annehmen daß die Befürwortung eines ungarischen Politikers bei den gegenwärtigen Machthabern in Wien keine besondere Empfehlung wäre [...]". - Albert Gf. Apponyi, Sohn des Hofkanzlers Georg Gf. Apponyi, wurde 1901 Präsident des Abgeordnetenhaueses und war 1906-10 und 1917 Unterrichtsminister, 1920 war er Führer der ungarischen Friedensdelegation in Trianon. - Auf Briefpapier mit Trauerrand und gepr. Kopfzeile. {BN#9867} (more)

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Apponyi, Albert Gf., Politiker (1846-1933). Eigenh. Manuskript mit U. O. O., August 1928. 19 SS. auf 18 Bll. 4to.

€ 250

Stark bearbeitetes Manuskript eines Aufsatzes für die ?Neue Freie Presse? über die politische Situation Ungarns und die Auswirkungen des Friedensvertrages von Trianon. - Albert Gf. Apponyi, Sohn des Hofkanzlers Georg Gf. Apponyi, wurde 1901 Präsident des Abgeordnetenhaueses und war 1906-10 und 1917 Unterrichtsminister, 1920 war er Führer der ungarischen Friedensdelegation in Trianon. Vgl. ÖBL I, s. v. - Mit Ausnahme des ersten Blattes, das am oberen Rand beschnitten und somit ohne Titel ist, rechts oben numeriert. {BN#8469} (more)

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Apponyi, Alexander Gf., Diplomat, Politiker und Bibliophiler (1844-1925). Eigenh. Brief mit U. Paris, 28. XI. 1874. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

€ 80

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Seit acht Tagen von Seiner kön. Hoheit dem Herzog von Nemours für Morgen zu Tische geladen, bedaure ich unendlich, der gnädigen Einladung Seiner Majestät nicht Folge leisten zu können [...]". - Geboren in Paris, war Gf. Apponyi Gesandtschaftssekretär, Mitglied des Magnatenhauses und kgl. ungarischer Oberstkämmerer. Apponyi, der als bedeutendster Bibliophile Ungarns gilt, sammelte auf seinem Schloß Lengyel die größte Hungaricabibliothek der Welt. {BN#15938} (more)

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Apponyi, Anton Gf., Diplomat (1782-1852). Brief mit eigenh. U. Paris, 28. XI. 1827. 1 S. auf Doppelblatt. Folio.

€ 70

An Fürst Metternich mit der Nachricht über die Ausfolgung eines an Frhrn. von Walter ausbezahlten Reisevorschuß von 2500 Francs. - Gf. Apponyi war im diplomatischen Dienst in London, Rom, Paris, Turin und München tätig; insbesondere während der Julirevolution 1830 wußte er sich durch seine "tactvolle Haltung [...] glänzend" zu bewähren (Wurzbach, s. v.). - Bl. 2 nur fragmentarisch. {BN#11461} (more)

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Apponyi, Anton Gf., Diplomat (1782-1852). Eigenh. Brief mit Namenszug im Text. Paris, 13. I. 1846. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.

€ 90

Dankt für eine Einladung zum französischen Kanzler für den 19. Jänner. - Gf. Apponyi war im diplomatischen Dienst in London, Rom, Paris, Turin und München tätig; insbesondere während der Julirevolution 1830 wußte er sich durch seine "tactvolle Haltung [...] glänzend" zu bewähren (Wurzbach, s. v.). {BN#15937} (more)

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Apponyi, Anton Gf., Diplomat (1782-1852). Eigenh. Brief mit U. Paris, 15. V. 1832. 2 SS. auf Doppelblatt. 4to.

€ 90

An Franz Rt. von Heintl (1769-1839) mit Dank für die Zusendung von dessen "Bemerkungen auf einer Reise von Wien nach Paris im Jahre 1831": "[...] ich habe bereits das Werkchen zu durchlesen angefangen, und dessen Gehalt höchst anziehend und lehrreich gefunden; hoffentlich werden Sie es fortsetzen, und mir auch die ferneren Bände gefälligst zusenden [...]". - Gf. Apponyi war im diplomatischen Dienst in London, Rom, Paris, Turin und München tätig; insbesondere während der Julirevolution 1830 wußte er sich durch seine "tactvolle Haltung [...] glänzend" zu bewähren (Wurzbach, s. v.). - Heintl war Gründer der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft in Wien sowie Mitbegründer der wechselseitigen Feuerschaden- und einer Hagelversicherungsgesellschaft in Wien. Daneben trat er als Verfasser zahlreicher Schriften zu Fragen der Volks- und Landwirtschaft hervor. {BN#11473} (more)

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Argenson, Marc-Pierre Graf von, Politiker (1696-1764). Brief mit eigenh. U. "Au camp de la Commanderie", 27. VII. 1747. ½ S. auf Doppelblatt. Folio.

€ 150

Marc-Pierre Comte d'Argenson übernahm 1720 von seinem Vater Marc-René das Amt des obersten Polizeichefs; 1742 wurde er Kriegsminister und reorganisierte die im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740?48) kämpfende Armee; 1751 gründete er die Militärschule Saint-Cyr. Als ehemaliger Schulkamerad von Voltaire wurde dieser - der ja seit 1736 mit Kronprinz Friedrich von Preußen in brieflichem Kontakt stand - von ihm 1742/43 mehrfach in diplomatischer Mission nach Preußen geschickt, das im österreichischen Erbfolgekrieg zunächst mit Frankreich verbündet gewesen, 1742 aber ausgestiegen war. - Etwas angestaubt, sonst in gutem Zustand. {BN#20151} (more)

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Arneth, Alfred von, Historiker und Politiker (1819-1897). Eigenh. Brief mit U. O. O., 24. I. 1872. ¾ S. Gr.-8vo.

€ 110

Wohl an den Diplomaten und Schriftsteller Josef von Doblhoff-Dier (1844-1929): "Ich bitte Sie uns nächsten Montag den 27. um vier Uhr das Vergnügen zu machen, mit einigen akademisch[en] Collegen in meiner Wohnung [...] zu Mittag zu speisen [...]". - Arneth war seit 1868 Leiter des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Mitarbeiter der "Monumenta Germaniae Historica", Mitglied verschiedener historischer Kommissionen, Mitinitiator des Volksbildungsvereins, seit 1861 liberaler Abgeordneter des niederösterreichischen Landtags und seit 1869 Mitglied des Herrenhauses. - Der ehemalige Diplomat und Weltreisende Doblhoff-Dier gründete 1876 den "Wissenschaftlichen Klub", widmete sich in Lausanne archäologischen Studien und war Mitglied der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde an. Seit 1899 wieder in Wien, wurde er Bibliothekar der Geographischen Gesellschaft. - Mit Korrespondenzstempel der Sammlung Doblhoff und einigen Vermerken von alter Hand. {BN#20270} (more)

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Artois, Henri d', comte de Chambord (1820-1883). ALS ("Henri"). London, 6. XII. 1843. Large 8vo. 1½ pp. on double leaf.

€ 800

Thanking Madame Roch (?) for her letter and for having sent her son-in-law. - Spotty and with minor traces of folding. Small label and ms. number "70" on reverse of fol. 2. {BN#20861} (more)

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Arz von Straußenburg, Arthur Albert Frh. von, Militär (1857-1935). 2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 9. VI. 1920 bzw. 16. VI. o. J. Zusammen 5 SS. auf 3 Bll. Gr.-8vo.

€ 150

An einen Freund: "Du warst bereits einmal so freundlich mir eine Skizze über die Transportverhältnisse zu geben, als ich diese den Ungarn darlegen musste. Nun bin ich etwas weiter gegangen: ich will eine Zusammenstellung über die Jahre 1917 u. 1918 machen, wie ich die Ereignisse von meinem Standpunkte erkannte. Kein Geschichtswerk, keine Enthüllungen will ich schreiben, aber eine wahre Begebenheit, soweit sie im Bereiche des AOK's behandelt u. beeinflusst werden. Dass dabei das gewichtige Gebiet des Eisenbahnwesen's richtig u. entsprechend behandelt werden muss, ist selbstredend [...]" (Br. v. 9. VI. 1920; mit mehreren Anstreichungen des Adressaten in Rotstift). - Arz von Straußenburg kommandierte 1914 als Feldmarschalleutnant die 15.Infanteriedivision, dann das 6. Korps und kämpfte im selben Jahr bei Limanowa-Lapanow. "1915 hatte er Anteil am Durchbruch bei Gorlice-Tarnów und an der Einnahme von Brest-Litowsk. 1916 führte A[rz] an der rumänischen Front die 1.Armee bis an die Ostgrenze Siebenbürgens. 1917 wurde er als Nachfolger von Franz Graf Conrad von Hötzendorf zum Chef des Generalstabs ernannt" (DBE). Er führte die Abwehr gegen die Kerenskij-Offensive, den Durchbruch bei Flitsch-Karfreit-Tolmein, eroberte Venetien bis zum Piave und mußte am 3. XI.1918 den Waffenstillstand schließen. - Beide Br. etwas angeschmutzt. {BN#17616} (more)

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Aschbacher, Anton Dominik., Tyrolean freedom fighter (1782-1814). Autograph letter signed ("Aschbacher"). "Platz-Comando Achenthall", 13. V. 1809. Folio. 1 p. With autogr. address.

€ 1,500

To a Reverend in Steinberg: "As per yesterday's letter, I must report to you, that the circumstances have again greatly changed, and for the time being no action can be taken, as G. F. M. L. Marq. de Chasteler with those troops which were ordered here are marching against the enemy, who, as HE General himself wrote to me, captured the Strub Pass on the evening of the 11th [...] Take good care, and muster all your Tyroleans' courage for our just cause, and GOD will bless us". - Anton Aschbacher, the son of an Achensee tax collector, "was Captain and later 'Schützenmajor' of the Achenthaler forces during the Tyrolean freedom struggle [...] He sacrificed all of his might and means to his patriotism [...]" (Wurzbach I, 75). - Slightly browned due to paper and somewhat spotty. {BN#22642} (more)

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Aspre, Constantin Frh. von, Militär (1789-1850). Briefausschnitt mit eigenh. U. Neapel, 6. VII. 1816. 1 S. Qu.-8vo. Mit gut erhaltenem Siegel.

€ 80

Aspre trat in das Regiment des Fürsten Carlos Auersperg ein, wurde 1809 Oberleutnant im General-Quartiermeisterstab und nahm an allen Kriegshandlungen Österreichs teil. 1840 wurde er Feldmarschalleutnant und Divisionär in Italien, 1846 Kommandant des 2. Armeekorps im Venetianischen. Nach den Kämpfen um Modena, Parma und Livorno blieb er als Repräsentant der obersten Zivil- und Militärgewalt bis zum Frieden in Florenz. Als Kommandant des 6. Armeekorps ging er nach Padua, wo er nach wenigen Monaten verstarb. - Beiliegend eine nach 1850 verfaßte Niederschrift des biographischen Artikels über Aspre aus Pierers "Konversations-Lexikon". {BN#16126} (more)

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Asquith, Herbert Henry, Politiker (1852-1928). Portraitpostkarte auf Untersatzkarton mit montiertem eh. Namenszug. O. O. u. D. 8vo.

€ 80

Brustbild des von 1908-16 amtierenden britischen Premierministers im mittleren Mannesalter. {BN#15490} (more)

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Attems, Ferdinand Maria von, Staatsmann (1746-1820). Urkunde (Obligation) mit eigenh. Unterschrift. Graz, 9. IV. 1807. 1 S. Mit 4 (davon 2 papiergedeckten) Siegeln. 4to.

€ 110

Vormundschaftsobligation für den minderjährigen Adolph von Stubenberg in Höhe von 10.000 Gulden. Mit den eigenh. Unterschriften der Vormünder Maria Anna von Meixner, geb. Gräfin von Saurau, und Ferdinand Graf von Attems. - Die Verso-Seite mit einigen aus späteren Jahren (1808 und 1840) datierenden Vermerken. - Der österreichische Staatsmann Ferdinand Maria Graf von Attems (1746-1820) war seit 1771 Mitglied des Landtags der Steiermark und stand in Opposition zur Zentralisierungspolitik Maria Theresias und Josephs II. Nach dessen Tod gelang Attems die Wiederherstellung einiger ständischer Rechte. Während der französischen Invasion 1797 war er Mitglied der provisorischen Kommission zur Verwaltung des Landes. 1801 wurde er durch Franz II. zum Landeshauptmann der Steiermark ernannt. Attems war Mitgründer und 1. Kurator des Joanneums und initiierte den Bau einer ständischen Zeichenakademie und Galerie in Graz. - Geringe Randläsuren. {BN#18654} (more)

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Auersperg, Adolf Fst. von, Staatsmann (1821-1885). Briefausschnitt mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D. 1 S. Qu.-12mo.

€ 50

1869 zum lebenslangen Mitglied des Herrenhauses ernannt, wurde Auersperg im Jahr darauf vom Kaiser als Landespräsident nach Salzburg entsandt und 1871 zum österreichischen Ministerpräsidenten erklärt, der er bis 1879 blieb. Auersperg reformierte das Wahlgesetz im liberalen Sinn der damaligen Monarchie; 1873 konstituierte sich der erste direkt gewählte Reichsrat. An den innen- und außenpolitischen Schwierigkeiten scheiternd, die durch die Okkupation Bosniens und der Herzegowina entstanden waren, wurde Auersperg 1879 Präsident des Obersten Rechnungshofs. {BN#16128} (more)

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Auersperg, Gottfried Gf. von, Militär (1818-1893). Brief mit eigenh. U. Wien, 19. IV. 1848. 2 SS. auf Doppelblatt. Folio.

€ 100

An den ?löblichen kk General Quartiermeisterstab?: ?Nachdem der zur Folge hierortigen Auftrages von 5. April d. Js. No. 317 von dem Infanterie Regiment Baron Strabovsky No 14 zur Privat Dienstleistung für den Major Karl von Roesgen des Korps an den löblichen General Quartiermeisterstab abgegebenen Gemeinen Georg Sauer seiner physischen Gebrechen wegen zur Privatdienstleistung nicht geeignet ist, derselbe aber bei dem Umstande da er am linken Auge erblindet, und das rechte Auge sehr geschwächt sein soll, auch zu Feldkriegsdiensten nicht mehr geeignet sein dürfte, so ist dieser Gemeine zu dem 3. Bataillons [!] von Baron Strabovsky Infanterie, welches unter Einem hievon verständiget wird zurück zu transferiren [...]?. - Gf. Auersperg trat 1833 in die kaiserl.-königl. Armee ein und nahm 1848/49 an den Kämpfen bei Venedig sowie an den Kriegen 1864 und 1866 teil. Danach in den Generalstab versetzt, avancierte er zum Generalmajor und übernahm 1869 das Kommando der Truppen in Süddalmatien. Später wurde er Kommandant der Armee-Schützenschule in Bruck. Als Feldzeugmeister trat er 1879 in den Ruhestand. - Auf Briefpapier mit gepr. kalligr. Briefkopf des K. K. Niederösterreichischen Generalkommandos; Bl. 2 verso mit zeitgenössischen Registraturvermerken. {BN#8504} (more)

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Auersperg, Theresia Fürstin, Hofdame (1735-1800). Eigenh. Brief mit U. O. O., 22. VIII. 1793. 2 SS. 8vo.

€ 200

An Hrn. von Kölbl in Fragen der Zahlungsabwicklung nach dem Verkauf von ?dises unser Haus samt grundstüken, garten, und zubauhäußl samt der Fechsung 2 Stük Kühe vor 4000fl [...]?. - Die Tochter von Heinrich Fürst Auersperg war kaiserliche Sternkreuzordens- und Palastdame und "die letzte Neigung des rom. deutschen Kaisers Franz I." (ÖBL 1851, zit. n. DBA I 39,194); 1758 ehelichte sie Graf Johann Joseph Kinsky. {BN#4361} (more)

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Auffenberg von Komarow, Moritz Frh., Militär (1852-1928). Eigenh. Brief mit U. ("Auffenberg"). O. O., wohl 22. V. o. J. 3 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to.

€ 100

An Baron Versbach, den Kommandanten der Wiener Landwehrdivisionen: "Ich danke Ihnen für die außerordentlich interessante Lektüre, auf die Sie - als Sohn Ihres Vaters - wahrhaft stolz sein können. Ihr verewigter Vater hat in ernster, kritischer Stunde Hervorragendes geleistet und sein, aus soldatischer Überzeugung und richtigster Beurteilung der Verhältnisse entspringender Ungehorsam war eine heldenhafte Großtat [...]". - Moritz von Auffenberg gehörte als Kenner der ungarischen und der südslawischen Fragen dem Beraterstab des Thronfolgers Franz Ferdinand an und war seit 1911 Kriegsminister. "Während seiner Amtszeit wurden ein neues Wehrgesetz eingeführt und die schwere Artillerie ausgebaut. 1912 trat er auf Weisung des Thronfolgers zurück und wurde Armeeinspektor. 1914 übernahm er das Kommando der 4. Armee und siegte am 26. August bei Komarow über die Russen. Nach verlustreichen Schlachten wurde er Ende September seines Kommandos enthoben. Kurz nach der Nobilitierung 1915 wurde Auffenberg von Komarow des Amtsmißbrauchs während seiner Tätigkeit als Kriegsminister angeklagt, vom Kriegsgericht, nicht jedoch vom Ehrengericht, freigesprochen. Danach lebte er in Wien, schrieb politische und geschichtsphilosophische Bücher und Presseartikel, u. a. seine Autobiographie 'Aus Österreich-Ungarns Höhe und Niedergang' (1921)" (DBE). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und etwas angestaubt. {BN#24058} (more)

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August, Prinz von Preußen, Militär (1779-1843). Brief mit eigenh. U. Berlin, 27. VI. 1835. 1 S. 4to.

€ 140

An Rittmeister Nolbeck vom 9ten Husarenregiment, "kommandirt bei der Lehr-Escadron": "Ich danke Ihnen ganz ergebenst für die gefällige Mittheilung der von Ihnen bearbeiteten Anweisung zum Packen pp. für die Kavallerie. Durch die Präcision der Darstellung und die sorgfältige Zusammenstellung einzelner Bestimmungen haben Sie sich ein Verdienst erworben, was gewiß ein jeder Kavallerist dankbar erkennen wird [...]". - August, jüngster Sohn des Prinzen Ferdinand von Preußen und Neffe Friedrichs II., befehligte im Alter von 24 Jahren ein Grenadierbataillon in Berlin, kämpfte 1806 bei Jena, wurde bei Prenzlau gefangengenommen, 13 Monate in Frankreich festgehalten und nach dem Tilisiter Frieden 1808 zum Generalmajor ernannt. Er nahm am Befreiungskrieg teil und bemühte sich, seit 1814 General der Infanterie, als Generalinspekteur der Artillerie um deren umfassende Reorganisation. - Mit Stempel des "Archiv Schöppl" am linken oberen Rand der Recto-Seite. {BN#15894} (more)

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August, Prinz von Preußen, Militär (1779-1843). Briefausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D. 1 S. 128:93 mm.

€ 80

August, jüngster Sohn des Prinzen Ferdinand von Preußen und Neffe Friedrichs II., befehligte im Alter von 24 Jahren ein Grenadierbataillon in Berlin, kämpfte 1806 bei Jena, wurde bei Prenzlau gefangengenommen, 13 Monate in Frankreich festgehalten und nach dem Tilisiter Frieden 1808 zum Generalmajor ernannt. Er nahm am Befreiungskrieg teil und bemühte sich, seit 1814 General der Infanterie, als Generalinspekteur der Artillerie um deren umfassende Reorganisation. - Mit Stempel des "Archiv Schöppl" am rechten oberen Rand der Recto-Seite. {BN#15895} (more)

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August, Prinz von Preußen, Militär (1779-1843). Briefausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D. 53:98 mm.

€ 60

August, jüngster Sohn des Prinzen Ferdinand von Preußen und Neffe Friedrichs II., befehligte im Alter von 24 Jahren ein Grenadierbataillon in Berlin, kämpfte 1806 bei Jena, wurde bei Prenzlau gefangengenommen, 13 Monate in Frankreich festgehalten und nach dem Tilisiter Frieden 1808 zum Generalmajor ernannt. Er nahm am Befreiungskrieg teil und bemühte sich, seit 1814 General der Infanterie, als Generalinspekteur der Artillerie um deren umfassende Reorganisation. - Mit Stempel des "Archiv Schöppl" am oberen und kleinen Montagestreifen am linken Blattrand. {BN#21312} (more)

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August, Prinz von Preußen, Militär (1779-1843). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. 1 S. Qu.-8vo.

€ 180

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich komme den 24. d. M. nach [...] Glogau u. erwarte daselbst von Ihnen einen genauen Bericht über den Fortgang der Arbeit, mit Angabe dessen, was noch zu thun übrig ist [...]". - August, jüngster Sohn des Prinzen Ferdinand von Preußen und Neffe Friedrichs II., befehligte im Alter von 24 Jahren ein Grenadierbataillon in Berlin, kämpfte 1806 bei Jena, wurde bei Prenzlau gefangengenommen, 13 Monate in Frankreich festgehalten und nach dem Tilisiter Frieden 1808 zum Generalmajor ernannt. Er nahm am Befreiungskrieg teil und bemühte sich, seit 1814 General der Infanterie, als Generalinspekteur der Artillerie um deren umfassende Reorganisation. - Mit Stempel des ?Archiv Schöppl? auf der Recto-Seite. {BN#15891} (more)

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Auspitz, Rudolf, Politiker und Nationalökonom (1837-1906). Eigenh. Briefkarte mit U. Alt-Aussee, 27. VI. 1903. 2 SS. Qu.-12mo. Mit eh. adr. Kuvert.

€ 80

An Julie Kalbeck, die Gattin des Musikschriftstellers u. -kritikers Max Kalbeck. - Nach seinem Studium an der TH Wien reiste Auspitz zu mathematischen und naturwissenschaftlichen Studien nach Berlin und Paris. Er war Gründer und Eigentümer der mährischen Zuckerfabriken in Bisenz und Rohatetz sowie Komiteemitglied des "Centralvereins für Rübenzuckerindustrie in der österreichisch-ungarischen Monarchie". Als Mitglied der liberalen Partei gehörte er seit 1871 dem mährischen Landtag, seit 1873 dem österr. Abgeordnetenhaus an. Auspitz spielte als Wirtschaftspolitiker eine bedeutende Rolle; er verfaßte die "Untersuchungen über die Theorie des Preises" (1889). Er war ein Gegner des allgemeinen Wahlrechts und trat für die Besetzung Bosniens und der Herzegowina ein. - Auf Briefpapier mit gepr. Adresse. - Beil. ein eigenh. Brief von Marie Auspitz (9. VII. 1908; 4 SS., kl.-8°), ebenfalls an Julie Kalbeck. {BN#18888} (more)

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Autograph album of the Nuremberg classical scholar Nikolaus Weber, with 51 entries by scholars, scientists, and artists of the time, including Andreas Celsius, Johann Gabriel Doppelmayr, and Christoph Jacob Trew. Nuremberg and Altdorf, 1717-1749. Oblong 8vo. 179 ff. with 51 entries and Weber's autogr. note of ownership on fol. 2r. Contemp. brown calf with richly gilt spine and covers. Brocade endpapers. All edges gilt.

€ 25,000

Unique scholars' album of the philologist Nikolaus Weber (1699-1751), headmaster of the Nuremberg Holy Ghost school, with entries by scholars mainly based at the Universities of Nuremberg and Altdorf. One of the most important among the contributors to this volume, almost all of which are biographically recorded, is the Swedish astronomer Andreas Celsius (1701-44), who on 22 July 1733 penned these lines: "Problema: Unam eandemq[ue] theologiam et religionem per universum terrarum orbem propagare. - Resolutio: Doceatur ubiq[ue] gentium Philosophia certa et solida" (Problem: How to spread the same theology and religion throughout the entire world? - Solution: Teach all peoples a certain and solid philosophy). On behalf of the Swedish king, Celsius had visited the principal observatories of Europe in 1732/33 to form an opinion of the current developments in astronomy. His scientific "Grand Tour" had also led him to Nuremberg, where he had spent three months at the home of the astronomer Johann Gabriel Doppelmayr (see below) and had regularly participated in the specialist discussions hosted by the physician Christoph Jacob Trew (see below). 1733 is also the year of Celsius's "316 Observationes de Lumine Boreali", the first comprehensive treatise on the Northern Lights, published by Endter in Nuremberg. That year, Celsius also performed the first exact geographical measurement of the town's dimensions. - Celsius's host Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750), known for his 1750 "Atlas coelestis", contributed his entry many years before Celsius: on 17 July 1717, he dedicated a quotation from Seneca ("Animum sursum vocant initia sua", Epist. 79). The two opposite pages by Celsius and Doppelmayr are connected by a caption (by one of the two scientists): "Sic pagina jungit amicos" (Thus a page links friends). - Another important entry is that of the physician and botanist Christoph Jakob Trew (1695-1769), who had studied medicine in Altdorf and then undertook a three-year tour through Germany, Switzerland, France, and the Netherlands. In 1720 he settled in Nuremberg as a general practicioner and became a member of the most important scientific academies; his library, encompassing more than 34,000 volumes, was considered the greatest collection of naturalist literature of its time. No less important was Trew's autograph and correspondence collection with its natural-scientific focus, containing more than 19,000 letters by polymaths from the early Renaissance to Enlightenment (including Albrecht von Haller, Conrad Gesner, and Lorenz Heister). Today, Trew is frequently associated with his principal botanical work, "Plantae selectae" (1750-73). - For many entries, Weber later added the date of the contributor's death (if he outlived them), which in several cases offers a more precise date than hitherto available. - Other contributors include Siegmund Jakob Apin (writer, pedagogue, and classical scholar, 1693-1732), Andreas Christian Eschenbach (theologian and classical scholar, 1663-1722), Johann Wilhelm Feuerlein (theologian, 1689-1766), Christoph Fürer von Haimendorf (poet, 1663-1732), Gottfried Engelhart Geiger (pedagogue, 1681-1748), Johann Jakob Hartmann (theologian, 1671-1728), Georg Jeremias Hofmann (teacher of oriental languages and theologian, 1670-1732), Johann David Köhler (historian, 1684-1755), Michael Friedrich Lochner von Hummelstein (physician and polymath, 1662-1720), Bernhard Walther Marperger (theologian and Lutheran poet, 1682-1746), Jonas Meldercreutz (mathematician and bibliophile, 1713-85), Gustav Philipp Mörl (theologian and librarian, 1673-1750), Johann Heinrich Müller (physicist, astronomer, and mathematician, 1671-1731), Joachim Negelein (theologian and classical scholar, 1675-1749), Johann Heinrich Schulze (physician and classical scholar, 1687-1744), Christian Gottlieb Schwarz (classical scholar and historian, 1675-1751), Gottfried Thomasius (polymath and physician, 1660-1746), Johann Siegmund Wernberger von Wernberg (jurist, 1678-1737), Justin Wetzel (preacher and professor of history and politics, 1667-1727), Georg Karl Wölker (jurist, 1660-1723), and Johann Wülfer (classical scholar and professor of church history, 1651-1724). - Decorative binding insignificantly rubbed, otherwise splendidly preserved autograph album of enormous value for the history of science. Autographs by Celsius, Trew, and Doppelmayr are of the utmost rarity. - Detailed list available upon request. {BN#18569} (more)

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Autograph album. Album amicorum of Karl Benedikt Schmidt, with 87 entries by Christian Fürchtegott Gellert, Johann Melchior Goeze, Johann Christoph Gottsched, Johann Christian Hebenstreit, Johann Heinrich Daniel Moldenhawer, Hermann Samuel Reimarus, Johann Gottfried Tympe, Gustav Georg Zeltner, and many others. Hamburg, Nuremberg, Leipzig, Jena, and other places, 1761-1782. Oblong 8vo. 222 ff. Contemp. red and brown vellum, richly gilt, edges gilt, brocade endpapers.

€ 9,500

Remarkable, attractive, and well-preserved friendship album of a Franconian theologian, with entries mainly by important theologians, orientalists, and philosophers. Of special interest are some 40 entries from Schmidt's Hamburg (1765/66) and Leipzig years (1766), during which he was in contact with the figureheads in the controversy between Lutheran orthodoxy and Enlightenment, in particular with the Hamburg head pastor Johann Melchior Goeze and his literary adversary, the oriental scholar and philosopher Hermann Samuel Reimarus. (It was from a treatise by Reimarus that Lessing culled and published the famous "Fragmente eines Ungenannten", which sparked one of the fiercest theological controversies of the 18th century). Other important theologians in this connection are Julius Gustav Alberti, whose "Anleitung zum Gespräch über die Religion" (1771) was also condemned by Goeze as heretic; Johann Friedrich Bahrdt, the father of the radical theologian of Enlightenment, Carl Friedrich Barth; Christian August Crusius, one of Christian Wolff's principal opponents; Johann August Ernesti, founder of philologigo-historical exegesis; and Johann August Nösselt, who taught this method at Halle and defended the independence of scholarship against state intervention. - Among the other entries, we find the poet Christian Fürchtegott Gellert and the literary reformer Johann Christoph Gottsched, two principal representatives of literary Enlightenment; furthermore, the mathematician and philosopher Johann Jakob Ebert; the Austrian field marshal (and, since 1763, commander of Hamburg) Franz Maximilian Jahnus Freiherr von Eberstädt; the philosopher, economist, and lexicographer Carl Günther Ludovici; the historian and librarian Georg Andreas Will; Johann Heinrich Winckler, a teacher of the young Goethe, a disciple of Wolff, and a pioneer of electrical research in Germany; and Joachim Johann Daniel Zimmermann, an orthodox Lutheran poet who provided the lyrics to Telemann's sacred compositions. - Autogr. note by K. B. Schmidt on fol. 3: "Templum hoc honoris maecenatibus patronis ac evergetis generosissimis excellentissimis atque amplissimis [...] submisso offert". - Detailed listing available upon request. {BN#20126} (more)

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Ayllon, Luis de la Torre, Diplomat (1778-1851). 2 Briefe mit eigenh. U. Wien, 16. IV. 1852 und 21. II. 1853. Zusammen 4½ SS. auf 3 Bll. Beiliegend eine gleichfalls eh. unterfertigte Kopie in spanischer Sprache zur Bestätigung der Authentizität des Originals.

€ 100

An den Baron "Sigismund" von Wertheimstein mit Dank für die Spende von 3000 reais zur Errichtung von neuen Spitälern in Madrid, die im Zuge der Geburt der Prinzessin von Asturien von der Königin beschlossen worden waren. "So wie ich Ihnen bereits mündlich vorgeschlagen durfte, habe ich mich bereit erklärt, meine Regierung über diese spontane und schmeichelhafte großzügige Geste eines der angesehensten Häuser in Wien zu informieren" (Br. v. 16. IV. 1852). - Der zweite Brief über seine Ernennung zum Spanischen Konsul in Wien und Begleitschreiben zum Konsularpatent. "Wie ich es Ihnen in meinem Brief vom 16. Dezember angekündigt habe, wurde das von der Königin ausgestellte Konsularpatent von mir dem kaiserlichen Ministerium für Auswärtiges weitergeleitet, um mit seiner Hilfe die für ihre Anerkennung als Konsul von Spanien in dieser Stadt notwendige Exequatur zu erhalten". Am 19. Dezember habe er die besagte Exequatur erhalten, die ihn zur "sofortigen Ausübung seiner neuen Funktionen" als Konsul ermächtigen würde. - "Sigismund", recte: Siegmund von Wertheimstein, geb. 1796, "war zuletzt Chef des k.k. priv. Großhandlungshauses Hermann von Wertheimstein's Söhne, Director der priv. österr. Nationalbank und spanischer Consul in Wien. Sein Wiener Haus behauptete einen der ersten Plätze in der Handelswelt" (Wurzbach LIII, s. v.). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Lègation de S. M. Catholique à Vienne. {BN#15687} (more)

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Bach, Alexander Frh. von, Politiker (1813-1893). Brief mit eigenh. U. Rom, 7. XI. 1860. 2½ SS. auf Doppelblatt. Folio.

€ 150

An den "General Adjutanten S. M. des Kaisers" Franz Gf. Folliot de Crenneville-Poutet (1815-1888): "Der heute früh hier eingetroffene Herr Hauptmann des General Quartiermeisterstabes, Baron Dumoulin, hat mir die verehrliche Zuschrift übergeben, welche Euer Exzellenz [...] an mich gerichtet haben. Ich habe bereits Gelegenheit gefunden den Herrn [...] Staatssekretär von der dem genannten kais. Offizier gewordenen Mission vorläufig in Kenntnis zu setzen. Sobald der Kriegsminister Msgr. Mérode von einem Ausflug nach Frosinone zurückgekehrt sein wird, werde ich mit demselben das Weitere besprechen [...]". - Im niederösterreichischen Loosdorf geboren, war der promovierte Jurist - Mitbegründer und führendes Mitglied des liberalen "Juridisch-politischen Lesevereins" - Justizminister in den Kabinetten Doblhoff-Wessenberg (Juli bis November 1848) und Felix Fürst Schwarzenberg (November 1848 bis April 1852). Maßgeblich an Kaiser Franz Josefs "Sylvesterpatent" vom 31. XII. 1851 beteiligt, bildete das von Bach gemeinsam mit Karl Friedrich Kübeck Frh. von Kübau (1780-1855) ausgearbeitete, später das "Bachsche System" genannte Regelwerk die Grundlage für die politische Führung des wiedererrichteten absolutistischen Staates. Nachdem der Kaiser nach Schwarzenbergs Tod 1852 selbst die Staatsgeschäfte übernommen hatte, wurde Bach als Präsident der Ministerkonferenz zum wohl einflußreichsten Regierungsmitglied und 1854 in den Freiherrenstand erhoben. Nach den Niederlagen von Magenta und Solferino (Juni 1859) entlassen, war er bis 1865 Botschafter beim Heiligen Stuhl. "Sein vielfach befehdetes System bildete einerseits die Grundlage für die Neugestaltung des Staates, die bis zum Ende der Donaumonarchie (1918) wirksam blieb, anderseits verschärfte sein auf das Deutschtum gestützter Zentralismus die Nationalitätenfrage" (DBE). - Auf Briefpapier mit französisch gepr. Briefkopf seines Amtes als Botschafter des Kaisers beim Hl. Stuhl. {BN#3488} (more)

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Bach, Alexander Frh. von, Politiker (1813-1893). Brief mit eigenh. U. Wien, 5. II. 1852. 1 S. auf Doppelblatt. 4to.

€ 120

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Es ist mir sehr angenehm, Euer Hochwohlgeboren nunmehr die in Ihrer werthen Zuschrift vom 26. Jänner l[etzten!]. J. gewünschten statistischen Daten für das Jahr 1850 sammt den aus Verstoß [?] zurückgebliebenen Bemerkungen über die früheren Schreiben Eurer Hochwohlgeboren und überdies einige wichtige Ausweise die Gendarmerie betreffend mittheilen zu können [...]". - Im niederösterreichischen Loosdorf geboren, war der promovierte Jurist - Mitbegründer und führendes Mitglied des liberalen ?Juridisch-politischen Lesevereins? - Justizminister in den Kabinetten Doblhoff-Wessenberg (Juli bis November 1848) und Felix Fürst Schwarzenberg (November 1848 bis April 1852). Maßgeblich an Kaiser Franz Josefs ?Sylvesterpatent? vom 31. XII. 1851 beteiligt, bildete das von Bach gemeinsam mit Karl Friedrich Kübeck Frh. von Kübau (1780-1855) ausgearbeitete, später das ?Bachsche System? genannte Regelwerk die Grundlage für die politische Führung des wiedererrichteten absolutistischen Staates. Nachdem der Kaiser nach Schwarzenbergs Tod 1852 selbst die Staatsgeschäfte übernommen hatte, wurde Bach als Präsident der Ministerkonferenz zum wohl einflußreichsten Regierungsmitglied und 1854 in den Freiherrenstand erhoben. Nach den Niederlagen von Magenta und Solferino (Juni 1859) entlassen, war er bis 1865 Botschafter beim Heiligen Stuhl. ?Sein vielfach befehdetes System bildete einerseits die Grundlage für die Neugestaltung des Staates, die bis zum Ende der Donaumonarchie (1918) wirksam blieb, anderseits verschärfte sein auf das Deutschtum gestützter Zentralismus die Nationalitätenfrage? (DBE). - Mit zwei Bearbeitungsvermerken des Empfängers und auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf des "K: K: Ministerium des Innern". {BN#3496} (more)

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Bach, Alexander Frh. von, Politiker (1813-1893). Brief mit eigenh. U. Wien, 24. XI. 1856. 1 S. Folio.

€ 120

An die "löbliche Direktion des Leutnant-Vereines für Kostkinder-Beaufsichtigung und Krippen" mit Dank für die Zusendung von dessen Jahrbuch: "Mit Vergnügen ergreife ich übrigens diesen Anlaß, der edlen und segenbringenden Wirksamkeit der löblichen Direktion und der leitenden Mitglieder meine besondere Anerkennung auszusprechen [...]". - Bacxh war Justizminister in den Kabinetten Doblhoff-Wessenberg (Juli bis November 1848) und Felix Fürst Schwarzenberg (November 1848 bis April 1852). Maßgeblich an Kaiser Franz Josefs ?Sylvesterpatent? vom 31. XII. 1851 beteiligt, bildete das von Bach gemeinsam mit Karl Friedrich Kübeck Frh. von Kübau ausgearbeitete, später das ?Bachsche System? genannte Regelwerk die Grundlage für die politische Führung des wiedererrichteten absolutistischen Staates. Nachdem der Kaiser nach Schwarzenbergs Tod 1852 selbst die Staatsgeschäfte übernommen hatte, wurde Bach als Präsident der Ministerkonferenz zum wohl einflußreichsten Regierungsmitglied und 1854 in den Freiherrenstand erhoben. Nach den Niederlagen von Magenta und Solferino (Juni 1859) entlassen, war er bis 1865 Botschafter beim Heiligen Stuhl. ?Sein vielfach befehdetes System bildete einerseits die Grundlage für die Neugestaltung des Staates, die bis zum Ende der Donaumonarchie (1918) wirksam blieb, anderseits verschärfte sein auf das Deutschtum gestützter Zentralismus die Nationalitätenfrage? (DBE). {BN#14975} (more)

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Bach, Alexander Frh. von, Politiker (1813-1893). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. 2 SS. 8vo.

€ 150

An einen namentlich nicht genannten Professor: ?Wider Erwarten hat sich die heutige Conferenz länger verzogen, ich komme daher mit der Bitte mich gütigst entschuldigt halten zu wollen die Frage zu stellen, wann ich Morgen Nachmittag die Ehre haben kann E. Exzellenz zu Hause zu besuchen [...]?. Im niederösterreichischen Loosdorf geboren, war der promovierte Jurist - Mitbegründer und führendes Mitglied des liberalen ?Juridisch-politischen Lesevereins? - Justizminister in den Kabinetten Doblhoff-Wessenberg (Juli bis November 1848) und Felix Fürst Schwarzenberg (November 1848 bis April 1852). Maßgeblich an Kaiser Franz Josefs ?Sylvesterpatent? vom 31. XII. 1851 beteiligt, bildete das von Bach gemeinsam mit Karl Friedrich Kübeck Frh. von Kübau (1780-1855) ausgearbeitete, später das ?Bachsche System? genannte Regelwerk die Grundlage für die politische Führung des wiedererrichteten absolutistischen Staates. Nachdem der Kaiser nach Schwarzenbergs Tod 1852 selbst die Staatsgeschäfte übernommen hatte, wurde Bach als Präsident der Ministerkonferenz zum wohl einflußreichsten Regierungsmitglied und 1854 in den Freiherrenstand erhoben. Nach den Niederlagen von Magenta und Solferino (Juni 1859) entlassen, war er bis 1865 Botschafter beim Heiligen Stuhl. ?Sein vielfach befehdetes System bildete einerseits die Grundlage für die Neugestaltung des Staates, die bis zum Ende der Donaumonarchie (1918) wirksam blieb, anderseits verschärfte sein auf das Deutschtum gestützter Zentralismus die Nationalitätenfrage? (DBE). {BN#3485} (more)

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Bach, Alexander Frh. von, Politiker (1813-1893). Quittung (Fragment) mit eigenh. U. [Wien], o. D. 1 S. Qu.-8vo.

€ 80

?Saldiert mit zweyhundert Gulden?. - Im niederösterreichischen Loosdorf geboren, war der promovierte Jurist - Mitbegründer und führendes Mitglied des liberalen ?Juridisch-politischen Lesevereins? - Justizminister in den Kabinetten Doblhoff-Wessenberg (Juli bis November 1848) und Felix Fürst Schwarzenberg (November 1848 bis April 1852). Maßgeblich an Kaiser Franz Josefs ?Sylvesterpatent? vom 31. XII. 1851 beteiligt, bildete das von Bach gemeinsam mit Karl Friedrich Kübeck Frh. von Kübau ausgearbeitete, später das ?Bachsche System? genannte Regelwerk die Grundlage für die politische Führung des wiedererrichteten absolutistischen Staates. Nachdem der Kaiser nach Schwarzenbergs Tod 1852 selbst die Staatsgeschäfte übernommen hatte, wurde Bach als Präsident der Ministerkonferenz zum wohl einflußreichsten Regierungsmitglied und 1854 in den Freiherrenstand erhoben. Nach den Niederlagen von Magenta und Solferino (Juni 1859) entlassen, war er bis 1865 Botschafter beim Heiligen Stuhl. ?Sein vielfach befehdetes System bildete einerseits die Grundlage für die Neugestaltung des Staates, die bis zum Ende der Donaumonarchie (1918) wirksam blieb, anderseits verschärfte sein auf das Deutschtum gestützter Zentralismus die Nationalitätenfrage? (DBE). - In altem Sammlungsumschlag. {BN#9635} (more)

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Bachofen von Echt, Karl Adolf Frh., Industrieller und Münzsammler (1830-1922). Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 2. II. 1915. 1 S. 8vo. Mit ms. adr. Kuvert.

€ 50

?In der letzten Stifterdenkmal-Versammlung [...] wurde als Material zu diesem Denkmal Laaser Marmor bestimmt. Da in Folge des ausgebrochenen Krieges wegen Arbeitermangel dieses Material jedoch in absehbarer Zeit nicht beschafft werden kann, so wird von unseren ersten Künstlern Untersberger Marmor (Hofbruch) empfohlen, der nach deren Aussagen allen Anforderungen entspricht [...]?. - Das erwähnte Denkmal ist vermutlich das von Karl Philipp geschaffene und im Oktober 1919 enthüllte Denkmal im Wiener Türkenschanzpark. - Aus einer limburgischen Familie stammend, kam Bachofen 1848 nach Österreich-Ungarn, studierte bis 1853 an der Prager Universität Technik und Chemie und kam 1865 nach Wien, wo er gemeinsam mit Verwandten die Brauerei Nußdorf erwarb, die sich in den folgenden Jahren unter seiner Leitung zu einer der bedeutendsten Brauereien Wiens entwickelte (seit 1908 Aktiengesellschaft). 1906 in den Freiherrenstand erhoben, wirkte er als langjähriger Bürgermeister von Nußdorf, war Mitbegründer der Ornithologischen Gesellschaft, Mitglied der Numismatischen Gesellschaft und Ausschußmitglied der Gesellschaft zur Förderung der Medaillenkunst. Seine vielbeachtete Sammlung römischer Münzen und Medaillen vermachte er dem Wiener Münzkabinett. Vgl. Czeike I, 224. - In altem Sammlungsumschlag. {BN#6106} (more)

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Badeni, Kasimir Felix Graf von, Staatsmann (1846-1909). Eigenh. Brief mit U. ("Badeni"). Wien, 6. VIII. 1896. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.

€ 150

An M. Laporte de la Porte: "Recevez tous mes remerciements à l'égard de votre aimable attention et voyez assuré que je lirai avec beaucoup d'intérét l'étude que vous avez bien voulu m'offrir [...]". - Graf Badeni war 1895 österreichischer Ministerpräsident und Innenminister geworden. "In dieser Funktion führte er 1896 eine Wahlrechtsreform durch, die den nichtdeutschsprachigen Bevölkerungsteilen und den Sozialdemokraten zugute kam. Badeni setzte eine Steuerreform durch und schloß erfolgreich die Ausgleichsverhandlungen mit Ungarn ab, scheiterte jedoch am Nationalitätenproblem: Seine Sprachverordnungen für Böhmen und Mähren 1897 führten mit ihrem Zwang zur Doppelsprachigkeit in den Behörden zu massiven Protesten des deutschsprachigen Bevölkerungsteils. In der sogenannten 'Badeni-Krise' erklärte der Wiener Bürgermeister Karl Lueger, nicht mehr für die Sicherheit garantieren zu können, so daß der Kaiser einen Demissionierungsantrag Badenis annahm" (DBE). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des k. k. Ministerpräsidenten; gering (das Kuvert stärker) fleckig. {BN#24032} (more)

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Bakonyi, Emerich Frh. von, Militär (1768-1845). Brieffragment mit eigenh. U. O. O., 3. V. 1828. 47:94 mm.

€ 80

Der verdiente und mehrfach ausgezeichnete Militär "erwarb sich durch seine glänzende Waffenthat bei Neumarkt, wo er, nachdem ihm das Pferd unterm Leibe erschossen ward, zu Fuß den Kampf fortsetzte und nach heißer Gegenwaehr siegreich in die Stadt drang, das Ritterkreuz des Maria Theresienordens" (Wurzbach, s. v.). Im Jahr vor seinem Tod wurde er noch mit der geheimen Ratswürde ausgezeichnet. {BN#11525} (more)

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Baldacci, Anton Maximilian Frh. von, Staatsmann (1792-1841). Brief mit eigenh. U. Wien, 10. IV. 1839. 1 S. auf Doppelblatt. Folio.

€ 120

Note an den k.k. Hofkriegsrath "über die nachträglich aufgefundenen zwei Forderungs-Anmeldungen der Provinz Treviso für Kriegs- und sonstige Leistungen aus der Epoche vom 1ten November 1797 bis Ende Dezember 1805". - Baldacci wurde 1810 Zweiter Vizekanzler der Vereinigten Hofkanzlei. Er arbeitete an einer Verwaltungs- und Staatsreform und wurde neben Philipp Gf. Stadion einer der einflußreichsten Berater von Kaiser Franz. Er förderte die Errichtung des Landsturms 1806-08 und unterstützte - seit 1813 Armeeminister - den Frh. vom Stein bei der Vorbereitung des Kriegs gegen Napoleon. Mit zunehmender Macht Metternichs verlor Baldacci an Einfluß. Als Präsident des Generalrechnungsdirektoriums 1811-39 wurde er Begründer der offiziellen österreichischen Statistik; zudem war Baldacci einer der geistigen Urheber des kaiserlichen Manifests von 1806. - Beiliegend eine biographische Notiz zum Verfasser von alter Hand. {BN#16011} (more)

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Balemann, Heinrich, Jurist und Bürgermeister von Lübeck (1677-1750). Eigenh. Albumblatt mit U. Lübeck, 9. II. 1739. 1 S. Qu.-8vo.

€ 500

"Vincire scipsum maxima est victoria". - Mit kleiner Numerierung am rechten oberen Blattrand. {BN#20413} (more)

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Bambam, Hartwig, lutherischer Prediger (1685-1742). Eigenh. Albumblatt mit U. Hamburg, 23. X. 1738. 1 S. Qu.-8vo.

€ 850

Hartwig Bambam studierte Theologie in Wittenberg und war Prediger an der Peter-Paul-Kirche in Hamburg. - Mit kleiner Numerierung am rechten oberen Blatt- und kl. Wurmspur am unteren Blattrand. {BN#20434} (more)

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Baner, Johann, Army officer (1596-1641). Letter signed. Torgau, 15. III. 1637. Folio. 1 p. on double leaf.

€ 750

To August Count of Anhalt (1575-1653), concerning military affairs. - Includes an engraved portrait. {BN#8386} (more)

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Banfield, Gottfried Frh. von, Militär (1890-1986). Eigenh. Brief und 4 eh. Bildpostkarten mit U. Triest und Salzburg, 1956-1969. Zusammen 5 SS. (Qu.-)8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert.

€ 140

Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche und sendet Grüße aus Salzburg, ?wo ich zu den Osterfestspielen - Siegfried u. Reingold [!] dirigiert von Herbert v. Karajan [-] gekommen bin? (Karte v. 3. IV. 1969). - Gottfried Frh. von Banfield, der erfolgreichste Marinepilot der k. u. k. Armee und als einziger Flieger mit dem Königskreuz des Maria Theresia Ordens ausgezeichnet, wurde 1916 Kommandant der Seeflugstation Triest. Nach 1920 war er Unternehmer und führte die Reederei seines Schwiegervaters; 1957 räumte er nach der Suezkrise den Suezkanal. Vgl. Öst. Lex. I, 82. - Die Bildseiten der Karten mit Ansichten der Festung Hohensalzburg, von Triest sowie eines Gemäldes von Cézanne. {BN#7358} (more)

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Banfield, Gottfried Frh. von, Militär und Unternehmer (1890-1986). Eigenh. Billett mit U. Triest, 27. III. 1964. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.

€ 40

An Josef Wesely: "[?] Von Griechenland zurückgekehrt habe ich Ihre so freundlichen Wünsche vorgefunden [?]. - Der Offizier Gottfried Freiherr von Banfield war 1916 Kommandant der Seeflugstation Triest; 1917 Ernennung zum Maria-Theresien-Ritter und Erhebung in den Freiherrenstand; ab 1920 Unternehmer und Berge-Reeder; Banfield räumte 1957 nach der Suezkrise den Suezkanal. {BN#18733} (more)

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Barco, Vincenz Freiherr von, österr. Militär (1719-1797). Eigenh. Bestätigung mit U. Pest, 1. VIII. 1793. ½ S. 8vo.

€ 150

"Dise Tausend K. Ducaten seynd ein Depositum meines Sohnes Joseph Domherrn zu Ödenburg [...]". - Zusätzlich mit der Unterschrift des Feldmarschalllieutenants Freiherr von Wimpffen als Zeuge. - Der einer aus Spanien stammenden Familie gebürtige Barco, seit 1731 im österreichischen Militär, wußte sich 1757/58 bei Komnitz und Hochkirch rühmlich auszuzeichnen und wurde zum Oberst befördert; 1762 wurde er in den Stand eines Freiherren erhoben, 1771 wurde er General und 1773 Feldmarschalleutnant. 1778 kämpfte er im Bayerischen Erbfolgekrieg in Böhmen gegen die Preußen, 1788-90 gegen die Türken. Zudem war Barco Interimsgeneralkommandant in Galizien und Siebenbürgen und k. k. Kommissar beim siebenbürgischen Landtag, später auch kommandierender General von Ungarn. - Mit Falt- u. Knitterspuren. {BN#12411} (more)

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Bareuther, Ernst, Politiker (1838-1905). Visitkarte mit mehreren eigenh. Zeilen und U. Wien, 15. V. 1882. 1 S.

€ 80

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Aus beiliegendem Telegramme, das ich soeben über meine Anfrage von meinem Arzt erhalten habe, wirst Du entnehmen, daß es mir leider nicht möglich ist, Deinem Wunsche, der mich nur erfreuen konnte, Folge zu leisten [...]". - Bareuther war Abgeordneter zum Landtag, später zum Reichstag und zum Wiener Gemeinderat, Mitbegründer des Deutschen Vereins für Böhmen, Mitglied der Wiener evangelischen Gemeinde und Führer in der "Los von Rom"-Bewegung. "Ursprünglich liberal, kämpfte er für Festlegung der deutschen Staatssprache und für administrative Trennung in Böhmen, schloß sich der Vereinigten Linken an, dann dem Fortschrittsklub, dessen Mitbegründer er war, dem Dt. Klub und der Deutschnationalen Vereinigung unter Steinwender, 1898 dem Alldeutschen Verband unter Schönerer" (ÖBL I, 50). {BN#15741} (more)

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Barger, Eduard, Militär (geb. 1882). Eigenh. Brief mit U. Klagenfurt, 21. VI. 1946. 2¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.

€ 50

An Josef Wesely betr. dessen "Wiederindienststellung" nach dem Zweiten Weltkrieg: "Sogleich nach Empfang Ihres Schreibens habe ich die Abschriften des Ansuchens und der dazu gehörigen Zeugnisse mit eingeschriebener Post an den Herrn 3. Präsidenten des Nationalrates, Dr. Gorbach, eingeschickt. Ich habe mein Gutachten über Ihre Haltung und Einstellung hinzugefügt. Unter andere[m] erwähnte ich auch den Inhalt Ihrer Briefe aus [!] der Front, die nach Inhalt und Ausdruck Ihre Gegnerschaft [...] beweisen. Ich bemerkte auch meine Mahnung zur Vorsicht, weil die Öffnung dieser Briefe uns beide ins K. Z. oder auch an den Galgen hätte bringen können [...]". - Eduard Barger war während des Krieges Kommandant der 7. Division in Klagenfurt; 1953 war er Gründer des Kärntner Kameradschaftsbundes. {BN#19685} (more)

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Barger, Eduard, Militär (geb. 1882). Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Klagenfurt], 5. IV. 1950. 1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse.

€ 40

An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche: [...] Es würde uns freuen, bald einmal von Ihrem Berufs- und Familienleben nähere Nachrichten zu erhalten [...]". - Eduard Barger war während des Krieges Kommandant der 7. Division in Klagenfurt; 1953 war er Gründer des Kärntner Kameradschaftsbundes. {BN#19701} (more)

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Baron Giskra, Gesandtschaftssekretär. 2 eigenh. Briefe mit U. Bern und Territet, 28. X. und 10. IX. 1897. Zusammen 3½ SS. auf Doppelblättern. 8vo. Visitkarte beiliegend.

€ 80

An die Fa. Kl. Schittenhelms Sohn in Wien betr. der angefertigten Reiseutensilien: "Die Reise-Utensilien sind bereits hier eingetroffen und der Hand Koffer, Reise-Necessaire und Flacon-Etui sehr nett und tadellos ausgefallen. Hinsichtlich der Reisetasche bin ich allerdings leider vollständig enttäuscht und wird dieselbe nur die Zahl meiner traurigen Erfahrungen vermehren, wie schwer es ist, etwas wirklich praktisches zu finden: Die Gegenstände hängen gegen herausgleiten und dem übrigen Inhalt der Tasche gegenüber ungeschützt und schlottrig an der losen Seitenwand, in dem sie überdies etwa ein 3 Drittel des Rockraumes occupiren. Die Mappe wird - wie ich es besorgt hatte - vollständig verbogen, sobald man die Tasche schliesst und eignet sich die Letztere, wie ich nunmehr klar sehe und wie es sie vielleicht interessieren dürfte, bestimmt überhaupt nicht als Einrichtungstasche, sondern ausschließlich als Handkoffer [...]" (Br. v. 28. X. 1897, auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf). - Baron Giskra war Legationssekretär in Bern. - Die letzten Bll. verso jeweils mit zeitgen. Bearbeitungsvermerk. {BN#11359} (more)

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Batka, Johann, Archivar und Historiker (1845-1917). 9 eigenh. Briefe mit U. Preßburg, 1901-1906. Zusammen 14½ SS. Folio und 8vo.

€ 250

An die Universitätsbibliothek Wien betr. der Entlehnung von Büchern. - Batka, studierter Jurist, war Stadtarchivar in Bratislava und zudem ebenso versierter wie profilierter Musiksammler und -verehrer; er organisierte Vorträge und Konzerte, schrieb Musikkritiken und korrespondierte mit den bedeutendsten Künstlern seiner Zeit wie Franz Liszt, Richard Wagner, Hans Richter, Hans von Bülow, Bela Bartok, Johannes Brahms, Clara Schumann, Johann Strauß u. v. a. {BN#16014} (more)

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Baumgartner, Andreas Frh. von, Naturwissenschaftler und Staatsmann (1793-1865). Dienstzeugnis mit eigenh. U. Wien, 19. III. 1854. ½ S. Folio.

€ 70

"Es wird hiermit erklärt, daß Rudolf Kaschnitz in der Registratur des kk Finanzministeriums als beeideter Praktikant angestellt ist, daß er sich vollkommen entsprechend verwendet, und daß es für die Geschäfte des genannten Amtes in einem hohen Grade erwünschlich erscheint, diesen Praktikanten behalten zu können". - Baumgartner war nach seiner Promotion als Assistent an den Lehrstühlen für Philosophie, Mathematik und Physik beschäftigt. 1817 wurde er zum Professor der Physik an das Gymnasium von Olmütz und 1823 an die Universität Wien berufen. Er veröffentlichte Untersuchungen zur Mechanik, zu Dampfkesseln und -maschinen und gab 1826-37 die "Zeitschrift für Physik und verwandte Wissenschaften" heraus. Nach seiner Lehrtätigkeit leitete er Porzellan- und Tabakfabriken und 1846-48 die Errichtung der elektrischen Telegraphen. 1847 wurde er zum Hofrat bei der Allgemeinen Hofkammer, zum Leiter des Eisenbahnwesens und 1848 zum Minister der öffentlichen Arbeiten ernannt. 1851 erfolgte seine Berufung zum Handels- und Finanzminister, seine Erhebung in den Freiherrenstand und die Wahl zum Präsidenten der Akademie der Wissenschaften in Wien. Nach dem Rücktritt von seinen Ministerämtern gehörte Baumgartner dem Staatsrat und seit 1861 dem österreichischen Herrenhaus an. - Mit papiergedecktem Siegel und einer weiteren U. des k.k. Ministerialrats Karl Endres. {BN#14969} (more)

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Baumgartner, Augustin, bayerischer Regierungskanzler (1528-1599). Eigenh. Namenszug u. Datum. O. O., 1589. 1 S. 68:270mm.

€ 100

Baumgartner stand seit 1557 als Regimentsrat und später als Regierungskanzler im Dienst des Herzogs Albrecht V. von Bayern in Landshut. Bekannt wurde er durch eine Rede, die er als Vertreter des Herzogs auf dem Konzil von Trient hielt und offen über die bei den Visitationen von 1558-60 zutagegetretenen Mißstände beim bayerischen Klerus klagte und dringende Reformen forderte, darunter die Priesterehe und die Gewährung des Abendmahls in beiderlei Gestalt. {BN#10245} (more)

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Baylens, Charles-Léonard de, Marquis de Poyanne, französischer Militär (1718-1781). Eigenh. Brief mit U. "quartier Général", 25. IX. 1762. 1 S. 4to.

€ 200

An einen namentlich nicht genannten Adressaten. - Charles-Léonard de Baylens, Marquis de Poyanne, war Lieutenant général in der Armee S. M. des Königs, Maître-de-camp, Truppeninspektor und -kommandant sowie Ritter des Ordens vom Hl. Geist. - Beiliegend ein alter Sammlungsumschlag. {BN#20145} (more)

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Beck, Anton Rt. von , Direktor der k. k. Hof- und Staatsdruckerei (1812-1895). Brief mit eigenh. U. Wien, 9. VI. 1867. 1 S. auf Doppelblatt. 4to.

€ 80

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "In Folge einer Mittheilung des Herren kais. Rathes Dr. Schweitzer von Euer Hochwohlgeboren beauftragt zu sein, über den Plan von Wien etwas zu schreiben, wozu er 1 Exemplar zur Hand zu haben wünschte, welches ihm auch ausgefolgt wurde, erlaube ich mir um die gefällige Erfolglassungs-Genehmigung zu bitten, da der hierortige Verlag dieselbe als Rechnungs-Dokument benöthiget [...]". - 1804 von Kaiser Franz I. per Dekret als ?k. k. Hof- und Staatsdruckerey? gegründet, erwarb sich das Unternehmen rasch einen ausgezeichneten Ruf als ?Universität der graphischen Künste?. Beck, der lange Jahre dem Unternehmen vorstand, war der Vater des späteren Ministerpräsidenten Max Wladimir Frh. von Beck. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf der k. k. Hof- und Staatsdruckerei. {BN#11427} (more)

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Beck, Hanno, Naturwissenschaftler und Historiker (geb. 1923). 3 (davon 2 eigenh.) Briefe mit U. Bonn, 1973-1986. Zusammen 5 SS. auf 4 Bll. Mit 2 ms. adr. Kuverts. - Beiliegend ein ms. Briefdurchschlag mit mehreren eh. Zeilen und U. an das Deutsche Historische Institut in London (dat. 12. X. 1984. 1 S. 4to).

€ 60

An den Kulturattaché und Botschaftsrat Peter Schoenwaldt (1934-2004) mit Wünschen zur Vermählung und betr. der spanischen Ausgabe von Halina Nelkens "Alexander von Humboldt. Bildnisse und Künstler. Eine dokumentierte Ikonographie" (Berlin, Reimer, 1980): "Wieder einmal muß ich Ihnen schreiben in einer Angelegenheit unserer Frau Nelken, für die ich heute wieder praktisch den geschlagenen Tag tätig gewesen bin. Ich habe heute einen Brief von Herrn Verleger Dr. Friedrich Kaufmann, Verlag Dietrich Reimer, erhalten [...] Im erwähnten Brief erzählt nun der Verleger, er habe in Berlin mit Dr. Schirmer, Inter Nationes, gesprochen und dieser habe angedeutet für die spanische Ausgabe der Ikonographie sei höchstwahrscheinlich kein Geld vorhanden. Dabei schien mir zunächst gerade dieser wichtige Aufgabe problemlos. Ein bißchen Schuld daran hat nun auch unsere liebe Frau Nelken. Sie glaubt jedenfalls, ihr sei nicht nur die nötige Zeit, sondern auch die Zeit, die sie selbst für richtig hält, bei der Korrektur einzuräumen. Herr Dr. Kaufmann hat vermutlich in dieser Beziehung schon resigniert. Es ist nun klar, daß der zuerst mahlt, der zuerst in die Mühle kommt, Inter Nationes fördert eben auch noch andere Autoren, da die Preise steigen für Druckerzeugnisse wird für jedes Werk zwangsläufig mehr verbraucht, als angesetzt werden konnte. Wer zuletzt kommt, kann sehen, wo er bleibt. Es wäre doch ein Jammer, wenn gerade dieses Buch nicht in der ibero-amerikanischen Welt verbreitet würde, kulturpolitisch wäre es regelrecht eine Schlappe [...]". - Tls. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Humboldt-Gesellschaft. {BN#18307} (more)

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Beck-Rzikowsky, Friedrich Gf. von, Militär (1830-1920). Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. III. 1900. 1 S. 8vo.

€ 50

An eine namentlich nicht genannte Dame: "Gestatten Sie mir, daß ich nur mit wenigen Worten danke für die liebevolle Theilnahme, die Sie mir u. meinem Sohn erwiesen. - Über meine Stimmung, über mein Unglück will ich mein Herz nicht ausgießen, Sie haben meine liebe Frau zu gut gekannt, um ermessen zu können, was ich leide [...]". - Friedrich Gf. von Beck-Rzikowsky, verdienstvoll in den Feldzügen in Ungarn und Italien 1848/49, gehörte als Mitglied der Generaladjutantur seit 1863 der unmittelbaren Umgebung des Kaisers Franz Joseph an. 1867 zum Vorstand der kaiserlichen Militärkanzlei ernannt, sicherte ihm das Amt maßgeblichen Einfluß auf die Personalpolitik der Armee. 1870 setzte er sich für die Neutralität im Deutsch-Französischen Krieg ein und wurde 1875 Generaladjutant des Kaisers, 1881 auch Chef des Generalstabs. Auf Drängen Franz Ferdinands übergab er 1906 sein Amt an Conrad von Hötzendorf. {BN#10151} (more)

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Beck-Rzikowsky, Friedrich Gf. von, Militär (1830-1920). Telegramm mit eigenh. Bearbeitungsvemerk und U. /"Beck"). Wien, 26. V. 1878. 5 Zeilen auf 1 Bl. Folio.

€ 40

Auf dem Telegramm eines "Gröller" an die Militärkanzlei mit der Mitteilung: Um 4 Uhr früh Ada Katek [?] anstandslos besetzt": "Seiner Exzellenz derm Herrn Minister des Äußern Grafen Andrassy zur geneigten Einsicht. - Friedrich Gf. von Beck-Rzikowsky, verdienstvoll in den Feldzügen in Ungarn und Italien 1848/49, gehörte als Mitglied der Generaladjutantur seit 1863 der unmittelbaren Umgebung des Kaisers Franz Joseph an. 1867 zum Vorstand der kaiserlichen Militärkanzlei ernannt, sicherte ihm das Amt maßgeblichen Einfluß auf die Personalpolitik der Armee. 1870 setzte er sich für die Neutralität im Deutsch-Französischen Krieg ein und wurde 1875 Generaladjutant des Kaisers, 1881 auch Chef des Generalstabs. Auf Drängen Franz Ferdinands übergab er 1906 sein Amt an Conrad von Hötzendorf. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des k. k. Hof-Telegraphen-Amtes. {BN#23788} (more)

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Beck-Rzikowsky, Friedrich Gf. von, Militär (1830-1920). Eigenh. Brief mit U. [Wien], 20. IV. 1870. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.

€ 60

Kondoliert dem Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884) zum Tode von dessen Sohn gleichen Namens: "Wir tragen beide einen großen schmerzlichen Verlust - deiner ist unersetzlich, für mich ist wenigstens noch die Möglichkeit des Erfolges vorhanden [...]". - Friedrich Gf. von Beck-Rzikowsky, verdienstvoll in den Feldzügen in Ungarn und Italien 1848/49, gehörte als Mitglied der Generaladjutantur seit 1863 der unmittelbaren Umgebung des Kaisers Franz Joseph an. 1867 zum Vorstand der kaiserlichen Militärkanzlei ernannt, sicherte ihm das Amt maßgeblichen Einfluß auf die Personalpolitik der Armee. 1870 setzte er sich für die Neutralität im Deutsch-Französischen Krieg ein und wurde 1875 Generaladjutant des Kaisers, 1881 auch Chef des Generalstabs. Auf Drängen Franz Ferdinands übergab er 1906 sein Amt an Conrad von Hötzendorf. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den ?Konstitutionell-monarchistischen Verein?; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Beiliegend ein Brief von Beck-Rzikowskys Gattin Anna (4 SS. auf Doppelblatt, kl.-8vo; mit kalligr. gepr. Monogramm). {BN#10120} (more)

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[Beck-Rzikowsky, Friedrich Gf. von, Militär (1830-1920)]. - Anna Beck. Eigenh. Brief mit U. Wien, 19. IV. 1894. 2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.

€ 50

An Alfred Rt. von Lindheim (1836-1913) in Vertretung ihres nach Bosnien verreisten Gatten: ?H[au]pt[mann] Kress [?] war der Erste in seinem Jahrgange in der Kriegsschule u. hat sich immer im Generalstabs Dienste vorzüglich verwenden lassen [...]?. - Friedrich Gf. von Beck-Rzikowsky, verdienstvoll in den Feldzügen in Ungarn und Italien 1848/49, gehörte als Mitglied der Generaladjutantur seit 1863 der unmittelbaren Umgebung des Kaisers Franz Joseph an. 1867 zum Vorstand der kaiserlichen Militärkanzlei ernannt, sicherte ihm das Amt maßgeblichen Einfluß auf die Personalpolitik der Armee. 1870 setzte er sich für die Neutralität im Deutsch-Französischen Krieg ein und wurde 1875 Generaladjutant des Kaisers, 1881 auch Chef des Generalstabs. Auf Drängen Franz Ferdinands übergab er 1906 sein Amt an Conrad von Hötzendorf. {BN#9333} (more)

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Bedekovich, Koloman, Politiker (1818-1889). Briefausschnitt mit eigenh. U. und Titelei. O. O. u. D. ½ S. Qu.-8vo.

€ 60

Der mit vielerlei Titeln ausgestattete Großgrundbesitzer und Tafelgerichtsbeisitzer war u. a. "S[einer] K.K. Apostol. Majestät wirklicher Geheimer Rath Ritter der Eisernen Krone I. Klasse croatisch slawisch dalma[tinischer] Minister". {BN#14968} (more)

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Bellegarde, Heinrich Gf. von, Militär und Staatsmann (1756-1854). Kanzleibrief mit eigenh. U. Laibach, 7. IV. 1821. 1 S. Folio.

€ 100

An den ?Herrn Geheimen und Kriegsraths Feldmarschall Lieutnants und Chefs des General Quartiermeister Stabs Freiherr v. Prochaska? mit dem Ersuchen, den Sohn von Freiherrn Salir-Soglio, ?Ober Liet: bei den Kaiser Jäger, in den General-Stab aufzunehmen [...]?. - Seit 1771 im österreichischen Militärdienst tätig, nahm Bellegarde 1788/89 am Türkenfeldzug und als Generalmajor 1793/94 am Feldzug in den Niederlanden teil. 1796 zum Feldmarschalleutnant befördert, wurde er in der napoleonischen Zeit der Berater Erzherzog Karls. Seit 1810 Präsident des Hofkriegsrats in Wien und später als Generalgouverneur in Venetien tätig, war Bellegarde nach 1816 Oberhofmeister des späteren Kaisers Ferdinand. - Mit Ausr. am oberen Rand (keine Textberührung). {BN#5470} (more)

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Bellegarde, Heinrich Gf. von, Militär und Staatsmann (1756-1854). Kanzleibrief mit eigenh. U. Mailand, 10. V. 1814. 1 S. Folio.

€ 100

An einen Feldmarschalleutnant mit der Nachricht über das weitere Verbleiben des Adressaten in Turin. - Seit 1771 im österreichischen Militärdienst tätig, nahm Bellegarde 1788/89 am Türkenfeldzug und als Generalmajor 1793/94 am Feldzug in den Niederlanden teil. 1796 zum Feldmarschalleutnant befördert, wurde er in der napoleonischen Zeit der Berater Erzherzog Karls. Seit 1810 Präsident des Hofkriegsrats in Wien und später als Generalgouverneur in Venetien tätig, war Bellegarde nach 1816 Oberhofmeister des späteren Kaisers Ferdinand. - Mit Registraturvermerken von fremder Hand am oberen Blattrand sowie auf der Verso-Seite. {BN#10307} (more)

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Bellegarde, Heinrich Gf. von, Militär und Staatsmann (1756-1854). Kanzleibrief mit eigenh. U. Wien, 17. XI. 1828. 1 S. auf Doppelblatt. 4to.

€ 120

An den ?Herrn geheimen Rathes Kämmerers, Feldmarschall Lieutnant und Chef?s des General Quartiermeister Stabs, Freiherrn von Wimpfen?: ?Mit dem allerverbindlichsten Danke eile ich Euer Exzellenz die mir gefällig mitgetheilte, interessante Beschreibung der Belagerung von Varna nebenfolgend zurückzustellen [...]?. - Seit 1771 im österreichischen Militärdienst tätig, nahm Bellegarde 1788/89 am Türkenfeldzug und als Generalmajor 1793/94 am Feldzug in den Niederlanden teil. 1796 zum Feldmarschalleutnant befördert, wurde er in der napoleonischen Zeit der Berater Erzherzog Karls. Seit 1810 Präsident des Hofkriegsrats in Wien und später als Generalgouverneur in Venetien tätig, war Bellegarde nach 1816 Oberhofmeister des späteren Kaisers Ferdinand. {BN#5475} (more)

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Benelli, Giovanni, Kardinal und Erzbischof des Erzbistums Florenz (1921-1982). Ms. Brief mit eigenh. U. Vatikan, 25. I. 1974. 1 S. 4to.

€ 60

An Leo Baron von Sinnhuber-Ehrenfels mit Dank für dessen "tiefempfundene Anteilnahme zum Heimgang meines emeritierten, hochverehrten Vorgängers, des Herrn Kardinals Amleto Giovanni Cicognani". - Benelli war 1966 von Papst Paul VI. zum Titularerzbischof von Tusuros und zum Apostolischen Pro-Nuntius für den Senegal sowie zum Apostolischen Gesandten für Westafrika ernannt worden. Nach seiner Rückkehr ins vatikanische Staatssekretariat "wuchs ihm seit 1968 unter Kardinalstaatssekretär Jean-Marie Villot als Substitut eine große Machtfülle zu, die der dynamische Vielarbeiter massiv nutzte. Unter anderem beeinflusste er den Katholizismus in Spanien, eine allmähliche Abkehr vom System Franco durchzuführen. Christlich-demokratisch geprägt, stand Benelli auch in deutlichem Gegensatz zum französischen Traditionalismus. Innerhalb des kirchenpolitischen Spektrums in Italien galt Benelli als gemäßigt progressiv" (Wikipedia). 1977 wurde er zum Erzbischof von Florenz ernannt und als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santa Prisca in das Kardinalskollegium aufgenommen. Bei den beiden Konklaven des Jahre 1978 galt er zwar als aussichtsreicher Kandidat, betätigte sich zunächst aber werbend zugunsten des Kardinals Luciani (Johannes Paul I.) und in der Oktoberwahl für Johannes Paul II. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. {BN#20577} (more)

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Benes, Eduard, Politiker (1884-1948). 2 (ein eh. und ein ms.) Briefe mit eigenh. U. sowie ein eh. unterzeichnetes Zeugnis. Prag, 1915-1928. Zusammen 3 SS. 4to und 8vo.

€ 750

I. Sendet seinem Kollegen Krousky zu Parteidispositionen 10.000,- Kronen (gefaltet u. stockfleckig, Ränder teilw. verfärbt u. mit kleinen Verlusten). - II. Der ms. Brief mit Briefkopf des Außenministeriums der tschechoslowakischen Republik (leichte Gebrauchsspuren). - III: Das Zeugnis der Philosophischen Fakultät der Karl-Ferdinand Universität in Prag datiert vom 13. III. 1915. - Benes wurde 1935 wurde als Nachfolger Thomas Masaryks als Staatspräsident gewählt. Nach dem Münchner Abkommen, durch das sein Land Hitler ausgeliefert wurde, trat er zurück und übernahm 1940 in London die Leitung der tschechoslowakischen Exilregierung. 1945 erneut Staatspräsident, konnte Benes die kommunistische Machtübernahme 1948 nicht verhindern. Mit der Weigerung, die neue Verfassung zu unterzeichnen, legte er sein Amt nieder und verstarb wenig später, am 3. September 1948, in Sezimovo. {BN#9237} (more)

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Benes, Eduard, Politiker (1884-1948). Eigenh. Brief mit U. [Prag, 1939]. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert.

€ 250

An Herrn Nevrela mit einer Spende für das Personal und Dank für dessen Bereitschaft und Dienste. - Auf Briefpapier mit gest. Vignette. {BN#18213} (more)

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Berger, Johann Nepomuk, Politiker (1816-1870). Eigenh. Brief mit U. O. O., 18. II. 1861. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.

€ 150

An den Juristen Karl Frh. von Haerdtl (1818-1889): "Suppantschitsch, Barth und ich haben uns das Wort gegeben, was über die Freigebung der Advokatur beim Minister gesprochen wurde, für uns zu behalten. Ich hoffe, daß Du dies billigst, weil sonst ein Halloh in den Zeitungen bevorsteht [...]". - Berger war Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung, wo er zur Fraktion der äußersten Linken zählte, und seit 1849 als Rechtsanwalt in Wien tätig; seit 1863 vertrat er als Abgeordneter die Deutsch-liberale Partei im österreichischen Reichsrat. Von 1867-70 dem ?Bürgerministerium? als Leiter der Regierungspresse und Sprechminister angehörend, war er 1870 einer der Mitunterzeichner des sogenannten Minderheits-Programms, das den Forderungen der nationalen Minderheiten in Österreich Rechnung tragen sollte, jedoch von der Mehrheit der Deutschliberalen abgelehnt wurde und einen Regierungswechsel heraufbeschwor. - Karl Frh. von Haerdtl war Mitglied des Herrenhauses und mehr als zwanzig Jahre lang Präsident der Wiener Advokatenkammer. {BN#5145} (more)

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Berger, Prosper, Propst von Stift Vorau (gest. 1953). Ms. Brief mit eigenh. U. Stift Vorau, 12. XII. 1948. 1 S. Qu.-8vo.

€ 20

An den namentlich nicht genannten Josef Wesely: "Im Besitze Ihrer beiden Schreiben teile ich Ihnen mit, dass es noch gar nicht ausgemacht ist, dass die Zufahrtsstraße zur geplanten Siedelung von der Spitalstraße abzweigt und somit die Nachricht des Herrn Hödl zumindest verfrüht war. Wenn die Gemeinde den Strassenbau in die Hand nimmt, dann drüfte es dazu kommen [...]". {BN#20049} (more)

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Berger-Waldenegg, Egon, Politiker und Gutsbesitzer (1880-1960). Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 30. IX. 1935. 1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit ms. adr. Kuvert.

€ 50

An Rittmeister Anton Kimla: "In der Beilage sende ich Dir zu Deiner Orientierung einen Brief Buzzi's mit der Bitte um baldigste Retournierung desselben [...]". - Egon Berger-Waldenegg war im Juli 1934 Justizminister und im August zusätzlich Außenminister geworden; von 1936 bis 1938 war er österreichischer Gesandter in Rom, blieb nach dem Anschluß in Italien und wurde italienischer Staatsbürger. Dort gründete er 1944 das "Österreich-Büro" in Rom und kehrte 1948 als Privatperson nach Österreich zurück. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; ohne die erwähnte Beilage. {BN#20592} (more)

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Bergmann, Joseph Rt. von, Historiker (1796-1872). Eigenh. Brief mit U. Wien, 25. IX. 1852. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse.

€ 100

An Alfred Rt. v. Frank, k. k. Hauptmann des Infanterieregiments Erzhzg. Wilhelm: "Ich habe mit meinem Vorstande [...] Ihres Wunsches wegen, nämlich einige Abhandlungen aus unserm kk. Cabinete zur Durchsicht zu erhalten, gesprochen - u. die Erlaubnis zur Übersendung erhalten. Sie bekommen der Gebrüder Lindenschmitt 'Das germanische Todtenlager bei Salzen in Rheinhessen Mainz 1848' unter Kreuzband mit der Bitte, diese Abhandlung dem kk. Münz- u. Antikencabinete recht bald wieder zurückkommen zu lassen [...]". - Das Buch der Gebrüder Wilhelm (1806-1848) und Ludwig (1809-1893) Lindenschmit über ihre 1845/46 unternommenen Ausgrabungen - im Zuge derer 28 Gräber aus dem 6. und 7. Jhdt. freigelegt werden konnten - gilt als Basiswerk zur Archäologie des frühen Mittelalters. - Joseph Rt. von Bergmann wurde 1828 Kustos am Münz- und Antiken-Kabinett der Ambraser Sammlung in Wien, dem er seit 1863 auch als Direktor vorstand. 1831-44 war er Geschichts- und Lateinlehrer der Söhne des Erzherzogs Albrecht. Zudem wurde Bergmann als erster Vorarlberger in die Österreichische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. - Mit kl. Ausr. auf Bl. 2 durch Siegelbruch (keine Textberührung). {BN#10745} (more)

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